Weltfriedenstag 9: Aktion eins in Rostock

Antikriegstag, BSW, Güstrow, Mecklenburg Vorpommern, Rostock

01. SEPTEMBER 2026
ROSTOCK, MECKLENBURG-VORPOMMERN

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Weltfriedenstag/Antikriegstag in Rostock

Standort 1: Brunnen der Lebensfreude 🕊

Das Besondere an Rostock, was uns wahrscheinlich von vielen anderen Aktionen/Städten unterscheidet:
Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, eine Demonstration „für uns“ zu machen oder einen symbolischen Ort zu wählen. Ja, die Hanse-Kaserne (u.a. das Marinekommando der Bundeswehr) wäre ein symbolisch richtiger Ort gewesen … allerdings ohne eine wirklich große Sichtbarkeit im öffentlichen Lebensraum der Menschen. Dort ist ja quasi das Volk NICHT unterwegs. Dort erreichen wir eben unsere Mitmenschen nicht.

Demonstrationen im öffentlichen Lebensalltag der Menschen sind hier definitiv sicht- und wirkungsvoller und somit viel, viel wichtiger, als irgendeine Symbolik „für uns“. Dies entspricht auch eher unserem Konzept, einladend und ansprechbar für unsere Mitmenschen zu agieren. Für den Frieden braucht es die Verbindung aller Menschen als Menschen, als Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendliche. Wir sorgen dafür, dass das Thema Frieden und Verhinderung eines europäischen militärischen Flächenbrandes im realen Leben Gesichter und Stimmen bekommt. Sie nehmen uns wahr, sie nehmen das Thema wahr – das ist gut und richtig. Und zunehmend entstehen daraus Gespräche oder eine Verbindung.

Aus allen Erfahrungen der letzten sechs Jahre haben wir uns deshalb von Beginn an dafür entschieden, unseren Wirkungskreis zu öffnen. Nicht darauf zu warten, dass Menschen zu uns kommen, sondern ihnen mitten in ihrer Stadt zu begegnen.

Wir haben an 4 Orten in unserer Innenstadt unsere Friedens- und Demokratieanlaufpunkte aufgebaut. Und – Menschen verschiedenster politisch-ideologischer Anschauungen haben hier und heute in Rostock für den Frieden zusammen gewirkt. Genau so – und wahrscheinlich nur so – kann in Deutschland erfolgreich das Ziel umgesetzt werden: GEMEINSAM FÜR den Frieden, auf Grundlage und im klaren Bewusstsein, alles politisch- ideologisch, weltanschaulich und religiös Trennende wegzulassen.

Lieben Dank an Kerstin und Marisa (1.000.000 Stimmen für den Frieden-Güstrow) und Brigitte (BSW Rostock) die diesen Tisch gerockt haben.

Güstrow – Peter Hahne – Anthony Lee – Tausende Menschen

Anthony Lee, Güstrow, Mecklenburg Vorpommern, Montagsdemos, Peter Hahne

26. AUGUST 2026
GÜSTROW / MECKLENBURG-VORPOMMERN

gü

Gestern haben wir unseren Friedenstisch in Güstrow aufgebaut – im Gewerbegebiet, wo die Veranstaltung mit Peter Hahne und Anthony Lee stattfand.

Laut einem Bericht des Nordkuriers waren dort etwa 2.000 bis 3.000 Menschen vor Ort. Wir denken, es waren mehr. Gesprochen wird von bis zu 5.000 Menschen, aus ganz MV, aber auch vielen anderen Teilen Deutschlands.

Es war ein sehr lebendiger und schöner Tag. Die Bedingungen waren zunächst etwas schwierig, weil es de facto kaum eine Möglichkeit gab, unseren Tisch aufzustellen, ohne den Fußgänger- oder Straßenverkehr zu behindern.

BESONDERE MOMENTE – 70

Aber Kerstin hat eine passende Fläche gefunden und sie kurzerhand selbst gemäht. Dafür hat sie sogar von Reitsport Manski vor Ort einen Rasenmäher ausgeliehen bekommen.

