25. APRIL 2026
MEIßEN / SACHSEN

Die heute doch vielen BESONDEREN MOMENTE von Meißen:
1.
In Meißen erhielten wir heute einen bunten Blumenstrauß an Reaktionen auf unsere Bitte, eine Stimme für den Frieden zu geben.
2.
Ein ehemaliger NVA-Soldat sagte: „Ich war bei der Fahne und brauche diesen Krieg nicht.“
3.
Eine ältere Frau unterschrieb dafür, dass ihre fünf Enkel nicht kriegstüchtig gemacht werden.
4.
Ein Mann zweifelte, ob es überhaupt was bringt, seine Stimme zu geben. Er verharrte in seinem Zweifel und ging.
5.
Ein zehnjähriger Junge wusste, was er wollte: nämlich in Frieden aufwachsen. Er unterschrieb gemeinsam mit seiner Mutter.
Mehrere Menschen bedankten sich für unser Engagement und waren froh zu unterschreiben. Aber es gab auch sehr teilnahmslos Menschen, die vorbeiliefen und so taten, als wären wir nicht da.
Soweit kurz die Eindrücke aus Meißen. Und fühlt gern mal kurz in Euch rein! Ist genau diese Friedensinitiative wichtig, richtig und notwendig? – Ja. Denn WIR ALLE GEMEINSAM stehen im öffentlichen Lebensraum unserer Mitmenschen. WIR sprechen sie mit unseren Friedens- und Demokratieständen direkt an, ohne sofort mit ihnen ein Wort reden oder in ein Gespräch, in eine Diskussion gehen zu müssen.
WIR GEMEINSAM sind Menschen wie die, die uns an diesem Tag begegnen. Und jeden, wirklich JEDEN erreichen wir. Jede/r sieht uns und JEDE/r reagiert auf uns. Ein jeder Mensch geht angesichts der Bilder mit sich in Gespräch, in einen inneren Disput:
Mache ich es wie die „Drei Affen“ – nichts sehen, nichts hören und nichts sagen – oder, an den Friedenstisch kommen. Und mit diesen Menschen geht es dann weiter, sie unterschreiben und atmen auf (endlich bekommt der Frieden in Deutschalnd Gesicht und Stimme), sie führen aufrichtige Gespräche oder sie folgen ihrem inneren Drang, uns des „Nicht-Bescheid-Wissens“ zu bezichtigen und ihrem Habitus des „Nur ich weiß alles“ zu folgen.
Sei es wie es sei: Die Menschen kommen so wieder und zunehmend ins Gespräch und das ist gut so, nicht digital und nanonym, sondern ins Gespräch, in den Austausch von Gedanken und Meinungen von Mensch zu Mensch. Und ja, hier muss man nicht immer einer Meinung sein. Aber sich in den Verschiedenheiten von uns zu akzeptieren – dass sollte wieder möglich sein.