Rostock – Was wäre in Deutschland alles möglich, wenn …

Mecklenburg Vorpommern, Rostock, Warnemünde, wirkstarker Tag

hro

… wenn es 1.000 Städte und Ort gäbe, welche ganz einfach so wie in Rostock,
* regelmäßig
* im öffentlichen Alltag unserer Mitmenschen
* einladend und kontrovers zugleich
* OHNE jegliche weltanschauliche, religiöse oder politisch-ideologische Symbolik

mit unseren Mitmenschen ins Gespräch kommen würden?

Was für ein beeindruckender Tag:

Ja, in Rostock haben wir ganz sicher schon mehrere Dutzend solcher Friedens-, Demokratie- und Dialog-Anlaufpunkte umgesetzt. Und dennoch war diesmal etwas anders.

Es war wohl das bisher stärkste, das wohl realistischste Bild dessen, was und wie wir uns diese Anlaufpunkte des Friedens im Alltag der Menschen vorstellen.
Jede Menge Menschen, jede Menge
* mit Meinungen, Fragen, dem eigenen subjektiven Wissen …
* mit Rede-, aber auch Zuhörbedarf,
* die auch mit- bzw. untereinander redeten, zuhörten, diskutieren, nachdachten

Und das fast die ganze Zeit. So intensiv, so wirkstark, so richtig, so notwendig und so einen Bedarf an genau diesem Gesprächs-, Mitdenk- und Zuhörangebot haben wir wohl noch nie so intensiv wahrgenommen, wie an diesem Tag.

So viele Gespräche mit unseren – gern auch andersdenkenden – Mitmenschen! Letztlich also auch etwas, was wir uns die letzten Jahre eigentlich immer gewünscht haben: die anderen Menschen, die Mitmenschen außerhalb unserer Blasen zu erreichen. Nicht wie auf vielen Demos belehrend von innen nach außen wirkend (hoffend, dass viele Menschen uns von außerhalb zuhören, wenn wir uns in unserem geschlossenen Kreis das erzählen, was wir eigentlich schon wissen, oder jeder selbst die Woche schon mehrfach gelesen hat), sondern einladend an unsere Mitmenschen, mit uns ins Gespräch zu kommen, ihnen freundliche und Mut machend die Hand zu reichen.

Und natürlich hinterlässt es einen besonderen Eindruck (mit Worten kaum zu beschreiben), wenn die Menschen beidseits der Friedens- und Demokratieanlaufpunkte feststellen: WIR alle haben die gleichen Sorgen, Nöte und Ängste.

Und weil es unsererseits eben keine Schilder, Fahnen, Parolen, Losungen, keine Vorwürfe, keine Belehrungen an die Andersdenkenden gab (was und wie die zu denken haben), weil wir nicht irgendwo am Rand „störend“ demonstriert haben, sind die Menschen zu uns an unsere Friedens- und Demokratieanlaufpunkte gekommen. Wir waren ansprechbar – einfach so. Und gemessen an der Vielzahl auch langer Gespräche, war auch die Zahl der Friedensstimmen mit nahe 200 wirklich beeindruckend. Sie ergab sich quasi nebenbei.

Beeindruckend auch die Anzahl derjenigen, die nicht in allem mit uns übereinstimmten, und im Ergebnis unserer Gespräche dann doch unterschrieben haben.

Und wenn Du am Ende nur zwei, drei oder vier Fotos machen konntest, weil immer etwas am Friedenstisch los war, die ganze Zeit, dann, ja dann fühlst Du auch:
Wir haben heute etwas sehr richtig gemacht. Es war wirklich wichtig, dass WIR heute hier gestanden haben und der Frieden mit und durch uns Gesicht(er) und Stimme(n) hatte. Mitunter haben wir auch die Friedensmusik aus gemacht, weil es so viele Gespräche am Stand gab – lange Rede, kurzer Sinn:

Das, genau das wünsche wir allen Mitstreitern.
Das Erleben genau dieser Momente wünschen wir allen mitengagierten Friedensmenschen. Diese Momente, diese Eindrücke, diese Erlebnisse kann Dir, mir und uns niemand bezahlen, mit keinem Geld der Welt.

