Rostock: EIN Bild sagt mehr als 1.000 Worte über Deutschland

innerer Frieden, Mecklenburg Vorpommern, Rentnerin, Reutershagen, Rostock

Rostock, Gymnaisum Reutershagen, am 09. März 2026

Rostock

Die Jugend soll zur Bundeswehr. Man spricht im Rahmen der Wehrpflichtdebatte auch darüber, dass die westlichen Werte bzw. „unsere Demokratie“ verteidigt werden sollen. Alles richtig?!

Nur – SCHAUT selbst.

80 Jahre nach Ende des 2.WK, in der besten Demokratie aller Zeiten – Deutschland soll eines der wohlhabensten Länder dieser Erde sein – sehen sich Rentner/-innen gezwungen, auch auf den Schulhöfen (hier das Europa-Gymnaisum Reutershagen) nach Pfandartikeln zu suchen.

Ist das nicht beschähmend für dieses Land?
Darf man die Frage stellen: Milliarden für Militarisierung, Krieg und Aufrüstung und dann solche Bilder? Läuft da nicht WERTE-MÄSSIG etwas komplett schief?

Was, wenn genau dies eine Frau ist, welche dieses Land aus den Trümmern des 2.WK wieder mit aufgebaut hat?

Den (oder diesen) Kindern geht es scheinbar zu gut? Sie sind sich zu schade, diese Pfandartikel zum Einzelhandel zurück zu bringen? Für eine offensichtliche Rentnerin aber scheinen zwei, drei oder mehr Pfandbüchsen einen erheblichen Wert darzustellen? Warum? Bekommt sie keine Rente oder ist es keine ausreichende Rente? Was saget dieses Bild auch über den Zustand oder den Inneren Frieden unserer Gesellschaft aus? Ein wohlwollender, sich gegenseitig achtender innerer Frieden ist doch aber eine oder vielleicht auch die wesentlichste Grundlage für den Frieden einer Gesellschaft nach außen, oder?

Belassen wir es bei dem Bild und einigen anregenden Gedanken dazu ….

Rostock – WIR sagen NEIN zu Agitations- und Propagandaarbeit der Bundeswehr an unseren Schulen

Europa-Gymnasium, Hollande, Mecklenburg Vorpommern, Merkel, Mins I und II, Reutershagen, Rostock

09. MÄRZ 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN
Europa-Gymnasium in Rostock

Rostock

Ja, bezüglich UNSERER Friedensinitiative war es ein erster Termin vor einer Schule.
Was wird uns erwarten? Wie reagiert die Schule? Wie reagieren die Schüler?

Alles spannende Fragen vorab. Und natürlich galte es einen Kompromiss zu finden: Wir dürfen den Unterricht nicht stören.

Letztlich verlief alles gut und den Möglichkeiten vor Ort entsprechend wirklich sehr gut. Die Schule liegt ja nun nicht im Zentrum Rostock. Dennoch ergaben sich viele und interessante Gespräche – sowohl mit Schülern, aber auch den Erwachsenen.

Sehr positiv: die Schulleiterin lies es sich nicht nehmen, uns zu begrüßen, informierte uns, wann denn eine Hofpause wäre und das wir – gemeinsam mit ihr schauen sollten – dass die Schüler nicht auf der Straße verweilen sollten.
Es ergaben sich doch einige und wirklich gute Gespräche mit den Jugendlichen. So bedankte sich auch ein Mitorganisator des Rostocker „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ für unser SICHTBARES Engagement. Manche Jugendliche sind politisch und weltanschaulich durchaus auf der Höhe ihrer Zeit, wenn persönlich ich (Jens) auch nicht alle Gedanken, Meinungen und Vorstellungen teile. Aber in einer wahren Demokratie darf und sollte genau das so sein.

Einige Jugendlichen haben unterschrieben, einige Erwachsen kamen EXTRA mit dem Auto zu uns an den Stand, um zu unterschreiben und auch einige auf dem Schulgelände arbeitenden Menschen waren über unser Kommen informiert und ein Teil unterstützte vor aktiv unsere Initiative. Mehrheitlich also ein wirklich von Herzen kommendes DANKESCHÖN dafür, dass wir dort waren und den Mutbewiesen haben, FÜR den Frieden Gesicht und Stimme gezeigt zu haben, im öffentlichen Raum.

