Weltfriedenstag 12: Aktion vier in Rostock

Antikriegstag, Friedensbündnis Norddeutschland, Mecklenburg Vorpommern, Montagsdemo Rostock, Rostock

01. SEPTEMBER 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN
Weltfriedenstag / Antikriegstag

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Standort 4: KTC-Vorplatz

Am Weltfriedenstag standen in Rostock also an vier Standorten Friedenstische.

Wer in die Haupteinkaufsstraße Kröpi kam oder sie verließ, traf in jeder Himmelsrichtung auf einen Tisch für Frieden – und damit nicht nur auf eine Einladung zum Gespräch. An einem schönen Nachmittag in Rostock hatte der Frieden, die Sehnsucht der einfache Menschen nach Frieden, Diplomatie und der Freundschaft zwischen allen Völkern und Nationen sichtbare Stimmen und Gesichter. Das waren Stimmen und Gesichter von Menschen wie Du und ich, Menschen, die sich ihrer historischen Verantwortung im hier und jetzt bewusst sind und NICHT schweigen wollen.

WIR alle sind die dritte Generation in der jüngsten Geschichte Deutschlands, die vor der Entscheidung Krieg oder Frieden steht. Aus der Geschichte wissen wir alle: WER SCHWEIGT STIMMT ZU.

Und zwei Generationen haben leider in der Mehrheit oder bedingt durch ihre Uneinigkeit geschwiegen, sie warn zu leise. WIR wollen und werden anders sein.

Ein weiteres besonderes Erlebnis war unsere Zusammenarbeit, über alle politisch-ideologischen oder Partei-Zuneigungen hinweg. Wir ticken nicht alle gleich. Wir denken nicht alle gleich. Wir haben politische und weltanschauliche Unterschiede, auch unterschiedliche Sichtweisen auf die Themen der jüngsten und aktuellen Gegenwart.

Und doch haben wir es an diesem Tag geschafft, alles Trennende hinten anzustellen und uns zum Thema Frieden geeint zu handeln, sichtbar im öffentlichen Lebensalltag unserer Mitmenschen. Stellt euch vor, Ihr lauft durch Eure Innenstadt und lauft binnen weniger Minuten an VIER Friedens- und Demokratieanlaufpunkten vorbei. VIER Mal beschäftigt sich Euer Menschsein mit dem Thema Krieg, FRIEDEN. Deshalb meine These: Du kannst es ein Mal, zwei Mal übersehen. Aber beim dritten oder vierten Mal macht es auch was mit DIR.

Und deshalb ja unserer Vision: Gestalten wir ein 1.000-Teile-Städte-Friedenspuzzle. In 1.000 Orten stehen nur zwei oder drei Menschen im öffentlichen Alltag der Menschen, geben dem Frieden und unserer Friedenssehnsucht Gesicht und Stimme. Nicht laut und Parolen brüllend, zeigend, sondern eben ruhig und einladend und somit ansprechbar für alle Menschen.

An diesem Standort hat Günther von der Montagsdemo z.B. spontan und selbstlos mit Technik ausgeholfen.

Danke an Gerd und Ines vom Friedensbündnis Norddeutschland und Günther von der Montagsdemo Rostock.

Weltfriedenstag 11: Aktion drei in Rostock

Antikriegstag, BSW, Friedensbündnis Norddeutschland, Friedensengel Nienhagen, IPPNW, Karl-Liebknecht-Kreis, Mecklenburg Vorpommern, Montagsdemo Rostock, Rostock, Rotfüchse

01. SEPTEMBER 2026
ROSTOCK, MECKLENBURG-VORPOMMERN

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Standort 3: Neuer Markt

Organisiert wurde der Tag von Menschen vom Friedensbündnis Norddeutschland (Rotfüchse und Karl-Liebknecht-Kreis), 1.000.000 Stimmen für den Frieden und Wilfried vom BSW Rostock.

Unterstützung kam außerdem von Monika vom IPPNW, Brigitte vom BSW Rostock, Evi und Günther von der Montagsdemo Rostock und Friedensengeln aus Nienhagen.

Und stellen wir uns das mal bundesweit in 1.000 Städten/Orten vor. Rostock hat es geschafft, Menschen von wohl sechs oder sieben verschiedenen Aktionsformaten oder Initiativen an einem Tag zusammen ins Handeln zu bringen, „zentral“, also abgesprochen koordiniert, aber dennoch individuell umgesetzt und realisiert. Und dazu, mindestens genauso wichtig, weil es eben unsere neuen Denk- und Herangehensweise in der Praxis zeigt – wir agieren möglichst weit weg von jedweder Symbolik, sondern wollen bewusst im öffentlichen Alltag unserer Mitmenschen sichtbar sein.