Es wird halt aber eben langfristig so sein:
eine Grundbedingung für das Erleben solcher Momente ist, dass wir unsere Mitmenschen zu uns einladen, auch in unserer ideologiefreien Optik.
Ein Tisch, ein paar Kartons mit den Forderungen, dazu etwas Friedensmusik und eine menschlich ruhige Ansprache … das reicht. Mehr braucht es nicht.
Es geht nicht darum, UNSER Wissen kundzutun. Das kennen die Menschen doch aus Ihrem Alltag überall.

Und je mehr es diese Bewegung selbst schafft, dies zu erkennen, zu fühlen, zu verstehen, zu akzeptieren und selbst zu leben (vorzuleben), um so erfolgreicher wird diese neue Friedenswelle liebevoll und menschlich ganz Deutschland umarmen …

Friedensengagement wieder mitten in der Rostocker Innenstadt

Mecklenburg Vorpommern, Rostock

11. JULI 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN

hro

Tolles Wetter. Wieder eigentlich bester Sonnenschein in Rostock. Viel „Action“ in der City. Und dennoch – nicht jeder sonnige Samstag ist in Rostock gleich. Irgednwie schien die Luft und die Atmosphäre in der City drückend, beklemmend und – wodurch auch immer – belastet.

Ja, es gab wieder sehr gute Gespräche, natürlich auch uns widersprechende Gedankenaustausche und wieder viel, sehr viel Zuspruch. Nur erreichen wir manchmal die Menchen in einer wirklich guten Atmosphäre viel leichter, also wenn man es schon optisch sehen kann, dass sich die Menschen erholsam und Langsamkeit suchend, im Flair des größten Rostocker Fußgängerboulevards bewegen.

Es war dieses Mal nicht wirklich so wahrzunehmen.

Am Wichtigsten aber:
Ja, durch uns und unsere mittlerweile ja bundesweit sichtbare Friedensaktion der Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsenen und Jugendlichen bekommt der Frieden, bekommen die Ideen von Diplomatie und Völkerfreundschaft in ganz Deutschland Gesichter und Stimmen. WIR alle gemeinsam bringen die klare Forderung nach Frieden und Diplomatie auf die Plätze und in die Wohngebiete in unserem Land. Uns so bringen wir auch immer mehr Menschen mit unserer orangenen Friedensbotschaft ins Nach- und ggf. auch Neudenken, am Ende vielleicht sogar ausreichend ins eigene aktive Handeln.

Klares Ziel:
Wir wollen nicht die dritte Generation in der jüngsten deutschen Geschichte sein, die versagt, weil zu viele Menschen schweigen.

Wer schweigt stimmt zu.
Das gleiche gilt aber leider auch für die Menschen, die aus Angst oder was auch immer, den politischen und medialen „Kriegsnarrativen“ folgen. Es betrifft aber auch die Mitmenschen, welche desinteressiert vorbei laufen, welche sich gar nicht für die aktuell schwierige Situation interessieren, welche wegschauen oder in ihrer gewohnten Passivität verharren.

Wir wissen: Es bedarf des gemeinsamen Handelns aller Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsenen und Jugendlichen – FÜR DEN FRIEDEN.
Und genau dazu leistet diese neue Friedensinitiative seit einem Jahr einen wirklich großen aktiven Beitrag.

Friedensaktivitäten aus Hamburg

Daniele Ganser, Friedensreise, Hamburg, Jens Fischer-Rodrian, Major a.D. Pfaff, Motschmann, Rostock, Tno Eisbrenner

MAI, JUNI 2026
HAMBURG
verschiedene Friedensaktionen

Hamburg

Hamburg sammel immer wieder:
bei Daniele Ganser, bei einer Mahnwache, beim Friedenskonzert von Jens Fischer-Rodrian und Tino Eisbrenner, bei einer Demo zum 85. Jahrestag des Angriffs auf die Sowjetunion und am 2.7. bei der Friedensreise in Hamburg.

