07. MÄRZ 2026
LANDSHUT / BAYERN

Die heutige Friedensmahnwache in Landshut wurde von schönem Frühlingswetter und vielen wunderbaren Gesprächen begleitet.
Die Unterschriftenliste 1 Mio Stimmen für den Frieden wurde um knappe 100 Stimmen erweitert, wobei alle Generationen von Grundschulalter (natürlich im Beisein der Eltern) bis ins hohe Alter, vertreten waren.
Eine seltsame Frage wurde heute von einem Schüler an mich herangetragen, wie folgt:
„Sind sie für Linken oder für Rääächten Frieden?“
Ich fragte, wo er genau jetzt den Unterschied festlegen wolle.
Er erklärte mir, dass der linke Frieden liberal und der Rääächte Frieden konservativ sei.
Und ich erwiderte: „Ich meine den Frieden, der durch diplomatische Verhandlungen erreicht wird, ohne vorher die Bevölkerung zu massakrieren und/oder andere Länder in kriegerische Handlungen zu verwickeln.
Seine Antwort: „Das ist der falsche Frieden.“
Da fällt mir nix mehr dazu ein. – So die geschilderten eindrücke aus Landshut.
Erfahrung des Verfassers dieses Artikels (Jens): Mitunter ist es besser, weitere Fragen zu stellen und den Fragesteller so weiter ins Denken zu bringen. Geben wir zu schnell Antworten – was ja der Fragende vielleicht erreichen will, um uns SEINE Meinung aufzudrücken – ist es besser, nicht direkt auf die Frage, sondern AUF den Fragenden zu antworten.
Wieso unterscheidet er den Frieden? Und ja, wenn schon Unterschied in rechts oder links, ist das denn nicht sehr fehlerhaft? Denn: Was ist mit dem Mitte-Frieden, dem Oben-, dem Unten, dem Gelben, Roten, Schwarzen, Grünen, Violetten, Roten oder ganz Roten (usw.) Frieden. Also, seine (Un)Logik etwas überziehen: Wenn er schon in solche Friedensdifferenzen kommen will, dann doch umfassend und komplett, oder?
Nehmen wir Frieden als Abwesenheit von Krieg – kann es doch nur einen Frieden geben, oder? Wie kommst Du (also er) darauf, dass es solche verschiedenen Frieden gibt? Wer hat ihm das beigebracht? Was sind seine Bildungs- und Meinungsquellen? Warum verzichtet er dann auf die anderen Frieden?
Also, mitunter hilft es uns Menschen, nicht sofort – wie in der Schule – unser Wissen runterzubeten. Was, wenn unser Gegenüber nur darauf wartet, wir über sein Stöckchen springen sollen, damit er auf uns jetzt all seine gelernten (Nicht-)Weisheiten abladen kann … Aber ja, das sind nur Gedanken des Ferfassers dieser Zeilen. 😉