Von einigen der Veranstaltern/Orgas wurden wir etwas misstrauisch behandelt. Das kennen wir ja aber schon – aus unserer kommunalen Politik. Bewusst hatte man entschieden, dass wir aus persönlichen Befindlichkeiten heraus keinen Friedenstisch auf dem Gelände aufstellen durften. Alles gut. Nur ist das nicht vom Wesen her das Gleiche, was der ADAC mit den Veranstaltern gemacht hat, als man ihnen kurzfristige das vertraglich gebuchte Speedway-Stadion kündigte? Die Veranstalter wurden aus fadenscheinlichen Gründen ausgeschlossen. Und dann tun sie selbst nicht anderes, oder? Sie schließen eine bundesweite Friedeninitiative aus … aus rein privat persönlichen „Überwerfungsgründen“.

Umso schöner war es, wie herzlich wir von den Besuchern der Veranstaltung vor dem Veranstaltungsgelände empfangen wurden.

Im Vorfeld wurde der eigentliche Veranstaltungsort mit Peter Hahne und Anthony Lee ja durch politischen Druck verhindert. Deshalb musste alles sehr kurzfristig an einen neuen Ort verlegt werden. Einige Besucher erzählten uns, dass sie nun gerade deshalb angereist seien. Sie kamen aus Hamburg, Lübeck, Bremen, Hannover und sogar aus Hessen.

Besonders schön ist es natürlich immer, „alte“ Mitstreiter zu treffen – wie Anna aus Gnoien oder Peter und Rainer aus Teterow. Und auch die vielen Menschen, die uns von der Rostocker Montagsdemo kennen und sich gefreut haben, uns wiederzusehen. Angela hat uns sogar einen Teller mit Köstlichkeiten vorbeigebracht.

Ein riesengroßes Dankeschön an Kerstin, die mit viel Charme und Engagement vor Ort alles organisiert und gemanagt hat. Danke auch an Marisa, Akhila aus Güstrow, Frank aus Laage und Ingrid von den Rotfüchsen Güstrow.

Es war ein Tag, der richtig Freude gemacht hat.

Güstrow könnte als Beispiel für viele Orte dienen

Güstrow, Mecklenburg Vorpommern, Schweriner Volkzeitung

30. JULI 2026
GÜSTROW / MECKLENBURG-VORPOMMERN

gü

11. Friedensmahnwache in Güstrow – bei 36 Grad

Trotz der großen Hitze hatten wir gute Gespräche. Inzwischen kommen immer mehr Güstrower an unseren Stand, um sich mit uns zu vernetzen, ihre Mitarbeit anzubieten oder einfach mit uns ins Gespräch zu kommen.

Das ist alles etwas, das wir uns vor einem Jahr so noch nicht vorgestellt hätten.

Es entwickelt sich – wenn auch in kleinen Schritten. Ein großes Dankeschön für diese Kontinuität an alle, die jedes Mal wieder mit dabei sind: Thomas und Marisa, Alexandra und Frank, an Atze, der uns musikalisch unterstützt, und an Manne von der Montagsdemo Güstrow.

Und cool, dass die Schweriner Volkszeitung unseren Termin angekündigt hat.

Kerstin

Güstrow – manche Sachen kannste Dir nicht ausdenken …

Amtsmissbrauch, Bürgermeister, Güstrow, Mecklenburg Vorpommern

25. JUNI 2026
Güstrow / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Güstrow

Gedanken und Anmerkungen zu einem feedback von vor Ort:

Gestern war gefühlt nicht unser Tag .
Ich kam als erste an unseren Versammlungsort und musste registrieren, dass die SPD auf unserer behördlich bestätigten Versammlungsflächestand, diese also in „Besitz“ genommen hatte und schon mal Wahlkampf machte .
Der Landtagsabgeordnete Herr La Cunha war persönlich vor Ort. Begleitet durch den Bürgermeister der Stadt Güstrow, der gleich meinte, er hätte als Bürgermeister das Recht der SPD diesen Platz einzuräumen und wir hätten ja nur eine Genehmigung des Landkreises.