Etwas bedrückend wohl eine fast oder über 80-jährige Frau, die allen Ernstes der Meinung war, den Putin müsse man vernichten, die Ukraine müsse man bewaffnen, sonst würde da nie Frieden rein kommen …
Alles passend zu den politisch und medialen Narrativen: denn von den Verhandlungen von Istanbul im März und April 22 wusste sie nichts. Auch von den Verträgen Minsk I und II und der Rolle einer Frau Merkel und eines Herrn Holland (damaliger franz. Präsident) wusste sie nichts. Auch nichts davon, dass die NATO Russland in wohl allen konventionellen Bereichen zwei-, drei- oder mehrfach überlegen ist und auch nicht, dass die NATO wohl das Zehnfache der Rüstungsausgaben Russlands ausgibt … Sie könne das nicht GLAUBEN. Ja, aber Glauben ist halt kein WISSEN.

Und so auch eine Erkenntnis: WISSEN ist und bleibt eine Holschuld.

Auch Rostock sammelt interessante neue Erfahrungen

Friedenstaube, Mecklenburg Vorpommern, Rostock, Uwe Steimle

07. MÄRZ 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Rostock

Uwe Steimle in Rostock, im Moya.

Wir haben nur 1,5 Stunden gestanden und doch das ganze Spektrum von Tageslicht bis Dunkelheit mitgenommen.

Es war ein sehr guter Abend. Anfangs sind Menschen vorbeigegangen, aber wir haben sie mit dem Mikro angesprochen, und einige kamen wirklich zurück, weil sie sich angesprochen gefühlt haben. Ein Hinweis – dass Uwe Steimle diese Friedensinitiative unterstützt und mit er eine der angestrebten „1.000.000 Stimmen für den Frieden ist“ – hat die Menschen erreicht. Plötzlich waren wir nicht irgendeine „störende“ politische Truppe, die hier im Wege rumstand. Von einem Moment auf den anderen wurden sich die Menschen bewusst (also die Mehrheit), dass wir Menschen sind wie sie, wie Du und ich. Und insofern ist es immer richtig auch die Möglichkeit zu suchen, die Menschen als Menschen anzusprechen, nicht im Stile eines politischen Parteienwahlkampf-Standes, sondern eben als Papas, Mamas, Opas und Omas …

Zeitweise waren dann auch viele Menschen am Tisch, sodass wir mit den Listen improvisieren mussten. Kein Wunder – genau durch unsere Ansprache haben die Menschen erkannt, dass sie als Publikum von Uwe Steimle sind, also genau so „ticken“ müssten, wie wir. Und so passt dieses Prublikum zu dieser Initiative, denn: so hat jemand erzählt, zum Abschluss seiner Veranstaltungen mit seinem Publikum die „Kleine weiße Friedenstaube“ singt. Und genau dieses Lied läuft mehrmals an unseren Friedensständen im öffentlichen Raum.

Das haben wir seinerzeit auch immer so gemacht, auf unseren täglichen Friedensmahnwachen (2023 – 11 !!! Wochen lang) und auf der Montagsdemo in Rostock: Wir haben einen Kreis gebildet und uns an den Händen gefasst. Das gern auch heute mal ausprobieren und dann mal in die Gesichter der Erwachsenen schauen, die vorbei laufen. Wir reagieren die Mitmenschen, wenn sich erwachsene Menschen zu einem Kinder-Friedenslied an den Händen fassen … Teilweise unbezahlbare Momente. Mitunter kommen Menschen zu uns und stellen sich – Hände fassend – zu uns …

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Schülerstreik gegen die Wehrpflicht 2 – Rostock

Mecklenburg Vorpommern, Rostock, Schülerstreik 05.03.

05. MÄRZ 2026
ROSTOCK – MECKLENBURG-VORPOMMERN
Schülerstreik gegen die Wehrpflicht

Rostock

Natürlich haben wir das Grundanliegen, das Versprechen oder das Thema des „Schülerstreiks gegen die Wehrpflicht“ solidarisch unterstützen wollen, ohne zu wissen, was wir dann dort vor Ort an politischer oder steuernden Einflussnahme vorgefunden haben. Das hat uns doch tief betroffen gemacht.

Zwei Forderungen unserer Initiative gehen ja vom Wesne her in die gleiche oder ähnliche Richtung, wie das angedachte Motiv der Schüler:
Die Schüler wollen GEGEN die Wehrpflicht demonstrieren.
Bei uns heißt es:
2. Ein Verzicht auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland. und
6. Keine Agitations-, Präsentations- und Werbearbeit der Bundeswehr an unseren Schulen.