* Am Rande des Vortrages von Daniele Ganser in Hamburg.

* Konzert ELF (Eisbrenner, Lüül, Fischer Rodrian) ~ Freiheits~ & Friedens-Konzerte

* Und schließlich in Hamburg anlässlich der Friedensreise von Major a.D. Florian Pfaff und Alexandra Motschmann.

Ja, danach sind die beiden nach Rostock gekommen und haben von Hamburg geschwärmt.
Aber auch wir hatten mit 1.000.000 Stimmen für den Frieden eine unserer lebendigsten Erfahrungen in Hamburg, genau am gleichen Ort in Altona am Mercado.

Verein für politische Bildung – Gastrede von Jens aus Rostock

Mecklenburg Vorpommern, Neuer Markt, Rostock, Verein für politische Bildung

hro

Info des „Vereins für Politische Bildung„:

Die Organisation von „1.000.000 Million Stimmen für den Frieden“ kamen auch zu Wort!

In den ersten gut 15 min. könnt Ihr die Gastrede von Jens aus Rostock auf der Veranstaltung des Vereins auf dem NEUEN MARKT in Rostock hören.
Wir stehen für Frieden!
Wir sind auf Sommertour!

Dein Land braucht DICH!
Wir brauchen DICH!
Jeder kann den Beitrag teilen!

Wir sind auf Sommertour!
Der NGO Komplex geht an unsere Kinder!
Es ist an der Zeit das wir ein Gegengewicht aufbauen!

Rostock – Aktion 3 am 08. Juli 2026

Gewerkschaft, Mecklenburg Vorpommern, Rostock

08. JULI 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN
Aktion 3 – Sichtbarkeit am Rande der Gewerkschaftsdemo

HRO 3

Rostock, Nachmittags – Aktion 3
… die Gewerkschaft demonstriert LAUT und voller Symbolik, eine Masse an Symbolik, Fahnen, Fahnen und nochmals Fahnen …
Unser immer wiederkehrende Frage ist doch, wenn die Menschen im Alltag so etwas sehen:
Was davon war einladend an die Mitmenschen, also die, die nicht wussten, worum es ging?
Warum neben dem „Verstecken“ der Menschen hinter ihrer gewählten Symbolik, ein so lautes und druckvolles Auftreten?

Quasi läuft doch eine Wand von Fahnen durch die Rostocker City und dies Wand brüllt auch noch. Und – ja eine These – wenn wir uns jetzt die Reden und die Ansprachen anhören würden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass doch auch in diesen Auftritten wohl eine Art „Gewaltsprache“ zu finden ist. Was meint der Autor (J.K.) damit?
„Wir MÜSSEN GEGEN jemanden KÄMPFEN“

Und genau dieses Denken, dieses Handeln finden wir – weil wohl insgeheim so gewollt – in ganz vielen Bereichen der Gesellschaft.

Fühlt aber mallin Euch hinein:
Was fühlst Du, ja DU persönlkich, wenn Du weißt, dass „Jemand“ GEGEN DICH KÄMPFEN MUSS? Fühlst Du Liebe, Licht, Freude, Frohsinn … Ganz sicher nicht. Beschriebe, was Du fühlst: Druck, Unbehagen, Angst, den Wunsch, refelxartig diesen Bereich zu verlassen, Unverständnis, Distanz …
Und das soll gut und erfolgreich sein? Wenn erreichen aber die Teilnehmer wirklich? Den Bundeskanzler, die Ministerpräsidentin, Abgeordnete irgendwelcher politischer ebenen?