Und so stehen wir eben heute bewusst nicht symbolisch an der Hanse-Kaserne (Sitz des Marinekommandos der Bundeswehr), sondern mitten im pulsierenden Leben und Alltag der Menschen, mit VIER Friedens- und Demokratieanlaufpunkten in der Rostocker Innenstadt.

Danke an Uwe und Bernd (FB Norddeutschland), Wilfried (BSW) und Monika (IPPNW) an diesem Stand

Weltfriedenstag 10: Aktion zwei in Rostock und ein besonderer Gänsehaut-Moment

Antikriegstag, Friedensengel Nienhagen, Henning schleiff, Mecklenburg Vorpommern, Montagsdemo Rostock, Rostock

01. SEPTEMBER 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN
Weltfriedenstag / Antikriegstag

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Standort 2: Breite Straße

ein neuer Standort und wie immer und überall: es gab viel Dank von unseren Mitmenschen: „Endlich ist hier mal was für Frieden.“, aber auch heiße Diskussionen über Putin/Ukraine, und eine große Mehrheit, die sich scheinbar (noch) nicht interessiert.

Von dieser passiven Masse lösen wir aber immer wieder Menschen aus ihrer Zurückhaltung, wenn wir sie als Mütter und Väter, Großeltern ansprechen und an die persönliche Verantwortung für die eigenen Kinder und an unsere historische Verantwortung erinnern. Ja, im Alltagsgewusel können sich die Menschen dem WESEN dieser Zeit nicht bewusst werden: WIR sind die dritte Generation in der jüngsten deutschen Geschichte, die mit dem Thema Krieg und FRIEDEN „konfrontiert“ wird. Noch genauer: JEDER heute lebende Mensch steht in einer ganz konkreten historischen Verantwortung für SEINE persönliche Entscheidung. Und die heißt nicht nur Krieg oder Frieden. Nein, heute heißt es für JEDEN EINZELNEN: Was machst DU konkret FÜR die Erhaltung des FRIEDENS – AKTIV?

Passives Denken oder nur im Inneren für den Frieden sein, reicht nicht. Bleibst DU passiv, unterstützt Du indirekt die Kräfte von Militarismus, Aufrüstung und Krieg, weil DU Dich (oder wir uns nicht) diesen Kräften in den Weg stellen und wir (oder zu wenige) klar auf den die geschichtlichen Lehren dieser zwei verherenden Weltkriege bestehen: NIE WIEDER KRIEG. Und ja: hier ist NIE WIEDER JETZT.

Deshalb: Wacht auf. Kommt als Vater, Mutter, Oma oder Opa nicht nur ins Denken, sondern ins aktive Handeln FÜR den Frieden. Mit UNS gemeinsam. FÜR eine friedliche und lebenswerte Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.

Ein wirklich berührender, ein Gänsehaut-Moment:
Berührend für uns alle war der Besuch von Henning Schleiff, einem ehemaligen Oberbürgermeister von Rostock.

Er hat ein großes Interesse an der Friedensbewegung in Rostock und ließ es sich nicht nehmen, persönlich an jeden Tisch zu kommen und uns für unser Engagement zu danken. Und das, obwohl er noch sichtlich geschwächt war von einer medizinischen Behandlung. – Das hat uns mit großer Dankbarkeit erfüllt.

Das ist vielleicht das Schönste, was wir aus Rostock vom Weltfriedenstag erzählen können: wie kraftvoll, wie stark und wie wirkungsvoll es sich anfühlt, wenn Menschen ihre Unterschiede einmal hinten anstellen, um für Frieden gemeinsam zu handeln und wir unsere Demoräume verlassen.

Danke Evi (Montagsdemo) und den Friedensengeln Nienhagen für die Unterstützung an diesem Tisch.

Weltfriedenstag 9: Aktion eins in Rostock

Antikriegstag, BSW, Güstrow, Mecklenburg Vorpommern, Rostock

01. SEPTEMBER 2026
ROSTOCK, MECKLENBURG-VORPOMMERN

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Weltfriedenstag/Antikriegstag in Rostock

Standort 1: Brunnen der Lebensfreude 🕊

Das Besondere an Rostock, was uns wahrscheinlich von vielen anderen Aktionen/Städten unterscheidet:
Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, eine Demonstration „für uns“ zu machen oder einen symbolischen Ort zu wählen. Ja, die Hanse-Kaserne (u.a. das Marinekommando der Bundeswehr) wäre ein symbolisch richtiger Ort gewesen … allerdings ohne eine wirklich große Sichtbarkeit im öffentlichen Lebensraum der Menschen. Dort ist ja quasi das Volk NICHT unterwegs. Dort erreichen wir eben unsere Mitmenschen nicht.

