31. JANUAR 2026
LANDSHUT / BAYERN

Aus dem erhaltenen feedback:
Am heutigen Tag herrschte wieder reges Treiben in der Altstadt von Landshut. Ich durfte dort wieder viele gute und respektvolle Gespräche führen. Zu meiner Freude haben mir an meinem Friedensstand zeitweilig einige „Mütter und ebenso Väter für Frieden“ Gesellschaft und Unterstützung geleistet. Vielen Dank dafür.

Das Interesse an „1.000.000 Stimmen für den Frieden“ steigert sich.

Aus den Gesprächen vor Ort:
Während ein paar Leute die Unterschriftenliste „1.000.000 Stimmen für den Frieden“ unterzeichneten, stand eine Mutter (ungefähr in meinem Alter) und ihr erwachsener Sohn (dürfte ca. das Alter meines jüngsten Sohnes haben), einige Zeit lesend und die Plakate studierend vor meinem Stand.

Dann kam die Frau zu mir und sagte, sie wäre jetzt total emotional hin und her gerissen.
Denn sie sei ja in allen Punkten vollst unserer Meinung, könnte jedoch trotzdem nicht unterschreiben.

Sie führte weiter aus…

Ihr Sohn hat den Beruf „Soldat“ freiwillig gewählt und wenn sie unterschreiben würde, dann würde es sich für sie wie ein Verrat an ihrem Sohn anfühlen. (Anmerkung des Autors: Ist dem wirklich so? Sie bezeichent die Tätigkeit ihres Sohnes als BERUF?! Liegt denn darin nicht schon der Denkfehler. Ganz am Ende geht es für einen Soldaten auch darum, auf Befehl Menschen zu töten, also auch Söhne anderer Mütter, oder?)

Die Frau erzählte mir, dass sie damals schon große Sorgen und Ängste wegen der Berufswahl ihres Sohnes hatte.
Jedoch fühlt sich ihr Sohn jetzt sehr wohl in seinem derzeit noch in Ausbildung befindlichen Berufsstand.

Die Mutter musste Frieden, Akzeptanz und Versöhnung mit der Entscheidung ihres Sohnes finden.
Ich konnte der Frau so gut nachempfinden… das ist in dieser Zeit wirklich eine sehr schwierige Lage.

Auch der Sohn äußerte sich.

Er stimmte meinen Plakaten ebenfalls größtenteils zu, argumentierte aber auch mit der Notwendigkeit der Bundeswehr als Hilfs- und Schutzorganisation. (Anmerkung: Wieder vom WESEN her: Ist es wirklich die (Haupt-)Aufgabe, das Ziel einer Armee eine Hilfs- und Schutzorganisation zu sein? Ganz sicher nicht. Dafür gibt es ganz sicher ausreichend viele wirkliche Hilfs- und Schutzorganisationen, oder? Um zu humanitär zu helfen, müsste man nicht zwingend Soldat werden – außer! Werbung, Agitation und Propaganda haben einem diese Gedanken in den Kopf gepflanzt. These: anders würde es nicht gehen, oder?)

Er versicherte mir, dass es in seinem beruflichen Umfeld sehr viele gute Leute gibt, denen das Wohl der Bevölkerung sehr am Herzen liegt und diese sich ausschließlich dem Schutze der Menschen in unserem Land verschrieben haben.

Anmerkung: Gern den Film von Wilhelm Domke-Schulz anschauen „Geschichte wiederholt sich“. HIER habe ich geschrieben, wie es mir beim Anschauen dieses Films ging …

Was passiert, wenn diese jungen Mneschen dann wirklich mit der eisigen und bitteren Wahrheit von Krieg konfrontiert werden?

Fortsetzung im Teil 2

Landshut