11. SEPTEMBER 2026
NEUBRANDENBURG / MECKLENBURG-VORPOMMERN
Nachbetrachtung

Lieben Dank, sehr geehrte Frau Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz für die uns am 11.09.26 in Neubrandenburg gegebene Möglichkeit und die danach erteilte Erlaubnis, ein gemeinsames Foto zu machen und es veröffentlichen zu dürfen.
Als Ankündigung war z.B. zu lesen:
Vortrag: Russland und der Westen – eine schwierige Beziehung
Zwischen Russland und dem Westen herrscht Eiszeit. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 sind die ohnehin abgekühlten Beziehungen auf einem historischen Tiefpunkt angelangt und scheinen auf lange Sicht irreparabel zu sein.
Nichtsdestotrotz ist eine neue europäische Friedensordnung erforderlich, die Russland miteinschließt. Das Land ist Teil unseres Kontinents. Wie konnte es so weit kommen, nachdem die Ost-West-Konfrontation Ende der 80er Jahre überwunden schien? Wie lässt sich die Eskalationsspirale stoppen? Welche Rolle kann Diplomatie spielen? Helfen Sanktionen? Was ist mit den Waffenlieferungen? Welche Perspektiven sind denkbar? Wie weit ist die Gesellschaft in der Unterstützung der Ukraine bereit zu gehen, wenn damit den eigenen Interessen geschadet wird, sowohl wirtschaftlich als auch mit Blick auf Frieden? Über all diese existenziellen Fragen muss in einer demokratisch strukturierten Gesellschaft offen, respektvoll und faktenbasiert gestritten werden.
Frau Prof. Dr. Krone-Schmalz bietet eine Analyse der bisherigen Entwicklungen und richtet den Blick auch vorsichtig in die Zukunft. Gabriele Krone-Schmalz war von 1987 bis 1991 Russland-Korrespondentin der ARD und moderierte anschließend bis 1997 den ARD-Kulturweltspiegel. Von 2011 bis 2022 war sie Professorin für TV und Journalistik an der Hochschule Iserlohn.
Es ist schon sehr interessant bei der Nachrecherche festzustellen, dass wohl KEIN EINZIGES Presse- oder Medienorgan in Mecklenburg-Vorpommern darüber berichtet hat. Immerhin waren es ganz knapp fast 1.000 Menschen, welche Ihrem Vortrag gelauscht haben.
Was sagt denn das über den aktuellen fairen, neutralen Journalismus in unserem Land aus?
Vielleicht das? Das erste, was in jedem Krieg stirbt, ist die Wahrheit. Und natürlich der Satz, der dem griechischen Philosophen zugeschrieben wird – Das Weglassen der zweiten Hälfte der Wahrheit ist die schlimmste Form der Lüge.
Ist es deshalb nicht verständlich, wenn die Zahl der Menschen zunimmt, die auf dieses Land, seine Politik, die Medien, die Presse und auch die Behörden schauen und sich fragen:
Was ist nur mit und in diesem Land los? Wo geht es hin oder anders, wohin soll es hingehen oder wohin, in welchen Zustand soll es gebracht werden? Und ist es nicht wirklich bedenklich, wenn sich alle Beteiligten erstmal in Ruhe überlegen „müssen“, ob man solch ein schönes Friedensbild einfach veröffentlichen darf … In welcher Demokratie leben wir heute …?
Jedenfalls wünschen wir Frau Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz alles Gute, in allem viel Erfolg und gutes Gelingen und natürlich – immer beste Gesundheit.