Demonstrationen im öffentlichen Lebensalltag der Menschen sind hier definitiv sicht- und wirkungsvoller und somit viel, viel wichtiger, als irgendeine Symbolik „für uns“. Dies entspricht auch eher unserem Konzept, einladend und ansprechbar für unsere Mitmenschen zu agieren. Für den Frieden braucht es die Verbindung aller Menschen als Menschen, als Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendliche. Wir sorgen dafür, dass das Thema Frieden und Verhinderung eines europäischen militärischen Flächenbrandes im realen Leben Gesichter und Stimmen bekommt. Sie nehmen uns wahr, sie nehmen das Thema wahr – das ist gut und richtig. Und zunehmend entstehen daraus Gespräche oder eine Verbindung.

Aus allen Erfahrungen der letzten sechs Jahre haben wir uns deshalb von Beginn an dafür entschieden, unseren Wirkungskreis zu öffnen. Nicht darauf zu warten, dass Menschen zu uns kommen, sondern ihnen mitten in ihrer Stadt zu begegnen.

Wir haben an 4 Orten in unserer Innenstadt unsere Friedens- und Demokratieanlaufpunkte aufgebaut. Und – Menschen verschiedenster politisch-ideologischer Anschauungen haben hier und heute in Rostock für den Frieden zusammen gewirkt. Genau so – und wahrscheinlich nur so – kann in Deutschland erfolgreich das Ziel umgesetzt werden: GEMEINSAM FÜR den Frieden, auf Grundlage und im klaren Bewusstsein, alles politisch- ideologisch, weltanschaulich und religiös Trennende wegzulassen.

Lieben Dank an Kerstin und Marisa (1.000.000 Stimmen für den Frieden-Güstrow) und Brigitte (BSW Rostock) die diesen Tisch gerockt haben.

Hanse Sail – Neue Bürgerinitiative hisst in Warnemünde die Segel für den Frieden – Tag 2

Hanse Sail 2026, Rostock, Warnemünde

08. AUGUST 2026
ROSTOCK/WARNEMÜNDE – HANSE SAIL 2026
Friedens-Aktionstag 2

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Was für ein Tag. War der erste schon intensiv und beeindruckend, war es der zweite Tag ganz sicher auch. Wieder mehrere Hundert Friedensstimmen und die mitten im größten Volksfest in Mecklenburg-Vorpommern, der „Hanse Sail 2026“. Und ja, wir hätten unser Wunschziel von 1.000 Friedenstimmen an diesen beiden Tagen wohl locker erreicht, wenn, ja wenn es eben die aktive Unterstützung von ein paar weiteren Menschen gegeben hätte, die doch immer soooo FÜR den Frieden sind. (Siehe Artikel zu Tag 1.)

Am Tag 1 hat Gisela am Friedenstisch an der Brücke ausgeholfen, konnte also ihre Einzelaktion nicht machen und heute haben wir den Stand auf der ganz sicher besser (als gestern) frequentierten Mole nicht umsetzen können.

Dennoch war es wieder ein so faszinierender Tag mit vielen Gesprächen, tollen Begegnungen, mit einem so großen Maß an Dankbarkeit und Zustimmung … Wir wünschen eigentlich allen Mitstreitern, in allen Städten und Orten UNSERER Initiative, dass sie diese Erlebnisse und Eindrücke selber mal in dieser Fülle und Tiefe wahrnehmen können.

Wieder hat jemand zu „Die weißen Tauben sind müde …“ mitgesungen. Ein Mann jenseit der 50 fragte, ob er ans Mikro dürfe, um uns zu unterstützen. Er erzählte aus seiner Kindheit und dass es ihn damals interessiert habe, wieso so viele Männer mit nur einem Bein (oder schlimmer) unterwegs seien. Ja, das waren damals noch die sichtbaren Auswirkungen eines Weltkrieges. Das kann und will sich heute keiner mehr vorstellen.

