25. JULI 2026
BERLIN – TREPTOWER PARK


Ja. Lasst gern mal diese Bilder wirken. Sucht nach „Wahl“kampf“-Bildern in Eurem Gedächtnis. Wie fühlt sich das an?
Richtig? Sind das Zeichen des Friedens, der Mitmenschlichkeit, eines gemeinsamen Miteinanders?
Hier könnte der Autor (J.K.) ne ganze Menge seiner Gedanken schreiben, denn:
Irgendwie passt das doch vom WESEN her nicht, oder?
1.
Fragt jeden an einem solchen Stand. Fragt jeden Vater, jede Mutter, jede Oma, jeden Opa, also die Erwachsenen und Jugendlichen: Bist Du für Krieg? Willst Du Krieg? IMMER, IMMER wird die Antwort NEIN lauten – egal für welche Partei man dort steht.
Bist Du FÜR den Frieden? – Auch hier wir IMMER die Antwort JA lauten.
2.
Warum unterschreiben dann die wenigsten Mitmenschen hinter den Ständen? Weil sie zu den Einzelforderungen eine andere Meinung haben. Na klar, müssen sie ja, sonst würden sie nicht hinter dem Tisch stehen.
Und wie stehen sie dort? Nein, nicht jeder zuerst als einfacher Mensch. Jeder ! von ihnen steht hinter einem solchen Tisch, weil er/sie genau dort eine (Schauspieler) Rolle spielen. Jede/r ist im „Kostüm“ seiner Partei dort, für das Parteiprogramm, für das Statut, vom Wesen her auch für die vorgegebene „Linie von oben“.
Sie spielen also (deswegen das Schauspielerbild) die Rolle eines Romeos im Schauspiel „Romeo und Julia“.
3.
Unverständlich und krass – oder?
Ja, „man“ ist als kleines regionales Parteimitglied, als kleiner Unterstützer nicht mit allem einverstanden, was die Parteienspitze von oben vorgibt: das haben wir in ALLEN der drei Gespräche gehört.
Auch bei allen Dreien (CDU, Die Grünen, BSW): Ja, man sieht es kritisch und unterstützt es nicht, wenn sich die obersten Funktionäre nicht an ihrer gegebenen Wahlversprechen halten. Man hört ja im öffentlichen Raum viel klarere Aussagen: Sie belügen das Volk und letztlich auch ihre Parteimitglieder.
Und keiner unserer Gesprächspartner zog die ja eigentlich einzig menschlich logische, ja die einzig richtige Konsequenz bei dieser Doppelmoral oder dem offensichtlich anderen Handeln im Vergleich zu dem, was versprochen wurde und verlies „seine“ Partei. ALLE blieben.
Nein, alle blieben „auf ihrem Posten“.
Ist das gut? Ist es richtig? Bewusst oder unbewusst unterstützen also alle Gesprächspartner eine auf Unwahrheiten und – so wie viele sagen – auf Lügen aufgebaute Politik?! Sind sie dann Mitmacher, Mittäter? – siehe milgram-Experiment.
Der Autor kennt dies aus eigenem Handeln und Erleben in der DDR. Mal ganz platt ausgedrückt:
Die da oben bauen Mist und ich soll ehrlichen Gewissens es auf der untersten Ebene den Menschen erklären und dafür werben, obwohl ich gar keinen wirklichen Einfluss habe?!?!
4.
Passen Wahl-„Kampf“ und Frieden eigentlich zusammen?
In Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin sind Landtagswahlen/ Wahlen.
Überlegt gern selbst. An einem Beispiel erklärt:
Es treten z.B. 10 verschiedene Parteien an. Was machen die? Wahl-Kampf.
Was bedeutet das aber vom WESEN her? – Sie bekämpfen sich. Jede/r will gewinnen.
Bedeutet: wenn ich gewinnen will, MUSST Du verlieren.
Menschen, die alle gegen Krieg und FÜR den Frieden sind, BEKÄMPFEN sich.
Ja, das geht mitunter auch nur über Hass, Hetze, Brandmauern, Demagogie, Halbwahrheiten, Lügen, persönliche Angriffe, Diffamierungen, Agitation & Propaganda gegen ….
Vom Wesen her werden irgendwie verschiedene Mittel der Gewalt angewendet.
Es ist damit eine Art von „Krieg“, jedenfalls vom Wesen her.
Das ist Demokratie? Das ist menschlich? Das ist Frieden? Das hilft die Brandmauern abzutragen? Wie soll durch ein solches Handeln Frieden entstehen?
Und am Ende, ob „man“ das will oder nicht, ob man das sieht oder nicht, ob es einen interessiert oder nicht, ob man es wissen will oder nicht, WIRD DAS VOLK, werden WIR MENSCHEN durch den Parteien-Wahl-Kampf gespalten. (ist nicht das einzige Spaltungsinstrument/-mittel) WIR sollen hinter den verschiedenen „Partei-Monstranzen“ hinterher laufen?!?! Jeder hinter seiner.
Der Souverän, WIR Menschen, wir Väter, Mütter, Großeltern … werden so unbewusst aufgeteilt – in diesem Beispiel auf 10 Parteien und als Nr. 11 kommt einen imaginäre Partei dazu: die „Partei“ der Nichtwähler.
Und deshalb geht UNSER ALLER Friedensinitiative einen anderen Weg – LASSEN WIR ALLES TRENNENDE BEISEITE, alles politisch-ideologische und auch das weltanschaulich- oder religiös Trennende. Alle sind wir zuerst Menschen. Und von denen will niemand, nirgendwo auf der Welt jemand Krieg.
Der Frieden beginnt zuerst IN UNS selbst. Was aber macht es mit uns, mit DIR, mit IHR, mit Euch, wenn wir uns in einem (vom Wesen her gewaltnutzenden oder kriegerischen) Wahl-Kampf hineinbegeben, diesen ggf. selbst führen, so etwas unterstützen?
Und genau darüber haben WIR an diesem Tag an drei Partei-Ständen mit den Anwesenden gesprochen. Es waren gute und respektable Gespräche. Wir glauben, nein wir wissen, dass wir die Menschen hinter den „Partei-Kostümen“ erreicht haben. Ob es Einfluss auf ihr konkretes Handeln haben wird ? Wahrscheinlich nicht – s.o. Milgram-Experiment. BITTE ANSCHAUEN.