Soweit so gut. Als Bürgermeister einer Stadt hat er wohl das Recht, in bestimmten Fällen dies auch gegen die Entscheidungen der Behörden des Landkreises anzuordnen. Waren aber die Voaraussetzungen hierfür gegeben?
Dagegenspricht, dass es als BM einer Stadt zu politischer Neutralität verpflichtet ist und in seiner Verwaltungsfunktion eigentlich niemanden bevor- oder benachteiligen darf. Hier scheint also jemand dann doch seine persönlichen weltanschaulichen oder politischen Präferenzen über die Stellenbeschreibung seiner Verwaltungsaufgabe gestellt zu haben. Nennt man das dann schon „Amts- oder Machtmissbrauch“?

Soweit so (un)gut. Das eigentlich Bedenklich kommt jetzt:
Er meinte auch: Und ausserdem sollten wir uns doch lieber einen Platz auf dem Roten Platz bei Herrn Putin suchen – denn der wäre ja schließlich der Agressor !

Und dazu ganz erwachsen und emotionslos:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, hier haben Sie persönlich Grenzen überschritten und ganz offensichtlich wohl auch Ihre persönlichen Emotionen nicht im Griff gehabt
Lesen Sie bitte den Text unserer Initiative, befassen Sie sich bitte mit dem Ziel und Anliegen unserer Initiative. Auch für Sie gilt: Wissen – und damit Sachkenntnis – ist eine Holschuld.
Unsere Initaitive hat weder etwas mit Putin, dem Roten Platz, dem Russland-Ukraine-Krieg noch damit zu tun, wer in diesem Krieg der Aggressor ist.

Hier wird doch etwas sehr schön deutlich, was Dieter Lange, ein sehr erfolgreicher Speaker und Coach in Deutschland, sehr oft sagt (auch wenn der Grundgedanke selbst nicht von ihm stammt):
WIR (in dem Fall ja der Bürgermeister von Güstrow), geben den Dingen eine Bedeutung.
Nicht die Sachen an sich sind Probleme. „Problem“ ist eine Art Etikett, welches wir Menschen auf Dinge und Ereignisse kleben.

Und auch hier hat ein gewählter Bürgermeister einer nicht ganz kleinen Stadt ganz offensichtlich ein zweites Mal über die Stränge geschlagen und eben seine weltanschaulichen, politischen und ideologischen Präferenzen über seine ihm als BM zugewiesene Verwaltungs- und Neutralitätspflicht gestellt.
Kann es also sein, dass der BM von Güstrow hier in seiner Rolle als Chef des Wirkungskreises Verwaltung für die Stadt Güstrow seine persönlichen Meinungen, Ansichten, Haltungen „nicht im Griff“ hatte?

Parteiferne und Neutralität im Amt sind verpflichtend und diese sehen doch anders aus, oder?

Bleibt die Frage: Wäre das eine Fall für die Stadtvertretung, also das Kommunalparlament in Güstrow?

Dem Wesen unserer Initiative ging es aber unsererseits friedlich weiter:
Wir haben uns dann mit Hilfe eines sehr zuvorkommenden Polizeibeamten unseren Platz eingerichtet. Er half mir beim aufstellen unseres Pavillions .
Und Thomas,Alexandra,Atze ,Ina aus Graal Müritz trafen auch der Reihe nach ein und halfen unseren Stand herzurichten .
Spannend war, wie unterschiedlich die Menschen auf den Nachbarstand der SPD reagiert haben.
Sie fragten entsetzt, dass wir doch hoffentlich nichts mit denen zu tun haben.


Wir hatten gestern, trotz der Hitze sehr gute Gespräche, die durch die Anwesenheit des SPD Standes noch angefeuert wurden .
Herr La Cunha bekam von uns unseren Flyer mit der Aufforderung ihn an seinen „Kriegsminister“ (also den Minister für Verteidigung, welcher für die „Kriegstüchtigkeit“, die „Kriegswirtschaft“ und das Schaffen der größten konventionellen Armee in Europa, also in Deutschland ist), in Berlin weiterzugeben.