Es gab auch ein sehr intensives Gespräch mit jungen Männern, welche hier in Warnemünde wohl eine Art freikirchliches Treffen hatten. Interessant: Wieder wurde Jens gesegnet (nunmehr ja schon zum zweiten Mal) und auch die liebe Anja.

Und auch die liebe Dorothea aus dem Süden haben wir kennen gelernt, welche künftig unsere Initiative in Hessen aktiv unterstützen will.

Gänsehaut Moment:
Wir haben mit Dorothea nach dem Ende der Aktion noch ein paar Minuten im Außenbereich einer Warnemünder Gaststätte gesessen, klar, in unserem Orange. Es ging halt um das Wann, Was und Wie unserer Zusammenarbeit. Eigentlich schon kurz vorm Aufbruch kam die Kellnerin mit einem Tablett neuer Getränke und sagte:
Diese Getränke sind von dem Mann in weiß (an unserem Nachbartisch). Und im Gehen sagte sie quasi nebenbei: Ach ja, die erste Runde hat er auch bezahlt.
Krass positiv. Das hatte gesessen und uns echt geflasht. Wir waren alle mehr als berührt, gerührt und erlebten in diesem einen Moment einfach nur ein Gefühl von Dankbarkeit und Stolz. Ja, wir machen richtige, historisch wichtige Dinge und es gibt viele Menschen, die es würdigen.

Natürlich haben wir uns bedankt, unseren positiven Gefühlen Ausdruck verliehen und noch ne Weile gequatscht. Es waren liebe Menschen aus Sachsen, aus Leipzig, die bereits zuvor an unserem Stand für den Frieden gestimmt haben. Und ja, natürlich gab es auch einige Fragen zu unserern Forderungen.

Und so fand unsere erste Sichtbarkeit auf dem größten Volksfest Mecklenburg-Vorpommerns einen emotional tief bewegenden Abschluss, welcher uns auch in Demut und Dankbarkeit auf die zwei Voll-Power-Tage zurück blicken lässt. Wir hatten ja auch an alle regionalen Medien- und Presseorgane eine Pressemitteilung inkl. einer Einladung an unseren Friedenstisch zugestellt. NEIN – von den eingeladenen Presse- und Medienvertretern war niemand da.

Ganz lieben Dank an Anja, Kerstin, Ina aus Gral-Müritz und Gisela (sie erbrachte allein genauso viele Friedensstimmen, wie die Mole am Tag 1) und natürlich auch an Jens.

Hanse Sail – Neue Bürgerinitiative hisst in Warnemünde die Segel für den Frieden – Tag 1 (2)

Hanse Sail 2026, Milgram-Experiment, Romeo und Julia, Rostock, Warnemünde

07. AUGUST 2026
ROSTOCK/WARNEMÜNDE – HANSE SAIL 2026
Friedens-Aktionstag 1

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Hier bei uns in Rostock-Warnemünde, an der Bahnhofsbrücke, am Stand von Anja und Giesela, steppt an diesem Tag der Friedensbär, ganztägig und mit Ergebnissen und Erlebnissen, mit Eindrücken und emotionalen Momenten, die sich kein Mensch ausdenken kann. HUNDERTE an Friedensstimmen. Tolle und beeindruckende Gespräche, ein so großes Maß an Dankbarkeit, welches in Worten gar nicht zu beschreiben ist.

Eigentlich wollte Gisela mit ihrem Friedensequipment alleine durch die Massen ziehen, was aber leider (mangels „Personals“) nicht möglich war. Sicherlich werden wir zeitnah noch einzelne Momente hier einfügen, von Menschen, die am Mikrofon mitsangen, als wir auf dessen Wunsch hin ein im Radio nicht mehr gespieltes Lied abspielten: Die weißen Tauben sind müde. – Die Menschen blieben stehen und klatschten, auch wenn der Gesang und die Textsicherheit nicht perfekt waren.

Irgendwie hatten Menschen auch Tränen in den Augen.

Es war insgesamt wieder so kraft- und wirkungsvoll, so sinnerfüllt und die Menschen verbindend, dass unsere Initiative GENAU DORT stand, auf und mitten im größten Volksfest der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, ANALOG, mitten im realen Lebensraum der Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsenen und Jugendlichen.

Würden wir dort nicht gestanden haben: Wo hätte auf dieser Hanse-Sail der Wunsch und die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, Diplomatie und Völkerfreundschaft Gesicht und Stimme? Und so haben wir – historisch gesehen – wieder einen großen und aktiven, den uns möglichen Beitrag dafür geleistet, dass WIR (also die jetzt lebenden Menschen in diesem Land) nicht die dritte Generation sein werden, die – wie zwei zuvor in der jüngsten deutschen Vergangenheit – versagt. NEIN – wir wollen keinen Krieg. Unsere Söhne und Töchter bekommt ihr nicht.