Nein, wohl nicht. Es ist einfach eine „notwendige Aktion“, die seit Jahrzehnten durchzuführen ist, wenn es um Sozialabbau geht.
Und das ist schon sehr lange, auch in der besten Demokratie die Deutschland je hatte. Wie könnte es sonst sein, dass ein Udo Jürgens schon Ende der 1960-er Jahre von gesellschaftlichen erscheinungen und Problemen sang, als wäre es ein ganz aktuelles Lied? Will heißen: die grundsätzlichen Entwicklungen und Gesellschaftsprozesse laufen doch seit Jahrzehnten? es hat sich – vom WESEN her – nichts geändert, oder?

Hört es euch gern mal an: Udo Jürgens und „Lieb Vaterland“


Aus dieser Sackgassen-Logik gilt es menschlich, zugewandt und friedlich heraus zu kommen.
Es waren also Gewerkschafter, Gewerkschaftsfuntionäre, vielleicht auch ein paar Arbeiter vor Ort. Sie kamen aus MV, um FÜR SICH zu demonstrieren. Nicht für alle Menschen, nicht übergreifend mit allen Menschen und ja – SEHR TRAURIG – auch nicht für den Frieden. Der direkte Zusammmenhang zwischen Kriegstüchtigkeit, Kriegswirtschaft, Aufrüstung, Mlitarisierung und dem hierzu OBJEKTIV notwendigen oder objektiv folgenden Sozialabbau wurde wohl nicht wirklich hergestellt.

Ist es denn überhaupt objektiv möglich, einen Sozialabbau zu verhindern, wenn der ganz Staat sich auf einen Krieg vorbereitet, sich die Aufrüstungsspirale immer schneller dreht? Woher soll denn das eh nicht vorhandene Geld dafür kommen?

Gewerkschaften haben doch auch eine lange und umfangreiche Geschichte. Darf „man“ hier die Frage stellen: Haben die aus der oder ihrer Geschichte nichts gelernt?

War es also nur ein Tag der Symbolik, des Aktionismus? Was machen jetzt alle Gewerkschafter oder Anwesende ab dem Tag nach der Demo jetzt bei sich konkret vor Ort?
War es nur letztlich nicht nur eine Kanalisierung des ja offen wachsenden Unmutes der Beschäftigten?

Ihr seht, Fragen über Fragen. Und was wäre denn, wenn sich ALLE Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendlich zusammentun, sich zusammenschließen (über alles ideologisch, weltanschaulich, politisch und religiös Trennende hinweg), ins gemeinsame Handeln kommen: zuerst für den Frieden, dann für eine wirkliche Presse- und Meinungsfreiheit, dann für die Interessen der Kinder und Jugendlichen, dann für die Altforderen, dann für alle Arbeitenden, dann für Bildung, ein wirklich funktionierendes Gesundheitswesen, dann für ein Lebenswerk-achtende Renten, dann auch für ein friedliches und respektvolles Miteinander aller Menschen, Völker und Nationen usw.

Rostock – Aktion 2 am 08. Juli 2026

Mecklenburg Vorpommern, Rostock, Tobi, Verein für politische Bildung

08 JULI 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN
Aktion 2 an diesem Tag

Rostock 2

Der „Verein für Politische Bildung, Frieden, Freiheit und Demokratie e. V.“ gastierte auf seiner deutschlandreise in Rostock, auf dem Neuen Markt. Der Verein ist ein Zusammenschluss von engagierten, demokratisch denkenden Menschen, die überzeugt sind: Eine funktionierende Demokratie braucht informierte Bürger.

Wir erfuhren zwar esrt kurzfristig davon, waren ja aber am Vormittag sowieso vor Ort. Und so bleiben wir auch über Mittag und dann bis in den späten Nachmittag. Es gab ja noch eine Gewerkschaftsdem GEGEN Sozialabbau (s. Extra-Bericht).

Ja, auch wir von unserer neuen Friedensinitiative halten POLITISCHE Bildung für immens wichtig. Deswegen haben wir Tobi und sein Team vor Ort unterstützt. Wer mehr wissen will, kann sich z.B. hier informieren, auch zur Veranstaltung in Rostock:
Link 1
Link 2
Infos zum Verein selbst.

