Dieser Abend hat uns nachdenklich und auch etwas sprachlos zurück gelassen

Berlin, Jugenddemo am Brandenburger Tor, Vorabend zum Tag der deutschen Einheit

02. OKTOBER 2026
BERLIN / BRANDENBURGER TOR
Vortag des Tages der deutschen Einheit – eine Art Jugenddemo

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Am Vortag der Friedens-Großdemo zum Tag der deutschen Einheit in Berlin gab es dort schon eine Friedensaktion. Grob übersetzt eine Friedensaktion der Jugend. Eine eigentlich mehr als super und gute Idee.

Hoffentlich viele junge Menschen, gute Reden und gute Musik und dadurch eine gute Laune- so unsere Erwartung. Letztlich wurde es so beworben und so waren die Initiatoren auch persönlich vor Ort. Wie würde es ablaufen, wie viele Menschen wären da? Geht es wirklich um Frieden, Gemeinsamkeit? Würde gelingen, eine sehr links dominierte Ideologie, Agitation und Propaganda zu verhindern? (Manche Schulstreiks gingen und gehen leider in eine solche Richtung.)

Wir kamen etwas später, es hatte alles schon begonnen. Ja, der Platz war doch erstaunlich gut gefüllt. Davon waren wir doch sehr positiv beeindruckt. Unklar ist – wenn auf angemeldeten Demos Alkoholverbot besteht – weshalb hier Bier und Alkohol in doch sehr sichtbaren Mengen konsumiert werden durfte.

Aber dann doch pure Ernüchterung. Nein, ein manchen Teile eigentlich unfassbar, wenn es um Frieden, Respekt, menschliche Achtung, Demokratie, Freiheit, Toleranz und die Akzeptanz verschiedener Meinungen gehen sollte:
Als feedback gab ich (J.K.) intern meinen ersten Eindruck wie folgt wieder:
Vor Ort. Ich Frage mal für einen Friedensfreund:
Was haben Lieder von gefickt, Votze, Titten, Sprüche wie: Ganz Berlin hasst die AfD mit FRIEDEN zu tun
???

Irgendwie sang dann eine junge Frau noch was „vom Mittelfinger abhacken“ …

Als Vater dreier Kinder und Opa von fünf Enkelkindern empfand ich das als schrecklich und distanziere mich wirklich von diesen ideologisch-mentalen „Ergüssen“ menschlichen Denkens. Was hatte all das mit Frieden zu tun? Ja, die Reden (meistens von Erwachsenen) waren sachlich und gut. Nur was von alledem Kulturellen war menschlich respektvoll, die Menschenwürde eines jeden Menschen achtend, verbindend und für alle – eben auch die konservativen, in ihrer Sprache ja „die Rechten“ – einladend? Wollen sie so wirklich alle MENSCHEN als MENSCHEN zu einem Gemeinsam für den Frieden gewinnen? Ist es nicht ein „Ja, zum Frieden.!, aber nur, wenn DU meiner ideologischen, weltanschaulichen, religiösen, politischen Ansicht bist? Liegt aber nicht genau dort die Ursache IN DEN MENSCHEN, dass man sie so leicht spalten kann?

Es ging eben leider auch hier wieder um Ideologie, Weltanschauung, mglw. auch Klassenkampf, Religion und Politik.
Und das in einer Art und Weise, welche die kulturellen Beiträge wohl hauptsächlich mit den Worten Gewalt und Aggression, Kampf und Gegen jemanden sein, beschreiben lässt. Es war kein persönliches Vorleben des Friedens, den man selber haben will, den man von anderen einfordert, mit dem man sich als wahrscheinlich „Gutmensch“ etikettieren will, dies aber selber in keinster Weise gegenüber Andersdenkenden praktizieren/vorleben will.

Unser orangenes Banner war super in der Dunkelheit zu sehen. Wir wurden besorgt angesprochen, ob wir zum „Projekt Million“ gehören würden und hatten am Rande der Demo dann doch unerwarteter Weise sehr interessante Gespräche. Mit einem uns sehr beeindruckenden und reflektierten jungen Mann aus Saarbrücken, dem die Andersartigkeit unseres Banners und des Orange auffiel. Ja, er kam um uns seine Friedensstimme zu geben. Ein tolles Erlebnis.

In Erinnerung geblieben ist auch ein junger Mann aus Afghanistan. Und was man mit und in den Köpfen der Menschen erreichen kann, war an diesem einzigen Menschen beeindruckend sichtbar. Was waren seine „Probleme“ und ihm inne wohnende Gedanken:
1. Wieso dürfen Palästinenser in Berlin ihr Tuch tragen, er aber nicht? Er liefe Gefahr, verbal attackiert zu werden.
Im Gespräch versuchte ich (J.K.) zu erklären, würde ich als Gast im Iran, in Afghanistan oder sonst wo sein, wäre es für mich nicht wichtig, „MEIN (Tuch)Symbol“ zu tragen, wenn es vielleiht nicht erwünscht oder gern gesehen ist. Als Gast würde ich „mein Ego“ nicht im gesellschaftlich dort akzeptierten Gesellschaftsbild reindrängen wollen. IHM war es aber wichtig.
2. Nein, die jetzt in Afghanistan regierenden Taliban wären für ihn keine Menschen.
Doch, es sind Menschen. Und warum handeln die so, wie sie handeln? Weil man eben in und mit diesen Köpfen etwas gemacht hat, damit sie in die Rolle eines Taliban schlüpfen.

Für Euch alle – findet es:
Was trifft hier zu? Ideologie, Politik, Religion und Weltanschauung oder alles? Und dann setzt „man“ dies bewusst mit den erforderlichen Psychologie-Werkzeugen um: Demagogie, Hass, Hetze, Predigten, Angst, Brandmauern, Agitation und Propaganda, also einem ganzen Pool an Gehirnwäsche – Werkzeugen.

Im konkreten Fall: Man nennt es wohl Islam oder Islamismus – also RELIGION. Damit wurde aber keiner geboren. Das kennt kein Kind bei der Geburt. Es wird von außen in die Köpfe der Menschen gebracht … oder? Nur damit bekommt man Menschen in einer großen (hier religiösen) Gruppe dazu, all das zu tun. Es braucht die Führer, die Befehlsgebenden und dann die Menschen, die alle dem folgen oder folgen müssen – oder?

Und genau deshalb der Grundansatz unserer Friedensinitiative:
Wir begegnen allen !!! Menschen als Menschen. Wir lassen alles Trennende (s.o.) weg.
Unser Fundament: Kein Mensch als Mensch will Krieg. Nirgendwo auf der Welt. In keinem Land. In keiner Religion. – Außer man hat etwas mit den Köpfen der Menschen gemacht (s.o.). Und ja, mit geduldigen, ruhigen Gesprächen kommen dann auch sehr viele von diesen Menschen selber darauf.

Dazu auch zu berücksichtigen: Natürlich wirken auch persönliche oder familiäre Schicksale in den Körper, die Gefühle, in das eigene Menschsein. Und bekomme mal den Hass auf „die anderen“, die einen oder mehrere liebe Menschen von mir umgebracht haben, aus den Köpfen wieder raus … Dafür braucht es nämlich dann unser Verständnis, unser Zuhören, unser kluges Nachfragen, unser Mitgefühl, unser Hoffnung geben und vor allem, UNSER HANDREIEHN, unsere Ermutigung dem anderen gegenüber, da wieder raus zu kommen und die wahren Schuldigen und Nutznießer zu benennen.