Kein Vater, keine Mutter, keine Oma, kein Opa, kein Erwachsener, kein Jugendlicher und kein Kind auf der Welt will von sich als Mensch aus Krieg. Dennoch passieren sie, finden sie statt. „Man“ muss also mit den Menschen etwas machen, damit sie das wollen, dazu bereit sind, mitmachen und ausreichend genug hassen … Und das macht „Man“ mit Ideologie, Angst, Hass, Hetze, Agitation, Propaganda, dem Weglassen von Wahrheiten, Halbwahrheiten, Demagogie, Politik, „Wissenschaftlern und Rechtsexperten“, Medien und noch einigem mehr. Und immer, wirklich immer braucht es dazu Menschen in „Kostümen“ – also in Funktionen, Rollen, Leitungs- und Führungsebenen, wo die Menschen einfach die ihnen zugewiesene Rolle spielen.

So wie im Schauspiel „Romeo und Julia“. Wir sehen den Schauspieler der Romeo spielt. Der ist im wahren Leben aber niemals Romeo. Er heitß vielleicht Thomas Schulz, schlüpft aber in die Schauspielerrolle und erfüllt diese, genau dort, auf der Bühne, in konkret diesem Theaterstück. Macht das nicht ein General, ein Bundeskanzler, ein Parteivorsitzender, ein Parteimitglied, ein Journalist, ein Chefredakteur, ein Intendant des ÖRR, ein Gewerkschaftsboss, ein Behördernleiter, ein Verwaltungs- und Behördenmitarbeiter, ein Lehrer, ein Dozent an der Uni, ein Polizist usw. nicht genau so?

Und immer kommt man nach einer distanzierten neutralen Beobachtung und Analyse dazu: es ist wie im „Milgram-Experiment“.

Hanse Sail – Neue Bürgerinitiative hisst in Warnemünde die Segel für den Frieden – Tag 1

Hanse Sail 2026, Pressemitteilung, Rostock, Warnemünde, Westmole

07. AUGUST 2026
ROSTOCK/WARNEMÜNDE – HANSE SAIL 2026
Friedens-Aktionstag 1

Unsere vorab an die Presse- und Medienorgane des Landes Mecklenburg-Vorpommern verteilte Presse-Mitteilung.
Schade, aber zu erwarten: NIEMAND von den Angeschriebenen war da.

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Ja, Leben ist da, wo man noch nicht war, also auch unsere bundesweite Friedensinitiative noch nicht war. Und wenn wir uns und unsere Vorstellungen von Friedensengagement wirklich ernst nehmen wollen – RAUS AUS DER/DEN BLASE/N – dann gehören wir genau dahin, wo wir zwei Tage lang waren:
auf das größte Volksfest in Mecklenburg-Vorpommern, die „Hanse Sail“.

Und das haben wir gut und mehr als beeindruckend bewältigt. Zum Positiven gleich. Zuerst aber zu dem, was den Autor (J.K.) und auch die Friedensmenschen vor Ort sehr nachdenklich zurück lässt. Die wirklich geringe, ja eigentlich nicht vorhanden Unterstützung all der Initiativen, Parteien und in anderen Bereichen aktiven kritischen Menschen, die doch so vehement und lautstark meinen FÜR den Frieden zu sein. Wo, wenn nicht an die geplanten zwei (nur zwei) Friedens-Aktions-Stände hätten alle hingehört? Vielleicht dann doch mitten in den öffentlichen alltag unserer Mitmenschen. Wo bleibt und ist das viel beschworene: Wir müssen zusammenhalten und gemeinsam FÜR den Frieden sichtbar sein.

Nun aber zu den vielen großen, tollen und wirklich beeindruckenden Momenten der beiden Tage. Hier im Bericht Tag 1, auf der WEST-Mole in Warnemünde (am Tag 2 konnten wir mangels der Nichteinhaltung von Zusagen, diesen Standort nicht besetzen). Es war mehr als stürmisch und windig. Es war Freitag und hier aber insgesamt nicht so viel Betrieb wie erwartet. Hier wäre der Tag 2 mehr als interessant geworden.