Und mit den Schülern, die nur als Schüler, also als Mensch da waren, haben sich auch wirklich gute Gespräche ergeben.

Nur seien doch folgende Fragen erlaubt:
1. Woher haben die Schüler die finanziellen Mittel für eine doch schon professionelle Bühne und Bühnentechnik?
2. Was machen denn linke Jugendorganisationen dort? (Die Falken, Refuges welcome, Fahnen oder ein Stand der ANTIFA, ein Infostand von : DIE Partei)
3. Was machen denn die Sprechchöre der ANTIFA auf einer Schüler-Demo? (alerta antifascista?) Wissen alle Schüler, was das bedeutet und woher das kommt? Was hat dies mit dem Thema der Demo zu tun? Und warum liefen genau die „Schüler“ der Demo voran, welche beide „Forderungen“ skandierten und waren die lautesten?
4. Uns so berechtigt es sehr wahrscheinlich auch ist: Was hat ein Ruf „Free, free Palastine“ auf einer Schülerdemo gegen die Wehrpflicht zu suchen?

(siehe auch den folgenden Beitrag mit einem Bericht der Rostocker „Ostssee-Zeitung“.)

These:
Und schon wieder wird durch politische Gruppen, Parteien, NGOs versucht, eine ganz normale Gesellschaftskritik, eine Art demokratisch legitimierter Widerstand zu „unterwandern“, zu „übernehmen“ und – von oben betrachtet – in die gewünschte Richtung zu bewegen, oder? Nichts darf „aus dem Ruder laufen“.

Ja, Widerstand darf sein, aber er muss eben von irgendwelchen Kräften kanalisiert, beherrscht und gelenkt werden können, oder?

Wie sonst könnte es sein, dass unsere Friedensinitiative nicht auf der Demo gewünscht war? Wir erhielten ein klares Statement aus dem Kreis der Organisatoren:
Ich habe das im Orga Team abgestimmt und ihr könnt nichht auf unserer Demo auftreten, macht aber gerne eine Unterstützer Mahnwache als seperate Veranstaltung.
Viel Erfolg dabei und w…

Und so bleibt als wirklich ernüchternder Beigeschmack, dass vom Ursprungsgedanken, vom Ursprungsbild – die Jugendlichen agieren bundesweit groß, gemeinsam, politisch und weltanschaulich neutral – fast nichts übrig geblieben ist. Waren es eh nicht so viele, wie gewünscht, war ein Teil der Schüler mit Sicherheit sehr irritiert und unwissend, was hier abgelaufen ist. Und ja, schlimm auch, wenn man das Gefühl hat, das gewisse Gruppen diesen Protest und die berechtigten Sorgen und Nöte der Jugendlichen wieder politisch für ihre (weltanschaulichen) Zwecke“ missbrauchen … und es die völlig unerfahrenen Orgas nicht mal merken …

Alltag in Rostock am Tag des Überfalls auf den Iran?

Kröpi, Mecklenburg Vorpommern, Rostock

28. FEBRUAR 2026
ROSTOCK-CITY / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Rostock

Frühlingshafte Temperaturen, Sonne, Licht und natürlich war die Rostocker Innenstadt, die Lieblingsbummelmeile „Kröpi“ mehr als gut besucht.

Würde man sich nicht mit der aktuellen politischen Situation befassen und wissen, dass die USA und Israel nur Stunden zuvor den Iran angegriffen haben – man würde es in Rostock nicht spüren. Alles schien seinen normalen Gang zu gehen.

Wenn, ja wenn es nicht die aktiven Friedensmenschen in Rostock gäbe, welche regelmäßig analog im öffentlichen Lebensraum der Menschen stehen würden, um auf die akute Gefahr für den Frieden in Rostock, Deutschland, Europa und der Welt hinweisen würden.

Und natürlich haben wir auch in gewissem Umfang auf diesen gerade ausgebrochenen Krieg/Konflikt hingewiesen, nur geht unsere Friedensinitiative viel, viel weiter.

Und wieder waren die Erlebnisse und Beobachtung sind die gleichen, wie schon die letzten Wochen zuvor. Ja, es gibt sehr viele Menschen, welche sich der aktuellen Gefahren für den Frieden in Europa, aber auch der genau UNSERER Genaration zukommenden historischen Verantwortung bewusst sind. Genau diese Menschen kommen zu uns an den Stand, unterschreiben und äußern ihr Unverständnis angesichts dessen, was in diesem Deutschland, achtzig Jahre nach Ende des 2. WK passiert. Diese Menschen verstehen weder die Politik und die Medien, sind aber auch irgendwie schockiert, wie viele Menschen dem System der drei Affen (oder sind es bereits vier?) nachgehen: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen – weil Nr. 4, sie es eben versäumen oder nie gelernet haben, selber zu denken.

