15. SEPTEMBER 2026
NIEDER-OLM / RHEINLAND-PFALZ

Friedenstisch auf dem Wochenmarkt
Gute Gespräche, neuer Kontakt zu einem älteren Paar aus Nieder-Olm. Sie wollen zu unserer nächsten Mahnwache kommen.
Wir stehen hier und zeigen uns. Das ist wichtig und eine gute Ergänzung zu den Mahnwachen.
Mahnwachen an sich sind wichtig. Aber – Sie sind Kundgebungen und haben oft den Charakter einer Demo. Für viele Menschen ist das eine Hürde. Vielen ist dann zu wichtig, Ihren politisch-ideologischen Friedensstandpunkt zu vertreten, nach außen sichtbar zu machen, also aggitativ und letztlich propagandistisch auf andere einzuwirken. Ja, daraus nehmen nicht wenige ein „Gutes Gefühl“ mit nach Hause – ich war aktiv, ich habe was gemacht.
Was aber wird übersehen oder vergessen? Warum gehen die anderen Menschen – und es sind ja viele – reaktions- und tatenlos an uns vorbei? Sind die alle FÜR den Krieg? – NEIN.
Nur fühlen sie sich oft von uns, unserem Auftreten als aggitative Friedensbewegung gestört. Sie ordnen uns dann in IHR linkes oder rechtes Weltbild ein.
Dabei gehen wir als Initiative bewusst einen anderen Weg: Stellen wir die 6 Forderungen als Gesprächs- und Diskussionsangebot in den Raum, lassen wir JEDE Symbolik, alle anderen Fahnen, Losungen und Parolen weg, KOMMEN DIE MENSCHEN ZU UNS. Sie haben Rede- und Gesprächsbedarf. Nur werden sie doch schon im ganzen Alltag von allen möglichen politisch-ideologischen Narrativen, Meinungen und Parolen „beballert“. Die Menschen wollen das nicht mehr. Sie wollen eingeladen, gesehen und gehört werden. Sie wollen zu Menschen kommen, die so sind wie sie selbst.
Und genau das sind wir, wenn wir uns zurück nehmen, unseren Blick, unsere Denk- und Handlungsweise um 180 Grad wenden. Nicht wir, nicht meine Wissens-EGO ist wichtig, sondern die Millionen Menschen, die passiv sind, keine Friedensansprechpartner im öffentlichen Raum sehen, die mit den „Tausend“ Problemen des Alltags genug beschäftigt sind.
Laden wir alle Menschen als Menschen ein, die sich alle (objektiv) nur in einem einig sind: KEIN EINZIGER MENSCH ALS MENSCH WILL KRIEG.
Ein Friedenstisch auf dem Wochenmarkt ist anders. Mit wirklichen Friedensmenschen im öffentlichen Alltag lädt er ein, statt zu fordern. Es ist für einen noch „unpolitischen“ Menschen leichter, stehen zu bleiben, zuzuhören oder einfach ins Gespräch zu kommen.