Eigentlich gab es sehr viel Zuspruch und keine „blöde agitative Gegenanmache“. Wir erhielten durchweg Zuspruch und sehr viele Friedensstimmen. Auch die Herausforderung mit der nicht lange durchhaltenden ersten Lautsprecherbox haben wir Dank unserer Kreativität und der Unterstützung von Antje (die einzige von der Rostocker Montagsdemo) lösen können.

Etwas weiter weg, aber in Sichtweite und in Windrichtung liegend, haben wir einfach mal einem mehr als gut besuchten „Kriegsschiff“ der Bundesmarine einfach mehrmals das Lied von der kleinen Friedenstaube zugespielt. Ob man es dort hören konnte? Nobody knows it?

Und so bleibt mit einer gewissen emotionalen Distanz festzustellen: Ja, marketing- und werbetechnisch macht das die Bundeswehr und die Marine gut – KEINER von denen spricht vom Krieg, davon, das Menschen sterben, das man als Armeeangehöriger lernen und in der Lage sein soll ANDERE Menschen zu TÖTEN, Menschen, die man gar nicht kennt. Das aber entspricht genau dem WESEN von Wehrpflicht, Armee und Krieg: Zwang zum Dienst an und neben der Waffe, und letztlich der Pflicht (auf Grund seines Fahneneides), auf Befehl andere Menschen zu töten und das alles, die Fähigkeiten und Fertigkeiten dazu, möglichst in Perfektion zu erlernen.

Und ist es nicht toll, die Friedensfahne so klar und offen im stürmischen Wind zu sehen? Was wäre alles möglich, wenn bundesweit solche Aktionen 1.000-fach gleichzeitig sichtbar wären? – Vieles, wenn nicht sogar alles. Machen wir Deutschland zum Friedens- und Diplomatieland Nr. 1 auf der Welt. Das und genaU das WÜRDE UNSERE WELT für immer friedlich VERÄNDERN: auf geht`s.

Rostock – Hiroshima-Tag – Schönes und sehr bedenkliches zugleich

BSW, Henning schleiff, Hiroshima-Tag, IPPNW, Karl-Liebknecht-Kreis, Mecklenburg Vorpommern, Rostock, Rotfüchse

06. AUGUST 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN

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Hiroshima-Tag in Rostock
Eine rationale Feststellung vorab: Rostock ist Partnerstadt der weltweiten Aktion „Mayors of peace“. Das ist eine Aktion, die 1982 vom Bürgermeister aus Hiroshima gestartet wurde – „Bürgermeister für den Frieden“. Ja, am 08. Juli 26 hat sich die Stadt Rostock mit einem kleinen symbolischen Akt (in allen teilnehmenden Städten wird die Fahne dieser Aktion gehisst) an der weltweiten Aktion beteiligt.
Am eigentlichen Gedenktag dieses schrecklich mörderischen Ereignisses, dem 06. August passierte nichts – keine Gedenkveranstaltung, kein Moment des Gedenkens. Auch der Einladung der Friedensbewegung zu der von uns organisierten Gedenk-Friedensmahnwache blieben Vertreter der Politik, Verwaltung und Behörde fern.

Warum ist das nachdenkens- und durchdenkenswert? Weil man statt dessen dies recherchieren kann:
Ja, Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger war am Donnerstag, dem 6. August 2026 in Rostock und hat die 35. Hanse Sail offiziell mit eröffnet. Sie läutete am Eröffnungstag im Kurhausgarten Warnemünde gemeinsam mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig traditionell die Schiffsglocke, um das viertägige maritime Volksfest zu starten.

Was sagt uns dies über den Zustand unserer Gesellschaft, den Prioritäten oder bezgl. der damals gegebenen Versprechen – NIE WIEDER?. Gehört Erinnerung, Mahnung und das Gedenken nicht mehr (so) dazu? Ist das ein würdiger Umgang, ein würdiges Begehens dieses Gedenktages, wenn man als Stadt offiziell an der weltweiten Aktion „Mayors of peace“ teilnimmt?

Zu unserem Tag des Gedenkens und der Mahnung:
Die Veranstaltung war ausgesprochen lebendig. Uns es war wichtig, das Gedenken mit der Gegenwart zu verbinden.

Wir haben die Mahnwache mitten in der Rostocker Innenstadt durchgeführt, wo wegen der Hanse Sail bereits sehr viel Betrieb herrschte: Fahrgeschäfte, Buden und viele Menschen unterwegs. Eigentlich hätten wir an diesem Platz erst gar nicht stehen können, doch bei der Versammlungsbehörde konnten wir einen gewissen Spielraum durchsetzen.

