Güstrow – manche Sachen kannste Dir nicht ausdenken …

Amtsmissbrauch, Bürgermeister, Güstrow, Mecklenburg Vorpommern

25. JUNI 2026
Güstrow / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Güstrow

Gedanken und Anmerkungen zu einem feedback von vor Ort:

Gestern war gefühlt nicht unser Tag .
Ich kam als erste an unseren Versammlungsort und musste registrieren, dass die SPD auf unserer behördlich bestätigten Versammlungsflächestand, diese also in „Besitz“ genommen hatte und schon mal Wahlkampf machte .
Der Landtagsabgeordnete Herr La Cunha war persönlich vor Ort. Begleitet durch den Bürgermeister der Stadt Güstrow, der gleich meinte, er hätte als Bürgermeister das Recht der SPD diesen Platz einzuräumen und wir hätten ja nur eine Genehmigung des Landkreises.

Soweit so gut. Als Bürgermeister einer Stadt hat er wohl das Recht, in bestimmten Fällen dies auch gegen die Entscheidungen der Behörden des Landkreises anzuordnen. Waren aber die Voaraussetzungen hierfür gegeben?
Dagegenspricht, dass es als BM einer Stadt zu politischer Neutralität verpflichtet ist und in seiner Verwaltungsfunktion eigentlich niemanden bevor- oder benachteiligen darf. Hier scheint also jemand dann doch seine persönlichen weltanschaulichen oder politischen Präferenzen über die Stellenbeschreibung seiner Verwaltungsaufgabe gestellt zu haben. Nennt man das dann schon „Amts- oder Machtmissbrauch“?

Soweit so (un)gut. Das eigentlich Bedenklich kommt jetzt:
Er meinte auch: Und ausserdem sollten wir uns doch lieber einen Platz auf dem Roten Platz bei Herrn Putin suchen – denn der wäre ja schließlich der Agressor !

Und dazu ganz erwachsen und emotionslos:
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, hier haben Sie persönlich Grenzen überschritten und ganz offensichtlich wohl auch Ihre persönlichen Emotionen nicht im Griff gehabt
Lesen Sie bitte den Text unserer Initiative, befassen Sie sich bitte mit dem Ziel und Anliegen unserer Initiative. Auch für Sie gilt: Wissen – und damit Sachkenntnis – ist eine Holschuld.
Unsere Initaitive hat weder etwas mit Putin, dem Roten Platz, dem Russland-Ukraine-Krieg noch damit zu tun, wer in diesem Krieg der Aggressor ist.

Hier wird doch etwas sehr schön deutlich, was Dieter Lange, ein sehr erfolgreicher Speaker und Coach in Deutschland, sehr oft sagt (auch wenn der Grundgedanke selbst nicht von ihm stammt):
WIR (in dem Fall ja der Bürgermeister von Güstrow), geben den Dingen eine Bedeutung.
Nicht die Sachen an sich sind Probleme. „Problem“ ist eine Art Etikett, welches wir Menschen auf Dinge und Ereignisse kleben.

Und auch hier hat ein gewählter Bürgermeister einer nicht ganz kleinen Stadt ganz offensichtlich ein zweites Mal über die Stränge geschlagen und eben seine weltanschaulichen, politischen und ideologischen Präferenzen über seine ihm als BM zugewiesene Verwaltungs- und Neutralitätspflicht gestellt.
Kann es also sein, dass der BM von Güstrow hier in seiner Rolle als Chef des Wirkungskreises Verwaltung für die Stadt Güstrow seine persönlichen Meinungen, Ansichten, Haltungen „nicht im Griff“ hatte?

Parteiferne und Neutralität im Amt sind verpflichtend und diese sehen doch anders aus, oder?

Bleibt die Frage: Wäre das eine Fall für die Stadtvertretung, also das Kommunalparlament in Güstrow?

Dem Wesen unserer Initiative ging es aber unsererseits friedlich weiter:
Wir haben uns dann mit Hilfe eines sehr zuvorkommenden Polizeibeamten unseren Platz eingerichtet. Er half mir beim aufstellen unseres Pavillions .
Und Thomas,Alexandra,Atze ,Ina aus Graal Müritz trafen auch der Reihe nach ein und halfen unseren Stand herzurichten .
Spannend war, wie unterschiedlich die Menschen auf den Nachbarstand der SPD reagiert haben.
Sie fragten entsetzt, dass wir doch hoffentlich nichts mit denen zu tun haben.


Wir hatten gestern, trotz der Hitze sehr gute Gespräche, die durch die Anwesenheit des SPD Standes noch angefeuert wurden .
Herr La Cunha bekam von uns unseren Flyer mit der Aufforderung ihn an seinen „Kriegsminister“ (also den Minister für Verteidigung, welcher für die „Kriegstüchtigkeit“, die „Kriegswirtschaft“ und das Schaffen der größten konventionellen Armee in Europa, also in Deutschland ist), in Berlin weiterzugeben.

M. diskutierte mit ihm über unsere 6 Forderungen, denen er nichts entgegenzusetzen hatte.
Das Gespräch mit ihm blieb neutral und freundlich. Ob es ins ins Nach- und ggf. Neu-Denken brachte, wissen wir nicht …

Vielen Dank an unsere Mitstreiter