Schülerstreik gegen die Wehrpflicht 5 – Nachtrag und Gedanken zu Cottbus

Brandenburg, Cottbus, Funktionskopf, Schulstreik

05. MÄRZ 2026
COTTBUS / BRANDENBURG

Ja, auch unsere Friedensinitiative war vor Ort aktiv, hat es aber leider versäumt, einige Momente in Wort und Bild festzuhalten. Aber den Link zu einer Zeitung haben wir erhalten.

In dieser Zeitung gibt es wohl einen ausführlichen Bericht zur Schulstreikaktion am 05. März 2026 in Cottbus. Beim Überfliegen fiel mir auf, dass es wohl scheinbar sehr nahe dem war, was man sich unter einem „Streik von Schülern“ vorstellen würde. Sehr wahrscheinlich war dieser Schulstreik weniger linkspolitisiert, als in anderen Städten.

Am Ende fiel dem Autor dieser Zeilen dieser Satz ins Auge, verbunden mit dem Gedanken: WIEDER die Lehrer, wieder die Beamten in der Schule … ?
„Besonders, da es von der Schulleitung des Steenbecks extremen Widerstand gegen diese Streikaktion von heute gab, einen riesen Respekt.“
Was passierte oder passiert mit den Lehrern bundesweit? Was passiert mit den Schulen? Und was passiert deshalb folgerichtig mit der Jugend?

Gedanken dazu:

Und irgendwie doch „komisch“, oder?
Welche Rolle spielten die Lehrer, die Schulen in der Zeit der sogenannten Pandemie? Welchen (Staatsdruck) übten sie auf die Schülerinnen und Schüler aus? (Masken- und PCR-Test-Zwang?)
Wie großzügig unterstützte man „fridays for future“ – Wen interessierte da die Schulpflicht? Jeder durfte „streiken“, oder?
Wie war es in der Zeit, wo die Demos „NIe wieder ist jetzt“ stattfanden?
Und wieso wird sehr massiv, mit Zwangs-, Drohungs- und Sanktionsmaßnahmen gegen eine Teilnahme der Jugend an diesen „Schulstreiks“ vorgegangen?

Hat da jemand große Angst vor einer unkontrollierbaren Massenbewegung der Jugendlichen, die keinen „Bock haben“, sich als Kanonenfutter für irgendwelche Macht- und Politikinteressen“ alter grauer Männer verheizen zu lassen.

Es bleibt spannend, hier die Entwicklung weiter zu beobachten, auch innerhalb der Lehrerbelegschaft. Und ist es nicht am Ende so, wie es viele Menschen in den letzten Jahren erlebt haben/erleben mussten? Gern mal beschrieben an einem bildlichen Beispiel:
Die Chefin der Versammlungsbehörde einer Stadt, oder gern auch eine Direktorin, ein Lehrer an einer Schule, kommen morgens zu ihrer/seiner Arbeit, also in ihre Behörde oder an die Schule.
Dort setzen alle drei den „Menschenkopf“ ab und den „Behörden- oder Schulkopf“, also den Kopf ihrer FUNKTION auf. Der gesunde Menschenverstand wird schon in einem gravierenden Ausmaß abgeschalten, weil der FUNKTIONS-Verstand eingeschaltet werden muss: welche Aufgabe habe ich? Welche Regeln, Paragrafen und Anweisungen habe ich auszuführen? Welche MUSS ich ausführen, auch wenn sie mir als Mensch (also als Vater oder Mutter) nicht gefallen? Widerspreche ich? REMONSTRIERE ich oder nicht? Schaue ich weg, verhalte mich passiv und mache ich mit? – Und dann immer die „Entschuldigungen“: Da kann man ja nichts machen. Das kam von oben. Ich habe doch nur Anweisungen/Pragrafen, Durchführungsverordnungen oder Befehle ausgeführt? Was kann ich da alleine schon gegen tun? – Und abends verlässt man die Behörde, die Schule, seinen Arbeitsplatz, setzt den „Funktionärskopf“ ab, setzt den Menschenkopf wieder auf und geht als Vater oder Mutter nachhause zu seinen Kindern und will nicht, dass diese je an eine Front müssen. Versteht Ihr das?

Vielleicht hat man ein schlechtes Gewissen, weil man eigentlich „willenloses Werkzeug“ von irgendjemandem war und die Schüler eben gehindert hat, ihre politischen, demokratischen und menschlichen Rechte wahrzunehmen? Man war selber eine Art Werkzeug des Systems, oder?

Ist das dann aber wirklich Demokratie?