Wir haben zur aktuellen Kriegstüchtigkeitspolitik, zur zunehmenden Militarisierung und auch zur besonderen strategischen Bedeutung Rostocks in diesem ganzen Irrsinn gesprochen. Daraus entstanden teilweise sehr engagierte Diskussionen.

Der Hiroshima-Tag ist eng mit dem Flaggentag der Mayors for Peace verbunden (s.o.); beide haben denselben historischen Anlass. Deshalb war es für uns naheliegend, „unsere Mayors-for-Peace“, Frau Kröger, bzw. stellvertretend jemanden aus der Bürgerschaft einzuladen. Wir erhielten eine formell höfliche Absage.

BESONDERE MOMENTE – 61

Umso schöner war es, dass der ehemalige Rostocker OB Henning Schleiff (Foto 3 Mitte) uns besucht und sich sogar an den lebhaften Diskussionen beteiligt hat.
Henning Schleiff hat großes Interesse an der Friedensbewegung in Rostock und ist immer wieder mal bei Veranstaltungen präsent.

Aber natürlich war auch Hiroshima selbst Teil unserer Kundgebung. So hat Anja in einer sehr emotionalen und bildhaften Schilderung an die Geschehnisse jenes Tages erinnert – unter anderem an das Schicksal der Menschen an der Miyuki-Brücke.

Uwe hat die „Göttinger Kantate“ vorgelesen, eine literarische Mahnung gegen Krieg, Aufrüstung und atomare Vernichtung – und ein Appell für Frieden, Menschlichkeit und eine Zukunft ohne Atomwaffen. Nach dem Abwurf der Bombe bewegten sich unzählige schwer verletzte Menschen aus der zerstörten Innenstadt in Richtung der äußeren Stadtteile. Die Miyuki-Brücke wurde dabei zu einem Sammel- und Durchgangsort für verletzte und sterbende Menschen.

Die „Göttinger Kantate“ stammt von Günther Weisenborn (Erstausgabe 1958), einer literarischen Warnung vor Krieg, atomarer Aufrüstung und den Gefahren des nuklearen Zeitalters.

Herzlichen Dank an alle Mitstreiter vom Friedensbündnis Norddeutschland (Rotfüchse, Karl-Liebknecht-Kreis) an Wilfried vom BSW, Kerstin aus Güstrow und die Mitstreiterin vom IPPNW, Christiane von der Montagsdemo und an den ehemaligen OB Henning Schleiff.

So viele Friedenserlebnisse an einem Tag in Warnemünde (2)

Besondere Momente, Mecklenburg Vorpommern, Rostock, Warnemünde

02. AUGUST
ROSTOCK-WARNEMÜNDE / MECKLENBURG-VORPOMMERN

wmde

BESONDERE MOMENTE – 60

Und ganz zum Schluss kam dann noch eine Begegnung, die uns besonders berührt hat. Eine Jugendgruppe mit elf- bis zwölfjährigen Jungen, die offenbar in einem Feriencamp untergebracht war, kam an unseren Friedenstisch. Sie stellten sehr selbstbewusst Fragen zur Verteidigung und zu ihrer Sorge, Russland könne uns angreifen.

Jens nahm sich viel Zeit für sie. Er sprach mit ihnen nicht von oben herab, sondern ernsthaft, ruhig und mit Fragen – wie ein richtig guter Lehrer.

Einer der Jungen wollte gleich unterschreiben. Das zeigt, welche Rolle das Elternhaus spielt. Das haben wir natürlich nicht zugelassen, sondern ihm stattdessen einen Flyer für seine Eltern mitgegeben.

Die Gruppe brachte immer wieder Einwände vor: „Ja, aber …“ und zog zunächst weiter.

Das Erstaunliche war: Die Jungen kamen später noch einmal zurück.

Einer von ihnen fragte Jens mit einer Ernsthaftigkeit, die ich mir bei vielen Erwachsenen wünschen würde: „Was machen wir denn, wenn Verhandlungen nicht funktionieren? Wenn Diplomatie nicht klappt?“. Jens meinte nur kurz und knapp und bewusst in jugendlicher Sprache: „Dann sind wir am Arsch.“ Ja, das hatte gesessen und ganz offensichtlich einen mehr als tiefen eindruck hinterlassen. In der Sonne und dem pulsierenden Leben in Warnemünde, zusammen als Gruppe junger Menschen und dann nur kurz uns knapp: Wenn wir versagen, ist hier alles am Ende. Kein Flanieren, kein Kaffeetrinkern, kein herum schlendern, Fisch essen, rumalbern und Quatsch machen in Warnemünde. Und ja, das wäre dann auch unumkehrbar …

Ein anderer wollte Jens unbedingt die Hand geben und sich für seine (eingangs) provokanten und schnippigen Fragen entschuldigen.

