Friedensfestival in Magdeburg – Ist die Friedensbewegung wirklich auf der Höhe der Zeit?

auf der Höhe der Zeit?, Friedensfestival, Magdeburg, Sachsen-Anhalt

3. – 06. SEPTEMBER 2026
FRIEDENSFESTIVAL IN MAGDEBURG

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Diskussionsgedanken

Jedes Friedensfest, jedes Friedensfestival ist eine gute und zu begrüßende Idee. Und so waren die Initiatoren dieser Friedensinitiative natürlich auch am 04. und 05. September in Magdeburg.
Wir waren Gast auf einem mehrtägigen Friedensfest. Basierend auf unseren konkreten Erfahrungen „auf der Straße“, aber auch auf und bei solchen Friedens-Events waren unsere Erwartungen nicht wirklich hoch.

Wir wollten uns am Rande des Festivals gern präsentieren, Friedensstimmen sammeln und auch Kontakte zu neuen Städten und Orten in unserem Land knüpfen. Unsere Initiative mal in Ruhe vorzustellen (in einem „Vortrag“) war nicht möglich. Das Programm war schon sehr voll.

Nicht mal 10 Friedensstimmen, nur wenige Gespräche und ein oder zwei Kontakte – all das spricht für sich, nicht aber wirklich für die FB.

Und so führt das doch irgendwie wieder zu den folgenden Fragen:
Sind wir wirklich auf der Höhe der Zeit? Werden wir den Herausforderungen gerecht, welche uns aktuell die Geschichte stellt? Stellt sich jeder einzelne der FB wirklich die richtigen Fragen?

Die persönliche Meinung des Autors (J.K.):
Es war ein Fest von Friedensmenschen unter sich. Quasi hat sich also ein Teil der „Friedensblase“ intern getroffen. Das an sich ist noch nicht zu kritisieren. Bedenklich aber ist, wenn die sichtbaren Muster und Werkzeuge immer die gleichen sind. Kluge und bekannte Köpfe sitzen in einer Art Podium, die Zuhörer sitzen und lauschen und am Ende sind die Ergebnisse die gleichen wie bisher oder es gibt erst gar keine neuen Thesen oder Erkenntnisse, weil man sich z.B. im Verlauf der Podiumsdiskussion verzettelt. Nein, neue Ziele, Denk- und Handlungsweisen werden nicht thematisiert, in Thesen verfasst und anschließend in Arbeitsgruppen- oder Workshops diskutiert.

Mein Fazit? Einsteins Zitat:
Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Hierzu nur ein konkretes Beispiel:
Super die Idee einer Podiumsdiskussion zum Thema: Warum ist die Friedensbewegung aktuell so gespalten?

Schon ernüchternd die anfangs von den wohl sechs Menschen des Podiums vorgelegten Antworten. Die Diskussion danach besprich vieles, aber nicht die eigentliche Frage dieser Gesprächsrunde.

Kein einziger stellte die aktuellen Denk- und Handlungsweisen der FB in Frage?
Kein einziger kam zu folgender Fragenlogik und damit auch niemand auf die notwendig zu findenden Antworten darauf:
1. Wo bleibt der millionenfache Aufschrei der Menschen in diesem Land? Warum erfolgt er nicht?
2. Wie erreichen wir denn die Millionen Menschen? Wo, wodurch, durch welche – ggf. ja neuen – Denk- und Handlungsweisen?

Nein. Hier haben wir uns (also die FB) letztlich nur wieder mit uns selbst befasst?
Die FB kommt nicht dazu, uns gemeinsam selbst zu fragen, ob es nicht endlich notwendig wäre, unsere Herangehen vielleicht vom Blick- und Betrachtungswinkel mal um 180 Grad zu wenden.
Nein liebe FB, nicht WIR sind wichtig, sondern eben die Millionen Mitmenschen.

Zum Verständnis hierzu das von uns entwickelte BILD als Beispiel:
Ich stehe mit DIR auf einem Balkon im Plattenbau-Wohngebiete Berlin-Marzahn. Wir schauen auf Hunderte Plattenbauten. DORT, genau DOR wohnen die Millionen Mitmenschen, die nicht aufschreien, die nicht auf der Straße sind.
Warum nicht? Was fehlt DIESEN Menschen? Was brauchen oder was benötigen diese Menschen, um aktiv zu werden? Wie haben WIR zu agieren, damit WIR DIESE Menschen für uns und ein gemeinsames Handeln gewinnen?

Wissen wir es? Nein. Weiß es die FB? Nein.
Warum nicht? Weil WIR nicht in Kontakt mit diesen Menschen sind? Es scheint sogar so, dass es niemanden bewusst ist, dass es um den KONTAKT zu diesen Menschen geht. Reden nicht alle darüber, dass wir ja nur noch lauter, noch größer demonstrieren müssten? Zuletzt war sogar wahrzunehmen, die FB müsste unbedingt wieder die Imperialismus Kritik und den Klassenkampf in den Mittelpunkt der öffentlichen Friedensarbeit stellen. Wirklich? Im ernst? Würden das die vielen Menschen in den Wohnblocks von Berlin-Marzahn verstehen? Haben die denn die intellektuellen, gesellschaftswissenschaftlichen Theoriegrundlagen, dass zu verstehen oder haben die Menschen nicht komplett andere Probleme?