Nein, niemand von den Menschen und Familien auf der Kröpi hat wirklich erlebt, was Krieg bedeutet. Das ist irgendwo, ganz weit weg. Fallen aber die ersten Bomben, weil die Mehrheit der Menschen geschwiegen hat, werden auch diese Menschen ganz plötzlich aufwachen, von einer Millisekunde auf die nächste. Dann ist der Krieg plötzlich Realität. Dann aber wird es für irgendein Handeln zu spät sein. Und die Geschichte wird es nicht interessieren, ob du links, rechts, oben oder unten denkst, ob Du Dich in irgeneiner Partei engagierst oder eine Partei unterstützt. Es wird der Geschichte egal sein, ob Du gegen eine Partei „kämpfst“ oder „unsere Demokratie“ retten willst.

Kommt es zu einem europäischen Flächenbrand, ist jeder für die gesamte Kriegsmaschienerie jeder Mensch nur noch ein Mensch, ein Kollateral und genau der kann und wird Schaden nehmen, Du, Deine Familie, Deine Kinder und Enkelkinder. Wie Du politisch oder weltanschaulich tickst, ob Du „richtig“ oder „Falsch“ denkst, wird keine Bombe, kein Artilleriegeschoss mehr interessieren. Es schlägt einfach ein und verrichtet „sein Werk“.

Und was werden die (Enkel-)Kinder später definitiv tun, wenn sie und vielleicht auch Du überleben:

Sie werden Dich anschauen und Dich fragen – Warum? Warum hast Du das zugelassen? Warum hast Du geschwiegen? Warum warst Du zu feige, NEIN zu sagen?
Sie werden Dir sagen, was Du schon heute (aus dem Geschichtsunterricht) weißt: Wer schweigt stimmt zu? Wer wegschaut, wer es ignoriert, wer meint, ihn gehen das nichts an – STIMMT ZU. Warum hast Du geschwiegen? War ich Dir, meine Zukunft, mein LEBEN wirklich so wenig wert?

WIR – diese neue und andere Friedensinitiative – werden nicht schweigen. WIR sagen klar und unumwunden NEIN, als Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendliche. WIR sind uns der großen historischen Verantwortung FÜR den Frieden bewusst. Wir stellen alles weltanschaulich, politisch und religiös Trennende ganz hinten an, denn – dass spaltet und verhindert das gemeinsame Handeln aller für den Frieden. Dabei hätten es alle Menschen so einfach NEIN zu sagen, wenn sie sich eben einfach nur als Menschen und in der Akzeptanz begegenen könnten, dass wir in ganz Vielem verschieden und teilweise auch konträr sein können. In einer wirklichen Demokratie darf und soll man das auch, oder? Und – wir wären MILLIONEN.
Nur eines ist untrennbar, unteilbar: FRIEDEN. Frieden ist Frieden und Krieg ist Krieg.

Warnemünde und Karthago? Wie geht das zusammen?

Karthago, Mecklenburg Vorpommern, Rostock, Warnemünde

14. FEBRUAR 2026
ROSTOCK-WARNEMÜNDE / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Ja, so schön und friedlich kann Warnemünde im Winter aussehen … im FRIEDEN. Aber wahrscheinlich nur die wenigsten Menschen scheint es wirklich bewusst zu sein, dass angesicht der Medien, der Narrative und der Politik genau dieses friedliche Idyll von einer Millisekunde auf die andere Geschichte sein könnte … wenn die Mehrheit der Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsenen und Jugendlichen weiter so „vor sich hindöst“.

Eine Frau erzählte sichtbar bewegt, ihre Großmutter habe ihr eindringlich vom Krieg erzählt, ein Satz ist bis heute unvergessen: „Nie wieder Krieg, dann lieber trocken Brot.“

Besonders berührend war auch eine Familie mit zwei Schulkindern. Die jüngere Tochter, gerade in der 2. Klasse, füllte konzentriert und selbstständig alle Felder des Formulars aus.

