03. OKTOBER 2026
STUTTGART / BADEN – WÜRTTEMBERG
Friedensdemo 2 am Tag der deutschen Einheit

Super. Es hat geklappt. Unsere Friedensinitiative war Dank der lieben Mitstreiter aus Erlangen und Nürnberg extra auch in Stuttgart vertreten und sichtbar. Mega Klasse. Tolle Bilder und tolle Farben. Es war sogar dort soviel los, dass es wirklich nur ganz wenige Bilder gab. Ansonsten war der orangene Friedenstisch ein zentraler und gut sichtbarer Anlaufpunkt des Friedens.
Und das ist das sehr lesenwerte Feedback:
Erfolgreicher Aktionstag mit vielen ermutigenden Begegnungen
Es hatte geklappt: Als wir ankamen, war der Platz bereits für uns markiert. Noch bevor das Banner vollständig ausgebreitet war, kamen die ersten Menschen zum Unterschreiben. Nachdem Maria den Tisch gebracht hatte, waren die Klemmbretter mit den Unterschriftenlisten meist durchgehend belegt.
Wir hatten einen sehr guten Standort, fast direkt an der Bühne. Die Menschen kamen während der Kundgebung von allen Seiten zu unserem Stand, und auch der gesamte Demonstrationszug lief an unserem Tisch und im weiteren Verlauf an unseren Bannern vorbei. So ergaben sich vom Anfang bis fast zum Ende der Veranstaltung viele intensive und durchweg positive Gespräche.
Einige Besucher kannten unsere Initiative bereits und freuten sich, uns persönlich kennenzulernen. Besonders auffällig war aber, dass die große Mehrheit der Menschen an unserem Stand keiner politischen Organisation angehörte. Es waren ganz normale Bürgerinnen und Bürger, die sich Sorgen um den Frieden machen und das Bedürfnis hatten, ihren Wunsch zum Frieden auszudrücken und darüber ins Gespräch zu kommen.
Viele erzählten, wie schwierig es mittlerweile geworden sei, im eigenen Umfeld überhaupt noch über Frieden sprechen zu können. Oft werde jede Diskussion sofort auf die Frage reduziert, ob man für den bösen Putin sei. Gerade diesen Menschen wollten wir Mut machen und zeigen, dass sie mit ihrem Anliegen nicht allein sind. Das Verständnis und die Wertschätzung, die wir dabei erfuhren, waren spürbar.
Immer wieder kam die Frage auf, wer eigentlich hinter unserer Initiative stehe. Unsere Antwort, dass wir keine Partei und keine Organisation sind, sondern einfach Menschen, die sich für Frieden einsetzen, wurde sehr positiv aufgenommen. Vielen machte gerade das Mut. Auch die Tatsache, dass die Unterschriften nicht einfach im Internet verschwinden, sondern zu gegebener Zeit an die politisch Verantwortlichen übergeben werden sollen, war für viele ein gutes, Sinn stiftendes Vorhaben.
Erfreulich war auch die große Zahl junger Menschen, die unterschrieben. Besonders viele junge Frauen zeigten Interesse an der Aktion. Einige nahmen zusätzlich Flyer mit, um selbst aktiv zu werden oder andere auf die Kampagne aufmerksam zu machen.
Dabei zeigte sich immer wieder ein interessantes Phänomen: Manche Menschen meinen zunächst, eine Million Stimmen müssten doch schnell zusammenkommen. Im Gespräch wird dann deutlich, dass dieser Erfolg nur möglich ist, wenn viele selbst aktiv werden. Unser Flyer mit allen Infos zum aktiv zu werden, wurde gerne angenommen. Neben den vielen Unterschriften entstanden auch neue Kontakte. Eine Frau aus Heidelberg zeigte Interesse an einer möglichen Mitarbeit. Im Bus ergaben sich Gespräche mit einer Frau aus Fürth sowie einem Paar aus Lauf, die ebenfalls ihre Kontaktdaten austauschten. Ein Friedensaktivist aus Freiburg berichtete von seinen Erfahrungen vor Ort, auch wenn er die Entwicklung der Friedensbewegung kritischer einschätzt.
Besonders beeindruckend war ein 87-jähriger Mann, der sogar Sammellisten mitnehmen wollte, um selbst Unterschriften zu sammeln.
Gänsehaut-Momente
==> Einige Begegnungen gingen über das Politische hinaus und berührten menschlich sehr. Eine Frau, die unterschreiben wollte, musste ihre eigenen Adressdaten auf einem Zettel nachsehen. Sie erklärte, dass bei ihr erst vor Kurzem Alzheimer diagnostiziert worden sei und sie noch lernen müsse, damit umzugehen.
==> Eine blinde Frau bat um Hilfe, um auch unterschreiben zu können. Das waren Momente, die lange nachwirkten.
Auch eine andere Situation blieb in Erinnerung. Zwei Frauen gerieten aufgrund eines Missverständnisses in eine emotional geführte politische Diskussion. Nachdem die Hintergründe geklärt waren, gelang es, das Gespräch wieder in ruhigere Bahnen zu lenken. Solche Momente zeigten, wie groß die Spannungen bei politischen Themen inzwischen oft sind, aber auch, wie wichtig es bleibt, miteinander im Gespräch zu bleiben.
Am Ende der Veranstaltung half ein engagiertes Paar sogar noch beim Abbau. Besonders schön war, dass sich dabei weitere Ideen für mögliche Zusammenarbeit ergaben. Selbst auf der Heimreise entstanden noch neue Kontakte, und auch dort konnten Flyer weitergeben und Interesse für unsere Initiative geweckt werden.
Von einer Initiative wurden eingeladen, am 16./17.10 am Bodensee bei einer Friedensveranstaltung einen Tisch zu machen.
Wie bei vielen Demonstrationen waren verschiedene politisch organisierte Gruppen präsent, teilweise mit sehr weitgehenden Forderungen und einem entsprechend zugespitzten Auftreten. Unser Eindruck war jedoch, dass viele Besucher gerade deshalb unseren Ansatz schätzten: keine parteipolitische Agenda, keine ideologischen Grabenkämpfe, sondern die Konzentration auf das gemeinsame Anliegen Frieden.
Für uns war deutlich spürbar, dass unsere Initiative als das wahrgenommen wurde, was sie sein möchte: ein offenes, glaubwürdiges und von ganz normalen Menschen getragenes Engagement für den Frieden. Die vielen Gespräche, die Unterstützung und die neu geknüpften Kontakte haben uns darin bestärkt, diesen Weg weiterzugehen.
Ganz lieben Dank für diese lebendigen Eindrücke an Maria, Hilde, Elke, Dorothea, Micha und Walter