08. JULI 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN
Aktion 3 – Sichtbarkeit am Rande der Gewerkschaftsdemo

Rostock, Nachmittags – Aktion 3 … die Gewerkschaft demonstriert LAUT und voller Symbolik, eine Masse an Symbolik, Fahnen, Fahnen und nochmals Fahnen …
Unser immer wiederkehrende Frage ist doch, wenn die Menschen im Alltag so etwas sehen:
Was davon war einladend an die Mitmenschen, also die, die nicht wussten, worum es ging?
Warum neben dem „Verstecken“ der Menschen hinter ihrer gewählten Symbolik, ein so lautes und druckvolles Auftreten?
Quasi läuft doch eine Wand von Fahnen durch die Rostocker City und dies Wand brüllt auch noch. Und – ja eine These – wenn wir uns jetzt die Reden und die Ansprachen anhören würden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass doch auch in diesen Auftritten wohl eine Art „Gewaltsprache“ zu finden ist. Was meint der Autor (J.K.) damit?
„Wir MÜSSEN GEGEN jemanden KÄMPFEN“
Und genau dieses Denken, dieses Handeln finden wir – weil wohl insgeheim so gewollt – in ganz vielen Bereichen der Gesellschaft.
Fühlt aber mallin Euch hinein:
Was fühlst Du, ja DU persönlkich, wenn Du weißt, dass „Jemand“ GEGEN DICH KÄMPFEN MUSS? Fühlst Du Liebe, Licht, Freude, Frohsinn … Ganz sicher nicht. Beschriebe, was Du fühlst: Druck, Unbehagen, Angst, den Wunsch, refelxartig diesen Bereich zu verlassen, Unverständnis, Distanz …
Und das soll gut und erfolgreich sein? Wenn erreichen aber die Teilnehmer wirklich? Den Bundeskanzler, die Ministerpräsidentin, Abgeordnete irgendwelcher politischer ebenen?
Nein, wohl nicht. Es ist einfach eine „notwendige Aktion“, die seit Jahrzehnten durchzuführen ist, wenn es um Sozialabbau geht.
Und das ist schon sehr lange, auch in der besten Demokratie die Deutschland je hatte. Wie könnte es sonst sein, dass ein Udo Jürgens schon Ende der 1960-er Jahre von gesellschaftlichen erscheinungen und Problemen sang, als wäre es ein ganz aktuelles Lied? Will heißen: die grundsätzlichen Entwicklungen und Gesellschaftsprozesse laufen doch seit Jahrzehnten? es hat sich – vom WESEN her – nichts geändert, oder?
Hört es euch gern mal an: Udo Jürgens und „Lieb Vaterland“
Aus dieser Sackgassen-Logik gilt es menschlich, zugewandt und friedlich heraus zu kommen. Es waren also Gewerkschafter, Gewerkschaftsfuntionäre, vielleicht auch ein paar Arbeiter vor Ort. Sie kamen aus MV, um FÜR SICH zu demonstrieren. Nicht für alle Menschen, nicht übergreifend mit allen Menschen und ja – SEHR TRAURIG – auch nicht für den Frieden. Der direkte Zusammmenhang zwischen Kriegstüchtigkeit, Kriegswirtschaft, Aufrüstung, Mlitarisierung und dem hierzu OBJEKTIV notwendigen oder objektiv folgenden Sozialabbau wurde wohl nicht wirklich hergestellt.
Ist es denn überhaupt objektiv möglich, einen Sozialabbau zu verhindern, wenn der ganz Staat sich auf einen Krieg vorbereitet, sich die Aufrüstungsspirale immer schneller dreht? Woher soll denn das eh nicht vorhandene Geld dafür kommen?
Gewerkschaften haben doch auch eine lange und umfangreiche Geschichte. Darf „man“ hier die Frage stellen: Haben die aus der oder ihrer Geschichte nichts gelernt?
War es also nur ein Tag der Symbolik, des Aktionismus? Was machen jetzt alle Gewerkschafter oder Anwesende ab dem Tag nach der Demo jetzt bei sich konkret vor Ort?
War es nur letztlich nicht nur eine Kanalisierung des ja offen wachsenden Unmutes der Beschäftigten?
Ihr seht, Fragen über Fragen. Und was wäre denn, wenn sich ALLE Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendlich zusammentun, sich zusammenschließen (über alles ideologisch, weltanschaulich, politisch und religiös Trennende hinweg), ins gemeinsame Handeln kommen: zuerst für den Frieden, dann für eine wirkliche Presse- und Meinungsfreiheit, dann für die Interessen der Kinder und Jugendlichen, dann für die Altforderen, dann für alle Arbeitenden, dann für Bildung, ein wirklich funktionierendes Gesundheitswesen, dann für ein Lebenswerk-achtende Renten, dann auch für ein friedliches und respektvolles Miteinander aller Menschen, Völker und Nationen usw.