Ein älteres Paar hatte Jens (am Mikro) aufmerksam zugehört, der an die Folgen der beiden Weltkriege erinnerte und zitierte in diesem Zusammenhang einen Spruch über Karthago (frei nach Brecht):
Den ersten (Krieg) haben sie gewonnen, darum führten sie den zweiten. Den zweiten haben sie verloren, darum führten sie den dritten. Den dritten haben sie verloren – und da wurden sie vernichtet. – Korrekt heißt es: „Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.“

Warnemünde

Warnemünde – die reale Welt & unsere Initiative

Einstein, Rostock, Warnemünde

07. FEBRUAR 2026
ROSTOCK-WARNEMÜNDE / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Ja, Engagement FÜR den Frieden geht auch im Januar
, auch im Winter. Immer interessant: Welche Erfahrungen werden wir heute machen. Unsere Friedensinitiative gibt es ja erst seit gut acht Monaten und im Winter haben wir uns wohl alle noch nicht analog und sichtbar im öffentlichen Raum bewegt.

Warnemünde funktionierte aber so, wie bisher. Lieben Dank auch an Bea (Liedersängerin aus Rostock) für Ihren Besuch, inkl. Unterstützung. Es waren doch zahlreiche Menschen unterwegs, wir haben Friedensmusik gespielt und auch geschaut, die Menschen als Väter, Mütter und Großeltern anzusprechen. Und so haben wir echt tolle und beeindruckende Gespräche geführt. Immer noch macht es uns nachdenklich, wie viele Menschen uns sehen, uns hören und dennoch gefühlt teilnahmslos, desinteressiert oder fehlendem Bewusstsein um unsere heutige historische Friedensverantwortung einfach vorbei laufen. Hoffen wir, dass Sie uns und damit unsere Initiative gesehen haben und irgendwie auch ins Nachdenken und Friedenshandeln kommen.

Weiter unter dem Bild.

Rostock

Und eine Situation + anschließendem Gespräch beschreibt vielleicht alles, warum viele Menschen „nur“ im „Narrativ-Hamsterrad der heutigen Gesellschaft“ sehen, denken und handeln können.

Für viele Menschen scheint es in Ihrem Denken und Handeln immer darum zu gehen, auf „die Gegenseite“ zu reagieren. Ein neues, ein anderes Denken außerhalb der „System-Kampf-Spielwiese“ scheint nicht möglich. Aber, vielleicht würde genau eben eine NEUE Sicht uns allen weiterhelfen – das Bewusstsein, wenn wir alle uns einfach nur als Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendliche sehen würden und ALLES Trennende (also die weltanschaulichen, politischen und religiösen Verschiedenheiten) weglassen könnten und nur und ausschließlich das uns Menschen Einende nach vorne stellen würden. Und hierbei FRIEDEN zu allererst.

Zur Situation:
Das Gespräch mit einem jungen Mann, Familienvater, wohl aus dem Iran (Menschenrechtsanwalt.) Er kam sehr impulsiv an unseren Stand. Den Beginn des Gesprächs habe ich nicht genau mitbekommen. Scheinbar ging es darum, dass unser Engagement für den Frieden sicher gut sei, er aber aktuell FÜR den Krieg ist. Das zeigte er doch sehr emotional, leicht impulsiv. Denn, sein Bruder ist einer der Demonstranten im IRAN, also aktiv gegen dieses Regime dort. Und ja, sein Bruder ist damit akut in Lebensgefahr. Natürlich macht dies etwas mit einem Bruder, man müsse sich gegen das Regime wehren, ggf. also auch mit Waffen, also Krieg und Gewalt. Es gelang, ihn aus seinen Emotionen heraus zu bekommen und ruhig miteinander zu sprechen.

Es war ein langes und auch gutes Gespräch. Und ja natürlich auch verbunden mit der Frage:
Ja, was wäre denn eine Lösung?

DIE eine Lösung haben auch wir aktuel nicht, aber ein These:
Im uns von außen „aufgezwungenen Gesellschafts-Spielfeld“, mit dem aktuellen Chaos des politischen, weltpolitischen und medialen Alltags, scheinen sich ganz, ganz viele Menschen zu verzetteln oder! Sich also genau da mit reinziehen, nein RUNTER ziehen zu lassen. Vielen scheint die Idee und auch die Fähigkeit zu fehlen, mal (bildlich gesprochen) vom Tisch aufzustehen und die Sachen von oben, aus einer Vogelperspektive zu betrachten.