M. diskutierte mit ihm über unsere 6 Forderungen, denen er nichts entgegenzusetzen hatte.
Das Gespräch mit ihm blieb neutral und freundlich. Ob es ins ins Nach- und ggf. Neu-Denken brachte, wissen wir nicht …

Vielen Dank an unsere Mitstreiter

Güstrow zeigt, wie toll es in einer Kleinstadt funktionieren kann

Güstrow, Mecklenburg Vorpommern

21. MAI 2026
GÜSTROW / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Güstrow

Infos von Kesrtin aus Güstrow:

Wir hatten gestern unsere 9. Unterschriftenaktion in Güstrow auf dem Markt. Mit durchweg positiven Rückmeldungen. Sehr viele Menschen haben sich bedankt, dass wir das tun .
Aber auch junge Leute haben uns auch diesmal wieder direkt am Stand kontaktiert. Wir haben abgefragt, ob sie Interesse an Rotfuchsveranstaltungen hätten, wie wir sie erreichen können um mit ihnen ins Gespräch zu kommen – ich bin optimistisch.
Wir bekommen auch immer mehr Hilfe direkt am Stand,
inzwischen sind es fast 15- 20 Menschen im Hintergrund, auf die wir uns stützen können, sei es das jemand noch eine Lautsprecherbox vorbeibringt, einen Kuchen bäckt oder wie gestern ein ehemaliger Seemann der uns mit Liedern live unterstützt hat.
Dann waren gestern auf einmal 2 Männer am Stand, die unsere Flyer an die Menschen verteilten und sie auf unsere Initiative ansprachen – wir kannten sie nicht.🤔
Vielen Dank an Frank, Thomas, Alexandra, Reinhard Laudahn (unseren singenden Seemann) und die vielen Friedensmenschen die uns inzwischen im Hintergrund unterstützen.

Güstrow – FÜR den Frieden

Güstrow, Mecklenburg Vorpommern

23. APRIL 2026
GÜSTROW / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Güstrow

Es hat schon etwas sehr Praktisches und vor allem Vertrautes, wenn man als eingespieltes Team agieren kann. Alle vier waren wieder am Start.

Zu unser Überraschung bekamen wir dann noch Hilfe von Marisas und Thomas Nachbarn Edith und Uwe. Für die Beiden war es eine Herzensangelegenheit uns zu unterstützen.

Auch unser Atze aus Vietgest war wieder mit musikalischer Unterstützung helfend und unterstützend bei uns vor Ort. Auch das hat schon etwas: Friedensmusik im öffentlichen Raum.

Heute war ein wirklich guter Tag. Das Wetter stimmte, es waren viele Menschen unterwegs und steuerten unseren Stand sehr gezielt an. Viele bedankten sich für unser Engagement. Auch viele junge Menschen unterschrieben unsere Forderungen, wenn auch etwas schüchtern oder informierten sich.

Viele Menschen nehmen inzwischen die Kriegsrhetorik unserer Regierung als äußerst bedrohlich wahr.

Und so haben wir auch heute wieder gesehen, wahrgenommen und es gefühlt:

Ja – es ist so wichtig, so richtig und so unbedingt notwendig, dass WIR hier als einfache Friedens-Menschen im öffentlichen Lebensraum der Menschen stehen.WIR sind die Friedens- und Demokratieanlaufpunkte im Land. WIR geben wohl aktuell bundesweit mit am meisten dem Frieden Gesicht und Stimme in Deutschland. Und das, obwohl wir noch gar nicht flächendeckend überall sichtbar sind oder sein können.

Fühlt EUCH ALLE bitte angesprochen,
bei Euch vor Ort aktiv zu werden. Nicht nutz- oder wirkungslos, weil Ihr vor Ort alleine für eine eigene Idee agiert. Schließt Euch mit Euren Möglichkeiten vor Ort einfach dieser bundesweit neu agierenden Friedensinitiative „1.000.000 Stimmen für den Frieden“ an. Jede einzelne Aktion vor Ort hierfür, so klein sie auch scheint, reiht sich als ein ganz bedeutendes Puzzleteil in unser 1.000 Städte/Orte umfassendes Friedenspuzzle ein. Gemeinsam mit UNS ALLEN bekommt Euer konkretes Handeln vor Ort so eine qualitativ viel größere Bedeutung, ein viel stärkeres Gewicht, weil WIR ALLE damit die SUMME UNSERER STÄRKEN sind.