Wem ist diese Imperialismus-Kritik wichtig? Geht es dadurch nicht letztlich wieder nur um UNSERE Bedürfnisse, Ansichten, politisch-ideologischen Kopfinhalte, also unser Ego, unsere verschiedenen politisch-ideologischen, religiösen oder weltanschaulichen Präferenzen?

Nochmal die Frage:
Interessiert es unsere Millionen Mitmenschen? Sind das deren Sorgen, Nöte, Ängste oder sind diese Dinge nur UNS wichtig?

Bis auf unsere Initiative stellt scheinbar keine aktive Gruppe der FB die folgenden Fragen:
Wie gelingt es uns in Kontakt zu unseren Mitmenschen zu kommen?
Wie können WIR EINLADEND in Kontakt und damit in erste Gespräche mit den Menschen kommen?
Und anschließend natürlich die Frage: WO können WIR ALLE mit unseren Mitmenschen in Kontakt kommen?

Und auf all die aktuell von der Geschichte gestellten Fragen und Herausforderungen geben WIR, gibt unserer ORANGENE Friedens- und Demokratieinitiative eine erste Antwort. Eine erste Antwort, um gemeinsam, millionenfach überhaupt erst ein Mal an oder in einen „Startblock“ für den millionenfachen Aufschrei zu kommen. Es gilt – aus unserer Sicht – überhaupt erst einmal eine Grundlage für ein millionenfaches Handeln zu legen:
Lassen wir ALLES – noch Mal – Alles ideologisch, politisch, weltanschaulich und religiös Trennende weg.
Sehen wir uns alle zuerst und allein als Menschen, als Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsene und Jugendliche, von denen kein einziger, nirgendwo auf der Welt, in keinem Land von sich aus Krieg will.
(Ja, Kriege passieren, weil man mit den Menschen etwas macht. Dazu aber hier nicht.)

Laden wir unsere Mitmenschen zu UNS ein.
Seien wir als Menschen regelmäßig im öffentlichen Alltag unserer Mitmenschen nicht nur sicht- sondern ansprechbar. Nein, nicht als Demo, nein nicht als Brückenleuchten, als Schildermahnwachen, nicht laut und unser Wissen proklamierend … (Lädt das wirklich ein?)

Stellen wir uns bundesweit in 1.000 Städten/Orten mit unseren ORANGENEN Friedens- und Demokratieanlaufpunkten in den öffentlichen Lebensalltag der Menschen. Allein unser Forderungen (für eine Volksabstimmung !!!), ein Friedenstisch, etwas Friedensmusik, menschlich berührende Ansprachen reichen aus, damit die Menschen bewusst und aktiv in Interaktion mit uns Friedensmenschen kommen. Es braucht nicht mehr. Menschen kommen in Zustimmung, kritisch, zweifelnd, fragend oder belehrend oder abwertend – ABER SIE KOMMEN.

INTERAKTION. Ein tausendfacher Kontakt zu den Mitmenschen. – War oder ist es nicht das, wonach alle aktuellen Initiativen suchen? Unsere Initiative hat hat genau diese eine, nunmehr bundesweit FUNKTIONIERENDE Antwort gefunden. Die PRAXIS hat dieses Konzept bestätigt. Vielleicht ist sie noch nicht perfekt, vielleicht fehlt auch noch was? Gemeinsam würden wir es herausfinden.

Die Schlüsselerkenntnis aus der Suche nach den Antworten auf die obigen Fragen:
Wir brauchen den EINLADENDEN, den ruhigen Kontakt, das Zuhören und Miteinander reden zu/mit unseren Mitmenschen.

Und – Ihr Lieben – Dafür sind WIR selbst verantwortlich. WIR und niemand anderes.
Nur sollten wir aufhören, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Denn immer lautet die Antwort doch darauf: „Wir müssen .. mit Blick auf uns …“
Nein. Wenden wir den Blick um 180 Grad. Stellen wir uns die richtigen Fragen und entwickeln wir diese, unsere oder neue, andere, FUNKTIONIERENDE Lösungen um mit unseren Mitmenschen im Alltag Kontakt zu kommen. Jede Woche.

Macht mit! Wendet Euch an uns! Fragt nach! Schaut, was in etwas mehr als einem Jahr hier bundesweit von MENSCHEN entstanden ist. In einem ersten entscheidenden Schritt gilt es ALLES Trennende komplett wegzulassen. Habt Mut dazu. 1.000 Einzelaktionen bundesweit in ca. 200 Städten/Orten sprechen doch eine beeindruckend klare Sprache, oder?

Die Gespräche an unseren Friedens- und Demokratie-Anlaufpunkten sind UNBEZAHLBAR.
Ihr werdet es persönlich erleben. Keine andere Aktionsform – unsere These – schafft genau diese Verbindung zu unseren Mitmenschen, analog, persönlich, vis a vis und das im öffentlichen Lebensalltag der Menschen.