Dies könnte dann vielleicht zu folgende Fragen führen:
Qui bono? Woher kamen denn die ganzen „Farbenrevolutionen“ damals? Woher kamen die so „plötzlich“? Wer stand sich in all diesen Ländern unversöhnlich gegenüber? Welche Interessen standen sich gegenüber? Und so auch im Iran: woher kommt das so plötzlich? Wie? Wer steht sich gegenüber? Welche Rolle spielen die sozialen Medien? Wer nutzt und steuert diese sozialen Medien? Und ja: Was kam bei den Farbenrevolutionen danach? Was kommt im Iran danach? Welche Rolle werden denn die (Interessen, Wünsche, Bedürfnisse) Menschen bei der Gestaltung im danach spielen?

Ja, sicherlich verständlich waren Wut, Hass und die klare Positionierung zu erkennen, dass man „mit denen“ nicht zusammenarbeitet, dass „man“ die vernichten muss. (Aber eigentlich will doch kein Vater, keine Mutter, kein Opa und keine Oma Krieg. Wohin werden die Menschen also hier „getrieben“. Werden Sie nicht vom MENSCHSEIN abgelenkt, weg geführt?) Letztlich tun sie UNBEWUSST eigentlich das Gleiche, also das, was die Gegenseite permanent macht und was man ja selber gar nicht mehr will, oder? Hass, Ausgrenzung, Ignorieren, sich über andere Menschen stellen, Recht haben wollen, kämpfen müssen … Damit sind aber die verzweifelten Menschen überall auf der Welt dann vom Wesen her letztlich auch nicht besser, als das System, wogegen sie KÄMPFEN …

Im Alltagskampf beschäftigen sich nur ganz wenige ernsthaft mit der Frage, was danach kommen soll und durch/mit wem. Fast neimand hat eine Idee, wie die Menschen danach sicherstellen wollen, dass es in einem ggf. neuen Iran um IHRE Interessen als Menschen gehen sollte. Keine Idee wie dann eine auch sicherlich notwendige Versöhnung zwischen den MENSCHEN beider Seiten aussehen könnte.

Und wenn wir auf Deutschland und den Zustand der aktuellen (Parteien- und Medien-)Gesellschaft schauen – ist es da nicht ähnlich, also vom WESEN her gleich?

Und so (m)eine Lösungs-These:
WIR Menschen brauchen ein neues Denken und Handeln. Pippi Langstrumpf. WIR machen uns die Welt, wie sie uns Menschen gefällt. Wir spielen einfach in diesem „kranken“ System nicht mehr mit. Sind wir nicht in der Lage, auch mit den Menschen auf der angeblichen Gegenseite zu sprechen, zu verzeihen, die Hand zu reichen, sind WIR nicht in der Lage, die ja notwendige bessere Welt zu versuchen, JETZT SCHON selber vorzuleben – wie sollte es dann gehen? Wer soll es tun, wenn nicht wir?

Menschen, weigert Euch Feinde zu sein. Und eben ja, dass beginnt bei DIR. Das beginnt bei und in DIR, in MIR, in UNS. Raus aus der Blase dieser doch scheinbar irgendwie auf Hass und Hetze gepolten „Gesellschaftsspielwiese“. Raus aus der Blase des „Recht-habens“, der Blase eigener „Egos“, raus aus der Blase, dass wir uns auf das uns Trennende konzentrieren, oder?

Was wäre, wenn WIR ALLE nach gemeinsamen Friedensspielregeln spielen würden? Wir – der Souverän – die Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendliche? Und ja, diese gibt es halt noch nicht. Die wären erst Mal zu finden, oder? Gemeinsam mit allen. Vielleicht der dann wichtigste Gradmesser: Das uns alle Verbindende, das uns ALLE Einende würde hier ganz vorne stehen „müssen“.

Was heißt das für UNSERE Initiative:
Was wäre möglich, wenn wir uns aktuell vor Ort alle nur einfach als erforderliche Friedens-Anlaufpunkte für die anderen Menschen sehen würden? Wäre es nicht schön, wenn die Menschen uns einfach nur als das sehen würden, was SIE selbst sind? Menschen, die in großer Sorge um die friedliche und lebenswerte Zukunft für uns alle sind und dies öffentlich zeigen.

Erreichen wir unsere Mit-Menschen – die sich immer noch in diesem politisch- und medialen Narrativsystem bewegen – wirklich einfach nur als Väter, Mütter, Großeltern … wenn wir die „uns zusätzlich noch wichtigen“ Schilder oder Botschaften zeigen, wenn wir für Parteien, also Organisationen stehen oder deren Symbole zeigen (für Parteien, die es für selbstverständlich halten, Wahl-KÄMPFE zu machen, die Wahl- oder Parteiprogramme für sich als Orientierung nutzen, letztlich ja irgendwo auch gegen andere Menschen agieren)? Kommen wir alle zusammen voran, wenn wir zeigen, was wir alles (sonst) noch so WOLLEN, als einfach nur als Menschen FÜR den FRIEDEN zu stehen?

