Beim Aktionsforum des Norddeutschen Friedensbündnisses

Hamburg, Norddeutsches Friedensbündnis

15. MÄRZ 2026
Hamburg

Hamburg

Nein, das sind keine neuen Badekappen, dass sind tolle Sommer-Friedensmützen, die wir von der lieben Katharina (Initiative Drei-Länder-Eck) erhalten haben. Ganz lieben Dank dafür.

Ja, natürlich war auch unsere Friedensinitiative in Hamburg, beim diesjährigen Aktionsforum des Norddeutschen Friedensbündnisses. Natürlich stehen wir einigen Ideen und Aktionen auch etwas neutral gegenüber. Aber, alles was hilft, bundesweit das Engagement der Menschen für den Frieden quantitativ und qualitativ zu verbessern, unterstützen wir.

Und warum neutral oder mitunter auch kritisch? Weil wir in einer neuen Zeit leben, die Gefahren für eine friedliche und lebenswerten Zuunft unserer Kinder und Enkelkinder noch nie so groß und neu-artig waren wie heute.

Und sowohl unsere Erfahrungen der letzten 5 Jahre auf der Straße und die Entwicklung sowie die Aktionen der traditionellen Friedensbewegung in den letzten Jahrzehnten berechtigt auch, ggf. kritische oder (für manche) unangenehme Fragen zu stellen, so z.B.:
Hilft die Kampfes- und Muss-Sprache der letzten Jahrzehnte dem Frieden heute wirklich weiter?
Helfen doch mitunter weltanschaulich sehr linke Positionen wirklich weiter? Schließen sie nicht objektiv Menschen aus, die sich weiter mittig oder gar rechts positionieren, im Engagement um die Sicherung des Friedens aber zwingend gebraucht werden?
Hilft es den Menschen wirklich weiter, gegen „DEN Imperialismus, Militarismus“ usw. kämpfen zu müssen?
Ist die aktuelle Herangehensweise (anlog der letzten Jahrzehnte) wirklich heute noch zeitgemäß?

Brauchen wir selbst nicht eigentlich eine völlig neue, eine andere, eine friedlichere Sprache, wenn wir möglichst ALLE Mitmenschen erreichen wollen? Und hierzu kommen wir alle nur über ein auch NEUES FRIEDENSDENKEN.

Und geht es vielleicht besser darum, den nicht-aktiven-Friedensmenschen auf der Straße nicht fordergründig die eigenen Losungen, Parolen, das eigene subjektive „Wissen oder Weltbild“ auf zu oktroieren?

Wir fühlen, dass es viele Friedensinitiativen und – organisationen noch nicht verinnerlicht haben, dass es doch aktuell nicht um Dich und mich geht, nicht um Aktionismus innerhalb der bisherigen „Friedensblase“. Auch nicht öffentliche Demonstratin eines „Rechthabens“. Denn hierzu fehlen ja dann schlicht auch die Massen. Wäre es nicht aktuell die wichtigste Aufgabe, die Millionen an Vätern, Müttern, Großeltern, Erwachsenen und Jugendlichen zu mobilisieren, welche FÜR den Frieden sind? Nein, nicht für Symbolik, also nicht für zwei oder drei Große-Demos im Jahr, wo (ja wieder nur) die klugen Köpfe reden und die Menschen dann nach Hause fahren und wieder nicht wissen, was jeder in seinem Ort selber am Tag danach aktiv machen kann?

These: Es braucht neue Wege, ein neues, viel größeres Denken, eine neue, einladende und vermittelnde Sprache. Millionen Friedensmenschen werden es nur, wenn auch die Friedensseite nicht manipuliert, wenn eben das weltanschanschaulich, politisch und religiös Trennende weggelassen oder ganz, ganz hinten an gestellt wird. Nein, im Engagement für den Frieden hat niemand ein Monopol. Eine sogenannte Kontaktschuld oder Brandmauern schließt doch schon wieder MENSCHEN aus. Vom Wesen her ist ein solches Handeln doch nur mit einer Art Machtanspruch und Ausgrenzungsgewalt umsetzbar, oder? Was daran wäre aber Frieden.

Laden wir unsere Mitmenschen ein. Lassen wir sie reden, hören wir ihnen zu. Stellen wir ihnen Fragen. Bringen wir sie ins Nachdenken – also all die Menschen, die eben nicht zu den großen Kampf- und Parolen-Demos gehen, weil es SIE nicht anspricht und berührt.

Sicherlich gäbe es noch viel zu schreiben. Belassen wir es dabei. Aus all den genannten und vielen anderen Gründen ist genau diese, UNSER ALLER Fiedensinitiative entstanden.
1.000.000 Stimmen für den Frieden. 1.000 Städte/Orte a 1.000 Friedensstimmen.
Analog, im öffentlichen Lebensraum unserer Mitmenschen.
Wir geben dem Frieden in Deutschland bundesweit Gesicht und Stimme, an unseren orangenen Friedensanlaufpunkten in jeder Stadt, in jedem Ort.