Wismar – ein Oster-Friedens-Puzzleteil unserer bundesweiten Friedensinitiative

Güstrow, Mecklenburg Vorpommern, Ostern, Wismar

06. APRIL 2026
WISMAR / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Wismar

Ostermontag bei Sonnenschein in Wismar. Cornelia, Doris und Kerstin luden ein. Und genauso, wie es das Visionsbild UNSERER Friedensinitiative vorschlägt – analog, sichtbar im öffentlichen Lebensraum unserer Mitmenschen. WIR alle gemeinsam geben dem Frieden und der Menschlichkeit, der Völkerfreundschaft und Völkerverständigung ein humanes Gesicht und eine menschliche Stimme, die Stimme der Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsenen und Jugendlichen, auch und vor allem FÜR unsere Kinder und Enkelkinder sowie eine lebenswerte und friedliche Zukunft FÜR uns alle – 1.000.000 Stimmen für den Frieden. 1.000 Städte/Orte a 1.000 Friedensstimmen.#

Und so war auch Wismar (unterstützt von Güstrow) ein Friedenspuzzleteil unserer großen bundesweiten Friedensinitiative zu Ostern. Lieben Dank.

Güstrow mit musikalicher Friedensbotschaft – toll!

Güstrow, Mecklenburg Vorpommern, Musik

Güstrow

Unsere Unterschriftensammlung in Güstrow wurde heute von Atze aus Vietgest mit Friedensliedern begleitet.
Viel Jugend war am Stand, wir waren positiv überrascht über das Interesse.

Leider wurde es zum Nachmittag immer windiger und ungemütlicher, damit wurden auch die Menschen an unserem Stand deutlich weniger.

Ja, und wer kennt ihn nicht, den Spruch:

„Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder“.
Der Spruch stammt (lt. Google-KI) aus dem Gedicht „Die Gesänge“ (1804) von Johann Gottfried Seume und drückt aus, dass singende Menschen keine bösen Absichten hegen und Musik ein Zeichen für Frieden und Gemeinschaft ist.

Ja und genau dafür stehen wir und unsere neue Friedensinitiative. Und die Erfahrungen der Friedensmahnwachen mit Musik und Friedensliedern sind ausschließlich positiv. Wir können also alle Friedensmenschen unserer Initiative nur ermutigen, dass mal auszuprobieren. Ihr werdet schöne und tolle Erfahrungen machen. Lieben Dank Güstrow.

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Güstrower Donnerstagsdebatte – spannend, interessant und sehr erkenntnisreich

Donnerstagsdebatte, Güstrow, Mecklenburg Vorpommern, Wehrpflicht

19. MÄRZ 2026
GÜSTROW / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Güstrow

„Leben ist da, wo man noch nicht war, alles andere ist Wiederholung.“ – so eine von vielen irgendwie wahren Aussagen von Dieter Lange.

Und so war unsere Friedensinitiative natürlich auf und während dieser Donnerstagsdebatte im Güstrower Rathaus vertreten. Und es war ein interessanter, ein irgendwie spannender, vor allem aber auch sehr nachdenklich stimmender Abend, über den es wirklich seitenweise zu berichten gäbe. Wir waren da, wo wir noch nicht waren.

Natürlich haben wir direkt vor dem Rathaus einen Friedenstisch unserer Initiative aufgestellt, unsere Farbe ORANGE präsentiert und eine Friedensmahnwache durchgeführt. Auf Grund der doch (noch massiven) Baustelle (Sanierung eines Teils des Marktes und der Fußgängerzone), hielt sich leider der Besucherverkehr sehr in Grenzen. Und dennoch gelang es Friedensstimmen zu gewinnen, auch Dank des Einzelstandes unserer lieben Mitstreiterin Gisela aus Stralsund. Toll, dass Du da warst. Und es war zu sehen, dass einige Mitmenschen lieber an den kleinen Friedensstand kamen, als zu unserem „großen“ breiten Tisch.

Die Abendveranstaltung lässt wohl alle und jeden Einzelnen ambivalent zurück. Zum einen die, welche unbedingt für eine Wehrpflicht und den „Dienstzwang“ sind. Zum anderen aber auch uns, die erschrocken sind, über das Ausmass an Ideologie, Agitation, Kriegsrhetorik und Kriegspropaganda. Diese zeigen selbst „im Osten“ Wirkung, zumindest auf solch offiziellen Veranstaltungen.