Können WIR wirklich alle fühlen, dass das Trennende für uns Menschen eigentlich so klein ist (oder sein sollte), und wir aktuell das uns allen! GEMEINSAM EINENDE in den einzigen Fokus unseres Friedenshandelns stellen sollten? Was bedeutet es eigentlich vom WESEN her, wenn nicht alle Mitstreiter und Unterstützer unserer Initiative zusammen arbeiten können/wollen? Das geht doch eigentlich nur, wenn das uns Trennende nach vorne gestellt wird oder Priorität hat, oder? Stehen wir dann wirklich für eine neue Gesellschaft, für ein neues und positives Denken/Handeln?

Und nehmen wir diese wenigen Gedanken und übertragen wir sie auf das Gespräch mit dem Papa aus Iran. Man ist dort so abgelenkt und verzweifelt, so verhasst, so gespalten, so im Kampf, dass im Moment eben keiner vom Tisch aufstehen kann, um die Situation aus der Vogelperspektive zu betrachten und sich aus all dem „Gesellschafts-Chaos“ soweit raus zu nehmen, um zu überlegen:
Wie erreichen wir zuerst einmal ALLE Menschen vor Ort als Menschen? Wie und wodurch könnten wir es schaffen, alle Menschen dazu zu bewegen, sich als Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendliche zu sehen Wie schaffen wir es, das Böse, das Verhasste aus den Köpfen der Menschen zu bekommen? EINER „müsste“ den ersten Schritt machen, oder?

Und genau weil wir Menschen das nie gelernt haben (These: Lernen durften), weil auch „unsere Demokratie“ (Wahl-)Kämpfe und damit das Verlieren von Menschen im Vergleich zu anderen täglich lebt, propagiert und so für normal erklärt, lebt diese Gesellschaft, unsere Demokratie, aber auch die Menschen im Iran oder wo auch immer auf der Welt von der Konzentration auf das (wenig) Trennende, auf dem Finden von eigentlich unnötigen Differenzen und Verschiedenheiten.
Frage:
Hat unser Demokratie ein ehrliches Interesse daran, das wir einfache Menschen zusammenwirken, um einfach nur gemeinsam einfache Menschen zu sein?

These: Und bleibt das Alte so wie es war/ist, muss immer jemand „verlieren“ – oder? Können wir da wirklich zum wirklich friedlichen Frieden gelangen?

Und damit wären wir bei Einsteins Definition von Wahnsinn:

Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten, auf andere Ergebnisse zu hoffen …

Auch am Samstag in Rostock wieder mit Lebensfreude in öffentlichen Raum

Mecklenburgh-Vorpommern, Rostock

Auch am Samstag in Rostock wieder ohne Distanz, ohne Netz und doppelten Boden im öffentlichen Raum.

Und jeder, der das schon mal gemacht hat, weiß, worauf man sich einlässt: von Aufatmen bis zu emotionalem Widerspruch. (Schaut das Foto mit dem älteren Herrn.)

Fast immer schaffen wir es dennoch „befriedet“ auseinanderzugehen. Weil es – bei allen Unterschieden – immer etwas gibt, das uns auch verbindet. Und sei es nur das Unbehagen, wenn wir auf die Zukunft dieses Landes schauen.

Wir sind dankbar für das, was wir im letzten halben Jahr zusammen, miteinander haben lebendig werden lassen. 🧡

Danke für die Unterstützung am Samstag von Kerstin und Alexandra aus Güstrow, Ina aus Graal-Müritz und Brigitte, Antje, Thomas, Robert aus Rostock sowie Liedermacherin Bea die gesungen hat.

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Gänsehaut-Moment: Ich war so in das Wort FRIEDEN vertieft …

Gänsehaut-Moment, Mecklenburg Vorpommern, Rostock

24. DEZEMBER 2025
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Ja, es gibt sie nach wie vor, die besonderen oder Gänsehaut-Momente im Leben. Und irgendwie auch schön, einen solchen besonderen Moment an Heiligabend zu erleben:

Das schönste Geschenk haben mir heute fremde Menschen gemacht.