Rostock – Aktion 1 am 08. Juli 2026

BSW, mayor of peace, Mecklenburg Vorpommern, Rostock

08. JULI 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN
Aktion 1 an diesem Tag – „Mayors of Peace“

Rostock 1

Aus der Presseinfo des Rathauses hieß es:

Rostock beteiligt sich auch in diesem Jahr am internationalen Flaggentag des Städtebündnisses „Mayors for Peace“. Am 8. Juli 2026 wird um 9 Uhr vor dem Rathausanbau am Neuen Markt die Flagge des weltweiten Netzwerks der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden gehisst – als sichtbares Zeichen für nukleare Abrüstung, gegen Krieg und für ein friedliches Zusammenleben der Menschen weltweit.

Ja, sehr schön, dass es in diesem Jahr (anders als im Vorjahr) eine Art Zeremonie, ein öffentliches Hissen eben dieser symbolischen Fahne gab. Nur eben war es kein großer, offizieller und gut besuchter Termin.

War oder ist es nur eine nicht wirklich ernst gemeinte Symbolik? Will man etwas symbolisch nach außen demonstrieren, was man aber durch nicht durch wirklich wirkstarke Maßnahmen im realen Alltag der Stadt umsetzen kann/will? Ist es insofern bedenklich, wenn es die Stadt Rostock gerade so schafft, dem 8. Mai 1945 (Tag der Kapitulation Nazideutschlands) zu gedenken, nicht aber dem 75. Jahrestag des Überfalls Nazideutschlands auf die (damalige) Sowjetunion?
Schauen wir auf die „Fahnengalerie“ am Rostocker Rathaus: wir sehen an diesem Tag mindestens 3 Regenbogenfahnen, zwei Fahne der Warnemünder Woche und nur eine Fahne der weltweiten Aktion „major of peace“ von wohl mittlerweile 600 Städten, wo sich die (Ober)Bürgermeister an dieser Aktion beteiligen. Welche Aussage trifft dies?

Und so blieb irgendwie nur der Eindruck: Alles vor Ort hatte sehr, sehr viel mit Symbolik zu tun, auch bei den wenigen Gästen, die vor Ort waren. Weltanschauungsbanner, Parteifahnen und letztlich wohl nur unsere Initiative, welche – bedingt durch den Namen – mit dem Wort Frieden einen direkten Bezug, eine direkte Unterstützung der Initiative der Bürgermeister signalisierte. Bei denen steht es auch im Namen: PEACE.

Dem BSW anzurechnen: auf ihren Parteifahnen war auch eine fliegende Friedenstaube zu sehen. Den Autor (J.K.) stimmt es aber schon etwas nachdenklich, wenn wohl alle Unterstützer oder Parteimitglieder nach der kurzen Zeremonie verschwunden sind, obwohl wir unseren Friedens- und Demokratieanlaufpunkt (mit Lautsprecher und Mikro) nur 15 Meter entfernt aufgeschlagen hatten. Eine Stunde Unterstützung, eine Stunde gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit für den Frieden wäre doch super gewesen, oder?

Wie wollen wir denn die ängstlichen, unsicheren oder desinteressierten Menschen für ein bundesweites Friedensengagement motivieren, wenn wir mit ihnen nicht wirklich regelmäßig, im öffentlichen Alltag ins Gespräch kommen? Hier wird noch von vielen Seiten zu viel an Möglichkeiten und Potential nicht genutzt.

Rostock: Zwei Friedenstauben (Initiativen) gleichzeitig, in Kooperation

Australien, Friedensbündnis Norddeutschland, Major a.D. Pfaff, Mecklenburg Vorpommern, Motschmann, Rostock

03. JULI 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN

HRO

Zwei Friedenstische – nicht in Konkurrenz, sondern in Kooperation.