Das wirklich anerkennenswert Positive: das Engagement der Initiatoren und Veranstalter, genau ein solches Diskussions- und Debattenforum in einem deutschen Rathaus auf die Beine zu stellen. Dafür unseren Respekt und ein herzliches Dankeschön.

Alle werden sich wohl einig sein: Wir – unsere Gesellschaft – haben wirklich eine schier unlösbar scheinende Aufgabe vor uns. Jeder sieht auf diese Welt, auf die akuten Bedrohungen mit immer einer eigenen, subjektiven Sicht. Aus diesen so verschiedenen Welt-Betrachtungen ergeben sich natürlich mindestens genauso viele „Lösungsansätze“ – und -ideen. Und alle (auch wir natürlich) wollen irgendwie Recht haben.

Anwesend waren ein General a.D. der sehr oft betonte Christ zu sein, ein Hauptmann (eine Art Jugendoffizier), der regelmäßig in Schulen auftritt, zwei Schüler (einer eher Pro, der andere wohl eher Kontra einer Wehrpflicht), ein Militärpfarrer mit einem wirklich interessanten Eingangsstatement zu sich: Weder wollte er zur Armee, noch hatte er mit Religion etwas am Hut – heute ist er Militärpfarrer.

Sich mit jedem der geäußerten Gedanken zu befassen, wäre sicherlich möglich, würde aber den Rahmen sprengen.

Dennoch vielleicht zwei, drei (persönliche und vor Ort geäußerte) Gedanken – vor allem zum Herrn General a.D.

Mein subjektiver Eindruck: bewusst oder unbewusst ein sehr geschulter Meister hinsichtlich Agitation, Propaganda, Manipulation, der oberflächlichen Narrativrhetorik und Narrativpropaganda, mit einer doch sehr ausgeprägten Note von „Wahrheitsanspruch“.

Er verwies auf viele „Fake-News“, meinte aber selbst, dass es bedenklich stimme, wenn die Bundeswehr von wohl einst 500.000 Angehörigen heute auf um die 180.000 gesunken ist und man damit Russland ja weit unterlegen wäre.

Kein Wort von den realen Fakten die jeder in nicht mal 1 Minute über Google oder die Gemini-KI ganz leicht finden kann:
Die NATO verfügt über die größte militärische Truppenstärke weltweit. Nach aktuellen Angaben (Stand 2025/2026) umfasst die Gesamtzahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten aller NATO-Mitgliedstaaten über 3 Millionen

Zu Russland:
Aktive Soldaten: Die Zahl der aktiven Soldaten wird für das Jahr 2026 auf etwa 1,32 Millionen beziffert. Andere Quellen sprechen von einer Sollstärke von bis zu 1,5 Millionen.

Eine noch klarere Antwort erhält man über die Eingabe folgender Frage:
Vergleich der konventionellen Streitkräfte der NATO und Russland
Die NATO ist Russland konventionell in fast allen Bereichen deutlich überlegen. Mit über 3,4 Millionen aktiven Soldaten (gegenüber ca. 1,3 Millionen in Russland) und etwa zehnmal höheren Verteidigungsausgaben, verfügt das Bündnis über mehr Kampfpanzer, Flugzeuge und Schiffe. Die NATO-Staaten führen bei moderner Waffentechnologie, während Russland durch den Ukraine-Krieg Ausrüstungsprobleme hat.

Also alles binnen weniger Sekunden zu finden und dennoch die Verbreitung von „Fake-News“ von jemandem, der dies auf der anderen- oder Gegenseite anklagt? Wie geht das? Warum? Wieso? Mit welchem Ziel?

Und die provokativ in den Raum gestellte Frage „Wer von Ihnen ist denn für Frieden?“, die natürlich alle bejahten, interpretierte er doch wirklich als einen Beweis dafür, dass die NATO und wir quasi eine Art Friedenssicherungsarmee sind, wir „unsere Demokratie“ doch verteidigen müssen und alle anderen „die Bösen“ sind. Kein Wort zu den Militäreinsätzen der Bundeswehr in Jugoslawien/Kosovo, Afganistan, Malli usw.