Ich war noch bissel was einkaufen und habe, wie meistens, die orangene Jacke an – da steht 1.000.000 Stimmen für den Frieden drauf. Es gab viele Blicke mit einem kurzem Innehalten und einem Lächeln. Die Kassiererinnen vergaßen für einen Augenblick sogar ihre Arbeit – eine entschuldigte sich mit den Worten: …Ich war so in das Wort -Frieden- vertieft.

Euch allen einen schönen Heiligabend! 🎄
Thomas vom Team Dreiländereck

Rostock

Warum stehen wir vorm Weihnachtssingen am Rostocker Ostseestadion.

Mecklenburg Vorpommern, Ostseestadion Rostock, Rostock

13. DEZEMBER 2025
ROSTOCK / MECKLENBURG – VORPOMMERN
WEIHNACHTSSINGEN im OSTSEESTADION

Kurze, knappe und klare Antwort:
WEIL ES WICHTIG und RICHTIG ist.
(s. auch Vorbeitrag)

Politik, Medien und die verschiedensten Funktionsträger in diesem Land reden PERMANENT vom Krieg, „der böse Russe“ kommt oder will kommen. Sie reden von der Notwendigkeit wieder, also zum dritten Mal kriegstüchtig werden zu müssen. Wir bräuchten wieder Kriegswirtsdchaft. Herr Merz meint, wir brauchen (wieder) die stärkste konventionelle Armee in Europa. Herr Pistorius meint sogar, wir wären nicht mehr im Frieden, aber auch noch nicht im Krieg – wobei: ständig hören wir in den Medien etwas von einem „hypriden Krieg“, in dem wir uns ja bereits befinden …

Und was passiert (vereinzelt)?

Wir spielen Friedens- oder Weihnachtslieder, wünschen allen schöne Stunden im Ostseestadion, eine schöne und gute Advents- und Weihnachtszeit – verweisen aber auch auf das, was aktuell real in Deutschland passiert (Kriegsrhetorik, -propaganda, Wiedereinführung der Wehrpflicht und damit der objektiven Logik, dass unsere Jugend -wieder? – das Töten anderer Menschen lernen soll) und es kommen wirklich Eltern zu uns und sagen/meinen: wir machen den Kindern Angst …

Was ist mit dem und im Land der Dichter, Denker, Humanisten, Wissenschaftler und Komponisten passiert, dass Menschen die Realität so verdrehen können …

Erinnert das nicht sehr an George Orwels Buch „1984“

„Krieg ist Frieden. Freiheit ist Sklaverei. Unwissenheit ist Stärke.“ Über Gemini (Google) findet man dann zu diesem Buch auch: … die totale Kontrolle des Staates durch Manipulation der Sprache (Neusprech) und des Denkens (Doppeldenk) beschreibt, um die Bevölkerung zu unterdrücken und die Macht der Partei aufrechtzuerhalten, indem absolute Loyalität und die Akzeptanz von Paradoxien gefordert werden.

Was bleibt auch? Es war vor dem Rostocker Ostseestadion besser, als vor dem Showevent von „Holiday on Ice“ an der Rostocker Stadthalle. Und wieder alles zu sehen: Dankbarkeit, Strahlen und Lachen, Missgunst, Unverständnis, bis hin zu einer gewissen Abwehr.

Aber: Haben wir, hat dieses Land denn eine andere Wahl, als FÜR den Frieden strahlend und „störend“ im öffentlichen Lebensraum der Menschen zu stehen? Nein, denn:
Die Geschichte schaut nur auf uns, kann uns aber die Entscheidung nicht abnehmen. Dass haben WIR Menschen schon selber zu machen:
Sind wir die dritte Generation die versagt – wie schon zwei vorher – oder sind WIR die Generation, welche wirkungsvoll genug ist, den Irrsinn eines dritten Weltkrieges klar zu verhindern? Fällt die erste Bombe, werden die Kinder und Menschen vielleicht keine Angst mehr haben können … Das scheinen manche Eltern zu vergessen.

Einige schweigen zu dem ganzen Irrsinn (getreu der „Drei Affen“: nicht sehen, nichts hören, nichts sagen – und deshalb nichts tun, passiv bleiben), fühlen sich aber „stark“ genug, uns verbal zu attackieren. Wäre es nicht aber besser und richtig, gemeinsam – mit UNS – dieser ganzen Kriegsmaschinerie und – psychologie auf die Finger zu hauen, denen das Kriegs“spielzeug“ wegzunehmen … DAS sind nämlich die eigentlichen Verursacher dieses ganzen Wahnsinns … oder?

Weihnachtssingen Rtock