23.08.2025
BOIZENBURG, MECKLENBURG-VOPOMMERN
Zuerst ganz lieben Dank an das liebe Vorbereitungsteam dieser Veranstaltung. Das habt Ihr sehr gut gemacht. Es haben sich alle sehr wohl gefühlt.
Ja es waren wohl einige Friedensinitiativen vor Ort – sehr gut.
Auch vor Ort: der Friedensaktivist Rainer Braun von der Netzwerk Friedenskooperative. Natürlich hielt er eine Rede und natürlich haben wir den Versuch gestartet, mit so einem langjährigen und bekannten Friedensaktivisten Deutschlands ins Gespräch zu kommen, eben über eine große Kooperation, eine ggf. bundesweite Zusammenarbeit zu sprechen und sich über ein gegenseitiges voranbringendes gemeinsames Handeln auszutauschen. Immerhin war doch ein Schwerpunkt seiner Rede, dass wir quasi als Friedensmenschen überall in Deutschland jetzt endlich wieder zusammenartbeiten „müssen“.
Das Gespräch selbst war sehr ernüchternd und hinterließ doch viele Fragen.
Deshalb folgende THESE(N) des Autors dieser Zeilen:
Will die „alte“ Friedenbewegung den aktuellen Erfordernissen der Zeit, also auch der gerade ihnen objektiv heute zukommenden historischen Verantwortung auch nur halbwegs gerecht werden, wäre ein ganz schnelles, ein ganz grundsätzliches OPEN MIND (ein offener Geist) erforderlich. Mit alten Denk- und Handlungsmustern, den alten, etablierten Planungs- und Ablauf-Strukturen wird es nicht funktionieren.
Denn wie könnte es sonst sein, dass man UNSERE bundesweite Initiative „1.000.000 Stimmen für den Frieden“, die ihr innewohnende und sichtbare Dynamik, Lebenfreude, ihr Tempo beim Sichtbarwerden in der bundesweiten Fläche, das ganz offensichtlich erfolgreiche Funktionieren des gemeinsamen Handelns ganz verschiedener politisch oder weltanschaulich verschiedener Menschen/Gruppen/Parteien/Initiativen neben sich tolleriert, aber nicht unterstützt. Nicht ein einziges Mal ist man auf diese bundesweit wachsende Initiative aktiv und interessiert zugegangen. Warum wurde bisher nie der Kontakt gesucht?
Was, wenn die Friedensseiteneinsteiger wie WIR neue Ideen, neuen Wind, eine neue, vor allem aber menschlich verbindende Strahlkraft mitbringen und somit einbringen könnten? Was, wenn gerade UNSERE dezentral wachsende Initiative, schneller, krativer, sichtbarer, lebendiger und dadurch wirksamer ist? Was, wenn unsere INITIATIVE näher an den Menschen, an den Vätern, Müttern und Großeltern dran ist, weil WIR ALLE eben auch Väter, Mütter und Großeltern sind? Was, wenn unsere Sprache friedlich, weich und den Menschen zugewandt, also abholend ist?, Kein „Wir müssen“, kein Kämpfen, kein GEGEN jemand sein müssen – alles Gewaltsprache und bei GEGEN „muss“ immer einer gewinnen und demzufolge „muss“ ein anderer verlieren … Ist das aber vom Wesen her FRIEDEN? Was, wenn die Lösung eben genau NICHT in den alten Denk-, Kampfes- vor allem aber auch Sprachmustern liegt? Wollen wir nicht alle Menschen für uns und damit den Frieden gewinnen?
Und ja, EIN junger Mann (aus der Friedensbewegung) hatte genau dies kürzlich in Hamburg richtig erkannt und auf den Punkt gebracht:
Das, was wir (also die „alte“ Friedensbewegung) hier haben ist ein GESCHENK. Aber wäre es für diese langjährigen, in festen Strukturen denkenden und handelnden Friedesnaktivisten wirklich ein Geschenk? Eigentlich ja, aber, ich weiß es nicht.
Braucht das gemeinsame Handeln aller friedliebenden Menschen noch die alten, die ähnlichen Organisations- und „Verwaltungsstrukturen“, Gremien, Sitzungen, wochenlange Planungen (kleiner und großer Demos), ähnlich denen des ja kritisierten systemischen politischen Alltags? WIR stellen uns eben z.B. die Frage – Was passiert am 04. Oktober 2025, also am Tag nach der Friedens-Groß-Demo in Berlin vom 03.10.25, wenn alle wieder nach Hause gefahren sind? Wie werden alle diese Friedensmenschen dann gemeinsam agieren, mit welchem Ziel?
Das ganz offensichtliche Desinteresse seitens der erfahrenen (alten) Friedensbewegung hinterlässt neben vielen Fragen auch große Zweifel. Sieht man in UNSER aller beeindruckend wachsenden Initiative möglicherweise eine Gefahr?
Deshalb:
Wir werden einfach weitermachen, weil uns die praktischen Ergebnisse/Resultate, die Entwicklungs- und Wachstumsdynamik (Juni: 20 Orte, Juli: 40 Orte, August: 60 Orte/Städte bundesweit), die persönlichen Erlebnisse auf der Straße, die Gespräche mit den Menschen, das enorm positive und dankbare feedback einfach zeigen: Ja, UNSER aller Initiative ist ein oder das Geschenk für dieses Land, den Frieden und für eine lebenswerte und friedliche Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder. Und dabei – leider – werden wir nicht warten können. Die Geschichte mahnt uns alle zum zügigen Handeln.