Gestern hatten wir in Rostock Besuch von Major a. D. Florian Pfaff und Alexandra Motschmann aus München . Die beiden sind mit einem offenen Mikrofon auf Friedensreise durch verschiedene Städte unterwegs. HIER findet Ihr ein Mitschnitt der Veranstaltung.

Das war eine schöne Kooperation und ein ganz offenes, herzliches Miteinander. Es war ein wunderbarer und unglaublich lebendiger Tag.
Vorallem hatte das Thema Frieden (Nein zur Kriegstüchtigkeitspolitik!) an diesem Tag große öffentliche Aufmerksamkeit in unserer Innenstadt.

Einen lieben Dank an Florian Pfaff und Alexandra Motschmann, an Kerstin und Alexandra aus Güstrow, an Ines aus Rostock vom FB Norddeutschland und an Robert aus Rostock.

Ergänzungen:
Es war ein ordentliches Gewusel in der Stadt – und mitten in diesem Gewusel stand unser Tisch für den Frieden.

Unter anderem war ein Paar aus Australien an unserem Tisch (die Frau hatte ostdeutsche Wurzeln), das sogar die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung kannte.

Ich kann einfach nur jedem sagen, der das noch nie gemacht hat: Unsere Gespräche an unseren Friedens- und Demokratiepunkten sind in ihrer Wertigkeit, Bedeutung und Wichtigkeit in Worten gar nicht zu beschreiben. Es ist ein bereicherndes Gefühl von Sinnhaftigkeit und Verbindung. Denn es geht nicht darum, als Gewinner aus einem Gespräch hervorzugehen, sondern beim Gegenüber Fragen und Widersprüche auszulösen.

Immer öfter ergibt sich folgender Dialog:
„Sind Sie etwa Pazifist?“
„Was genau verstehen Sie denn darunter?“
„Na, wollen Sie sich denn gar nicht verteidigen können, wenn wir angegriffen werden?“

Und genau hier beginnt die Friedensarbeit: Eben nicht sofort zu kontern, sondern selbst Fragen zu stellen:
„Wer sollte uns denn konkret angreifen?“, „Warum sollte Russland einen Krieg gegen ein militärisch weit überlegenes NATO-Bündnis beginnen?“, „Welche Rolle sollte denn Diplomatie spielen?“, „Nehmen Sie diplomatische Bemühungen unserer Politik wahr?“

Wer Antworten formulieren muss, stößt oft ganz von allein auf Zweifel und Widersprüche. Das geht uns selbst ja auch so.

Danke für diesen Medienbericht an die „Ostdeutsche Allgemeine“

Graal-Müritz, Mecklenburg Vorpommern, Ostdeutsche Allgemeine, Rostock

OA

Sehr schön und ja, ganz lieben Dank für die doch sehr gute Würdigung dessen, was wir Friedensmenschen so machen. Nachfolgen Textpassagen auszugsweise …

Strandpromenade in Graal-Müritz: Schwitzen für den Frieden
Krieg und Frieden

Strandpromenade in Graal-Müritz: Schwitzen für den Frieden
„1.000.000 Stimmen für den Frieden“ an einer Strandpromenade an der Ostsee: Was genau wollen die Aktivisten eigentlich?

Foto von Autor/Autorin: P….. D…..
P….. D……
30.06.2026, 13:04 Uhr

Schwitzen für den Frieden: In Graal-Müritz haben sich am vergangenen Wochenende Friedensaktivisten des Bündnisses „1.000.000 Stimmen für den Frieden“ direkt an der Strandpromenade aufgebaut. Bei hochsommerlichen Temperaturen hielten die Aktivisten flammende Reden unter anderem gegen die steigende Militarisierung, gegen die Wehrpflicht und gegen die vielbeschworene „Kriegstüchtigkeit“.

