
Natürlich liesen es sich die beiden Initiatoren dieser Friedensinitiative nicht nehmen, auf ihrer „Sachsen-Rundreise“ auch in Zittau einen Unterstützungsbesuch abzustatten.
Warum? Weil wir regelmäßig aus Zittau Friedensstimmen-Post erhalten, ohne mit diesen lieben Friedensmenschen wirklich in aktivem Kontakt zu stehen. Sie schicken einfach ihre Post. Zusätzliche Videobilder der dortigen Zittauer Montagsdemo machten neugierig und das Puppentheater – welch tolle und kreative Idee – sowieso.
Und ja, es ringt einem schon eine ganze Menge Achtung und Respekt, was Zittau da seit Monaten auf die Beine stellt und umsetzt. Quasi ja eine Art „Tradition der Moderne“. Jeden Montag versammelt sich quasi eine wirklich (politisch, weltanschaulich und religiös) bunte und verschiedenartige Menschenfamilie nahe dem Rathaus. Fahnen – welche auch immer jemand will, Schilder – welche auch immer jemand will, eine kleine Familien-Blasmusikkapelle (aus dem kirchlich-religiösen Bereich) und immer auch eine Art Grundprogramm dem Lied, die Gedanken sind frei, mit Presseschau, dem Oberlaussitzlied, Haupt- oder Gastredner-Beiträgen.
Und natürlich ganz, ganz lieben Dank für die uns entgegengebrachte Gastfreundschaft und das viele sympathische Lächeln der Menschen.
Irgendwie einzigartig und mehr als besonders:
Bevor man sich auf der Demofläche trifft und beginnt, gibt es einen Spaziergang auf dem dortigen „Außenring“. Aber, das ist nicht irgendein Spaziergang. Uns völlig beeindruckend, laufen zu Beginn 10-15 Leute am Ausgangspunkt los, auf eben diesem Ring und holen quasi ihre Mistreiter von Kreuzung zu Kreuzung ab. Der Strom der Spaziergänger wird immer größer, die Anzahl der Menschen steigt von Abholpunkt zu Abholpunkt. Und am Ende des Spazierganges am Rathaus, wo die fußläufig nicht mehr ganz fiten Menschen warten, kommt plötzlich ein Strom von weit über 150 Spaziergängern an. Und so sind es am Ende knappe 300 Menschen, die sich – wie JEDEN Montag – zu einer gemeinsamen Montagskundgebung eben nahe dem Zittauer Rathaus zusammenfinden.
Wer sich einen Eindruck verschaffen will: Schaut gern hier.
Und so hoffen wir, dass aus diesem ja schon bekannten, erprobten Demoformat vielleicht auch noch mehr entstehen kann. Denn ja, es treffen sich die eh schon kritischen und aufgewachten Menschen aus und um Zittau. Viel wichtiger scheint es wohl aber in Zukunft zu sein, mehr Mitmenschen aus der anderen, der unkritischen Masse zu erreichen.
Deshalb abschließend für ALLE folgende Gedanken:
Über und mit unserer Friedensinitiative wollen wir doch genau diesen Menschen unsere Initiatividee, unsere Vision zum praktischen Durchdenken mitgeben.:
Es ist wichtig, dass die aufgewachten Väter, Mütter, Großeltern, Erwachsen und Jugendliche auch Brückenbauer sind und werden. An wem, wenn nicht an uns ist es, allen nicht anwesenden Menschen die Hand auszustrecken, die Einladung, alle miteinander ins Gespräch zu kommen. Ja, es bedarf des gemeinsamen Handelns aller Menschen, aller Väter, Mütter, Großeltern … um als großer und starker Souverän in diesem Land aufzutreten und NEIN zu sagen, NEIN zu Kriegsrhetoik, – propagande, Agitation, ideologischer Spaltung, auf Grund von Hass und Hetze, Difarmierung und Verleumdung.
Und welches Thema könnte dies besser, als UNSER Thema Frieden. Denn, Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts.
Und uns aufgewachten Menschen nur jeden Montag zu bestätigen, dass „WIR“ ja alles wissen, wird nicht reichen, Zittau, Deutschland und die Welt für immer friedlich zu verändern. Denn auch die wahrscheinlich notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen und Verbesserungen und ein neues Morgen geht a) nur im Frieden und b) nur als Menschheitsfamilie als Ganzes. Und insofern gern einfach nur regelmäßig die einladenenden Friedenstische unsere Friedensinitiative im öffentlichen Raum aufbauen (ohne Fahnen, Schilder, ohne jede Symbolik), die Menschen einladen und mit NEUEN Menschen offen und auch deren Sorgen und Nöte berücksichtigende Gespräche führen… Gilt es nicht, unsere noch unkritischen Menschen klug und dosiert ins Nachdenken zu bringen, als sie über das mantramäßige Vortragen unserer Ansichten und Meinungen druckvoll dazu zu zwingen?