Das zeigt doch worum es eigentlich geht: junge Menschen ernst zu nehmen, ihre Ängste nicht lächerlich zu machen und sie immer wieder zu den einfachen, aber entscheidenden Tatsachen zurückzuführen: Kein Kind, keine Mutter und kein Vater will von sich aus Krieg!

So viele Friedenserlebnisse an einem Tag in Warnemünde (1)

Besondere Momente, Mecklenburg Vorpommern, Rostock, Warnemünde

02. AUGUST 2026
ROSTOCK-WARNEMÜNDE / MECKLENBURG-VORPOMMERN

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aus unserem offiziellen TG-Kanal:

Der Tag begann damit, dass Jens ausgefallen ist und Kerstin aus Güstrow mit ihrem Equipment geholfen hat. Und es wurde ein wunderschöner Tag.

BESONDERE MOMENTE – 56

Wir waren noch beim Aufbau, als ein junger Mann vorbeikam und uns wortlos eine Tüte auf den Friedenstisch legte. Darin war frischer Heilbutt, den er offenbar gerade für sich selbst auf dem Warnemünder Fischmarkt gekauft hatte.

Ansonsten war es wieder so lebendig und voller Begegnungen. Ich wünsche jedem friedensbewegten Menschen, diese Erfahrung einmal zu machen. Nicht, dass alles einfach ist – im Gegenteil. Man wird dort teilweise mit Gesprächen konfrontiert, die herausfordernd sind. Durch uns bekommt aber das Thema Krieg-Frieden eine sichtbare Öffentlichkeit. Und wo können sich denn Menschen im öfentlichen Raum hörbar zu diesem Thema äußern – Pro oder Contra.

BESONDERE MOMENTE – 57

Ein älterer Herr erzählte, dass er in Dessau geboren wurde, in einem Nazi-Lazarett direkt neben einem KZ. Er berichtete außerdem von einer Flucht, die er als fünf- oder sechsjähriger Junge erlebt haben will. Er schilderte überfüllte Waggons, in denen sich links und rechts nur jeweils ein Loch als Toilette befand. Ältere Menschen hätten dort, weil sie das Elend nicht mehr ertragen konnten, Zyankali geschluckt. Morgens seien ihre Leichen dann aus den Waggons getragen worden.

Das ist schon ein krasser Kontrast zu den lebensfrohen Bildern, die man gleichzeitig in Warnemünde erlebt. Siehe unsere Fotos.

Ein weiterer Herr aus Bremen war früher in der Friedensbewegung und glaubt heute, dass er damals auf einem Irrweg war. Warum? Wegen Putin natürlich. Anja war am Mikro, und er rief völlig aufgeregt ihr zu: „Ihr seid Träumer. Dann könnt ihr ja gleich alles an Putin abtreten.“

BESONDERE MOMENTE – 58

Ausgerechnet sein Enkel, wohl noch Schüler, widersprach ihm sanft. Und ein anderer Herr kam dazu. Er sagte zu dem Herrn aus Bremen: „Du, ich bin auch in der SPD gewesen, aber ich glaube nicht, dass Aufrüstung der richtige Weg ist.“ Die beiden stellten fest, dass sie ähnliche Lebensgeschichten hatten, teilweise dieselben Orte und Personen kannten.

Typisch Warnemünde ist auch, dass dort Menschen aus dem ganzen Bundesland unterwegs sind und immer wieder Menschen an unseren Tisch kommen, die Mitstreiter aus den anderen Städten kennen. Dieses Mal war es ein Paar aus Lutherstadt Wittenberg / Reformation 2.0, ein anderes Paar aus Brandenburg kannte Sven Lindgren von der DieBasis aus Brandenburg und unsere Renate aus Bernau. Ein Mann aus Plauen erzählte, dass er unseren Frank kennt und am 08.08. zur Demo nach Plauen fahren will.

BESONDERE MOMENTE – 59

Außerdem kam eine Familie aus Zittau vorbei, die Jens und Anja kannte, weil sie vor einigen Monaten dort gewesen waren. Der Mann hatte ein Foto von Anja in ihrer orangenen Jacke als Profilbild für sich bei Telegram.