Der Autor dieser Zeilen (J.K. – selbst aus einer Militärlaufbahn kommend und um die Rolle und Aufgabe von Manipulation, Agutation, Propaganda, Narrativen aus dem eigenen Studium wissend) bestätigte dem General hier eine hervorragende Arbeit, welche bei diesen Fächern in der Schule ganz sicher die Note 1 gegeben hätte, denn, würde man die gleiche Frage – Wer von Ihnen ist für den Frieden? – in einer Stadt in Russland, in Israel, in den USA, im Iran, in Afganistan, Pakistan usw. in einem solchen Rathaussaal an Dutzende Menschen stellen, würden auch hier wohl ALLE Menschen laut bestätigen, dass auch sie für den Frieden wären. Also dienten auch diese Staaten und Armeen ausschließlich der Friedenssicherung, oder?! Was war also der ganz offensichtlich manipulative Hintergund der Frage des Generals a.D.? Was sollte diese billige Polemik?

Auch die Notwendigkeit einer angeblich erforderlichen Abschreckung spielte eine Rolle. Die Frage „Gegen wen?“ wurde tlw. sehr von oben herab abgewunken bzw. mit dem üblichen politischen und medialen Narrativen beantwortet. Die bereits oben aufgezeigten Antworten der KI bezgl. der Streitkräfte und Rüstungsgelder beider Seiten spielten in diesem Teil der „Diskussion“ keine wirklich ernsthafte Rolle. Zahlen, Daten und Fakten spielten keine Rolle. Scheinbar allein der Glauben schien hier im Mittelpunkt zu stehen, aber eben nicht WISSEN. (Wenn es aber um Glauben geht, sind wir im Bereich einer Religion, oder?) Hierzu war keine wirklich ruhige und ernsthafte Debatte möglich, was wohl auch die objektiven Grenzen so eines Diskussionsabend aufzeigt.

So war dann auch für das folgende Thema keine Zeit, weil es (von mir) nicht mehr angesprochen werden konnte:
Die politische Bildung, die Präsenz der NVA/Volksmarine, der Wehrunterricht und die Rekrutierung von Offiziersbewerbern/Längerdienenden an den Schulen in der DDR wurde und wird wohl im Nachhinein über alle gesellschaftlichen Schichten mehr als scharf verurteilt. Aber genau auf einen solchen „politischen Bildungsauftrag“ beruft sich aktuell die Bundeswehr und die Politik, wenn auch sie die Bundeswehr an die Schulen schickt. Das wäre richtig und notwendig. Und so sehen wir doch – eine These – wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht dasselbe, oder?

Weiter blieb festzustellen: Das Podium durfte ausführlich und ohne Zeitdruck reden + antworten, die Zuhörer dagegen angehalten, Meinungsbekundungen kurz und knapp zu halten. Und so wurden dann doch viele Themen gestriffen und eine wirkliche Diskussion, eine tiefere Debatte – auch über gegebenen Antworten des Podiums – doch (unbewusst, aber nachvollziehbar) irgendwie auch verunmöglicht.

Was bleibt? Das sind wieder die zwei wohl doch objektiven Wahrheiten:
1. Das erste, was in jedem Krieg stirbt ist die Wahrheit.

Und eigentlich noch viel wichtiger,
2. Das Weglassen der anderen HÄLFTE der Wahrheit ist die schlimmste Form der Lüge. (lt. Platon)

Und genau hieraus begründet sich ja auch ein Lösungsansatz/-vorschlag unserer Initiative:
Sehen wir uns zuallererst als Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendliche.
Sehen wir die Menschen in anderen Ländern ebenso.
Lassen wir ALLES TRENNENDE weg, die politischen, religiösen und weltanschaulichen Befindlichkeiten, also auch jegliche beruflichen oder parteipolitischen Funktionen, jeden religiösen Berufs- oder Funktionsinhalt.

Und befasst man sich tiefer mit den Gedanken Dieter Langes (s.o.), wird man am Ende wirklich verstehen und nachvollziehen können:
Ein NATO-Genaral a.D. kann in den meisten Fällen ganz sicher nur Denken, Reden und Handeln wie ein (ehemaliger) NATO-General, ein Militärpfarrer letztlich nur wie ein Pfarrer in einer Armee und ein Bundeswehr-Jugendoffizier eben nur als Repräsentant der Bundeswehr. Jeder denkt und handelt in und aus seinem „Funktionärkopf“ und hat natürlich (fast) immer Recht.