Der Stand der Kriegsgegner zog das Interesse vieler Menschen an, ständig kamen neue Interessierte hinzu. Auch Kritiker sprachen mit der Gruppe – mit anderer Meinung zwar, aber respektvoll und auf Augenhöhe. Was man denn machen solle, wenn morgen der Feind vor der Tür stehe, da brauche man doch Militär und ein „wehrfähiges Deutschland“, hieß es etwa von einem Mann im Rentenalter. Wer dieser Feind denn sein solle? Die Antwort: „Na der Russe natürlich.“

„Will meine Söhne nicht verlieren“
Ein Vielzahl der Menschen, die an dem Stand an der Straße „Zur Seebrücke“ mit den Aktivisten ins Gespräch kamen, unterstützten die Initiative hingegen ausdrücklich. So sagt eine junge Frau der Ostdeutschen Allgemeinen auf die Frage, weshalb sie die Forderungen der Initiative unterstütze: „Das ist ganz einfach: Ich habe zwei Söhne. Und ich will keinen von beiden auf irgendeinem Schlachtfeld verlieren.“

Unter dem Sonar: Rostock entwickelt sich fast unbemerkt zu einem der wichtigsten deutschen Militärstandorte.

Die Friedensgruppe selbst teilt (Anm. von J.K.: im Text ihrer Initiative) mit:
„Waffen töten Menschen. Jeder Krieg bringt unermessliches menschliches Leid und Zerstörung. Krieg ist immer die Fortsetzung einer falschen Politik mit gewaltsamen Mitteln.“ Und weiter: „Im Bewusstsein um unsere heutige Verantwortung für eine friedliche Zukunft für unsere Kinder und Enkelkinder, für das Überleben der Menschheit sowie für den Erhalt unseres Planeten Erde fordern WIR, die unterzeichnenden Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsenen und Jugendlichen, als Teil des Souveräns, den deutschen Bundestag und die Bundesregierung auf, alles zu tun, damit Deutschland das Friedens –und Diplomatie-Land Nummer 1 auf dieser Welt wird.“ Hierzu fordere man „in einem ersten Schritt die sofortige Umsetzung folgender Forderungen bzw. eine Volksabstimmung darüber“.

Was wollen die Friedenskämpfer?

Um diese Forderungen geht es konkret:
Keine Lieferung von Geld, Waffen und Rüstungsgütern in Kriegs- und Krisengebiete.
Ein Verzicht auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland.
Keine Stationierung neuer und atomarer Mittelstreckenraketen in Deutschland. Alle Atomwaffen raus aus Deutschland.
Ein Verbot von Kriegsrhetorik und Kriegspropaganda in allen Presse- und Medienorganen, besonders aber in den „Öffentlich-Rechtlichen Medien“. Deutschland muss nicht „kriegstüchtig“ werden!
Ein klares Nein zu einer schuldenbasierten Aufrüstung und Kriegs- wirtschaft in unserem Land.
Keine Agitations-, Präsentations- und Werbearbeit der Bundeswehr an unseren Schulen.

Man wolle „mit allen Völkern und Menschen in Europa und der Welt friedlich zusammenleben“. Nie wieder dürfe „von deutschem Boden ein Krieg ausgehen, egal ob direkt, indirekt oder als Bündnispartner. Wir wehren den Anfängen.“

Den kompletten Bericht (leider hinter einer Bezahlschranke) findet Ihr HIER.

Uni im Rathaus – Gut gedacht, aber …

Mecklenburg Vorpommern, Milgram-Experiment, Rostock, Uni im Rathaus

23. JUNI 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VOPOMMERN
Uni im Rathaus

uni

Mmmhhh. Was kann, was soll man hierzu schreiben? Wie könnte man es zusammenfassen? Vielleicht so: Gut gedacht, aber nicht wirklich gut gemacht.

Natürlich waren die Initiatoren dieser Friedensinitiative vor Ort, ist es doch ein wesentliches Charakteristika unser Initiative, dass wir den Kontakt zu unseren Mitmenschen suchen, also sichtbar, kritisch, aber auch nahbar sind.

Gut war, dass es eine solche Veranstaltung gab. Aber keiner der drei Professor:innen thematisierte, dass es doch eigentlich schlimm ist, das es in Deutschland mit seiner besten Demokratie, die es je hatte, Bedarf oder eine Notwendigkeit für solche „Veranstaltungen“ gibt.

