Rostock – so wie hier sollten wir alle Möglichkeiten nutzen

Mecklenburg Vorpommern, OZ-Talk, Rostock

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Lest gern mal die letzten Berichte und Gedanken quer (s.u.). Wie schafft man es heut, den Menschen zu erklären, dass wir kriegstüchtig werden sollen? Die These war: Das geht nur mit Ideologie, Agitation und Propaganda, „intelligenter“ psychologische „Kriegsführung“, dem permanenten Wiederholen von Kriegsrhetorik und -propaganda.

Und ja, die wohl größte unterstützende Rolle hierbei spielen – These – IMMER die Medien, im hier konkreten Fall die größte Tageszeitung in Mecklenburg-Vorpommern, die „Ostsee-Zeitung“.

Die ganz offensichtlichen Gefahren dessen, was Kriegsrhetorik, Kriegspropaganda, Kriegstüchtigkeit und Kriegswirtschaft bedeuten, wird nicht klar gestellt. Bei der Thematik „Demos gegen Rechts“ war dies wohl damals anders …
Man fragt nur ganz lapidar: Kriegstüchtig?“ Und so lässt man es BEWUSST offen oder macht sich schon von vornherein damit gemein, lässt es zumindest zu, dass die Forderung nach Kriegstüchtigkeit in Deutschland zulässig und völlig unproblematisch wäre …

Dabei gebietet es das Grundgesetz doch unmissverständlich, das Gebot FÜR den Frieden.

Zum Abend selbst:

Wie seinerzeit in Güstrow (am 19.03.2026) zeigte sich, dass auch durchaus alle uns gebotenen Foren, Veranstaltungen und Diskussionen aktiv nutzen können, um einen friedlich orangenen Gegenpol öffentlich sichtbar zu machen. Das hilft nicht nur uns, sondern auch unseren Mitmenschen. Je mehr und je öfter sie uns sehen, umso besser.

Heute in Rostock beim OZ-Talk zum Thema Kriegstüchtigkeit. Es drohte wieder eine Propaganda-Maschine zu werden. Wir Friedensmenschen haben das ganz schön positiv bewegt gehalten. Letztlich gab es im Publikum flächendeckend sehr kritische Kommentare und auch emotionale Familiengeschichten zum Thema Krieg. Also nix mit Agitation und Propaganda auf niedrigstem Niveau …

Wir konnten am Ende draußen mit dem Admiral sprechen und ihm unseren Flyer geben, er meinte: Mit uns würde er sehr gern sprechen. Na mal schauen, ob er sich meldet.

Interessanterweise war der Admiral gedanklich aber schon eher in einem Zwiespalt, zwischen sich als Mensch und sich als militärischem Funktionärsträger. Er war es mehr als die Dame die den Frieden vertreten sollte als Geschäftsführerin des Zentrums für Internationale Friedenseinsätze (ZIF). Beide Gäste hatten einen Bezug zur NATO.

Was meinen diese Gedanken? Menschen in Funktionen, auf Posten mit einer Stellenbeschreibungen, sind dort, weil sie „ihren Job“ machen müssen. Genaus dafür sind sie an diese Stelle gesetzt worden. Sie verdienen damit ihren Lebensunterhalt. Letztlich aber ist es er/sie wie ein/e Schauspieler/in, der/die eine Rolle spielt, z.B. in „Roemeo und Julia“ – Romeo heißt als Mensch im realen Leben vielleicht Torsten Winkler und ist eben nicht Romeo und Julia heißt im realen Leben vielleicht Marie Meier. Auch sie ist im realen Leben niemals Julia. Es gibt also einen klare Trennung zwischen dem rollenspielenden Menschen im Alltag und der von ihnen gespielten Rolle.

Das sollten wir immer mit beachten, wenn wir mit „Personen“ reden, die uns als Funktionäre, Beamte, Polizisten, Politiker, Parteimitglieder, Lehrer, Militärfunktionäre usw. gegenüber stehen. Diese gilt es vielleicht nicht pauschal und von vornherein zu verurteilen und abzulehnen, sondern als MENSCHEN, also als Papa, Mama, Oma oder Opa anzusprechen, sie aus ihrem „Schauspielerkostüm“ zu bitten …

Eine Dame in Publikum, die selbst sehr toll gesprochen hatte, bedankte sich für unsere Präsenz. Ein Herr kannte uns von der Friedensdemo auf Rügen und hat sich sehr über uns gefreut.