Positiv, dass es doch einen großen Raum für Meinungsäußerungen gab. Kritisch anzumerken, dass allein durch die (relativ kurzen) Beiträge der Professor:innen einen ganzen und wohl auch viel zu theoretischen „Blumenstrauß“ an Gedanken, Ideen und Theorien gab. Mitunter wurden Online-Befragungen als Grundlage für Erhebungen genutz. Wobei doch wohl jeder weiß, dass es etwas anderes ist, wenn ich Menschen persönlich und dennoch anonym befrage, mit ihnen spreche, oder sie in einer „anonymen“ Umfrage teilnehmen. Wer sagt hier schon wirklich seine private Meinung offen und ehrlich?

Ja, alle sprachen sich für Meinungsfreiheit aus, aber auch sehr dafür, dass eben nicht jede Meinung angehört oder zugelassen werden muss. Auf die Gedanken der Menschen, welche die Meinungsfreiheit „Unserer Demokratie“ in den letzten sechs Jahren persönlich erlebt haben, wurde nicht wirklich interessiert, nachfragend oder Brücken bauend eingegangen. Dies hier weiter auszuführen, würde den umfang des Artikels sprengen, weil eben ja auch die meisten Leser nicht vor Ort waren. Auf bestimmte Teile von Fragen wurde nicht oder sehr oberflächlich und „imaginär“ eingegangen.

Letztlich lässt es sich kritisch oder auch am besten wieder im Bild von „Romeo und Julia“ zusammenfassen:
Der Mensch, welcher Romeo in diesem Theaterstück spielt, ist im realen Leben nicht Romeo, sondern heißt vielleicht Thomas Schmidt. Er ist Schauspieler. Und so spielt er auf der Bühne eben dann auch nicht Thomas Schmidt, sondern den Romeo. Auf der Bühne ist er eben der Romeo. Er schlüft in die Maske oder das Kostüm des Romeos.

Und ja, so standen die drei Professor:innen auch auf einer Bühne. Und jede/r befand sich in der „Schauspieler-Rolle“ seines/seiner „Prof.Dr. für …“. Und an diesem Abend mussten sie halt in der Rolle eines/r Prof. Dr. performen.

Wirklich Kritisches an der aktuellen Politik, den Medien, den Gefahren einer Brandmauer-Politik, des Kontaktschuld-Narrativs, einer Cancel-Culture, des Umgangs von Menschen in Funktionen oder Verantwortung mit anderen Menschen wurde nicht wirklich offen und allseitig betrachtet.

Und so war es dann wohl doch auch ein Abend der Spaltung, des Rechthabens, des Stigmatisierens und auch des nicht wirklichen Beantwortens der durchaus berechtigten und auch kritischen Fragen. So – meine (J.K.) These, wird eine respektvolle, neugierige, beidseitig interessierende Diskussion – als Grundlage für einen gemeinsam empathischen Weges in die Zukunft – niemals möglich sein.

Die „Schauspieler“ auf der Bühne haben es durch Ihr „Spiel“ auf der Bühne eigentlich irgendwie verunmöglicht.

Und ja, hier scheint auch wieder der Verweis auf das Milgram-Experiment angebracht. Schaut es euch an. Der normale Mensch vertraut oder unterwirft sich den Anweisungen/Entscheidungen von „Menschen im weißen Kittel“. Und genau diese „Experten“, „Ranghöheren“, „Vorgesetzten“ sind es doch, welche (mehr oder weniger angepasst) die Dinge nach unten umsetzen, die „von oben“ kommen. Und gerade in diesem kurzen Film sind die Aussagen Augen öffnend, was es braucht, um eine Diktatur zu errichten. Es braucht nur zwei Drittel …. ZWEI DRITTEL von was? Schaut es Euch einfach selbst an, dann wiss Ihr es.