09. MÄRZ 2026
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN
Europa-Gymnasium in Rostock

Ja, bezüglich UNSERER Friedensinitiative war es ein erster Termin vor einer Schule. Was wird uns erwarten? Wie reagiert die Schule? Wie reagieren die Schüler?
Alles spannende Fragen vorab. Und natürlich galte es einen Kompromiss zu finden: Wir dürfen den Unterricht nicht stören.
Letztlich verlief alles gut und den Möglichkeiten vor Ort entsprechend wirklich sehr gut. Die Schule liegt ja nun nicht im Zentrum Rostock. Dennoch ergaben sich viele und interessante Gespräche – sowohl mit Schülern, aber auch den Erwachsenen.
Sehr positiv: die Schulleiterin lies es sich nicht nehmen, uns zu begrüßen, informierte uns, wann denn eine Hofpause wäre und das wir – gemeinsam mit ihr schauen sollten – dass die Schüler nicht auf der Straße verweilen sollten.
Es ergaben sich doch einige und wirklich gute Gespräche mit den Jugendlichen. So bedankte sich auch ein Mitorganisator des Rostocker „Schulstreik gegen die Wehrpflicht“ für unser SICHTBARES Engagement. Manche Jugendliche sind politisch und weltanschaulich durchaus auf der Höhe ihrer Zeit, wenn persönlich ich (Jens) auch nicht alle Gedanken, Meinungen und Vorstellungen teile. Aber in einer wahren Demokratie darf und sollte genau das so sein.
Einige Jugendlichen haben unterschrieben, einige Erwachsen kamen EXTRA mit dem Auto zu uns an den Stand, um zu unterschreiben und auch einige auf dem Schulgelände arbeitenden Menschen waren über unser Kommen informiert und ein Teil unterstützte vor aktiv unsere Initiative. Mehrheitlich also ein wirklich von Herzen kommendes DANKESCHÖN dafür, dass wir dort waren und den Mutbewiesen haben, FÜR den Frieden Gesicht und Stimme gezeigt zu haben, im öffentlichen Raum.
Etwas bedrückend wohl eine fast oder über 80-jährige Frau, die allen Ernstes der Meinung war, den Putin müsse man vernichten, die Ukraine müsse man bewaffnen, sonst würde da nie Frieden rein kommen …
Alles passend zu den politisch und medialen Narrativen: denn von den Verhandlungen von Istanbul im März und April 22 wusste sie nichts. Auch von den Verträgen Minsk I und II und der Rolle einer Frau Merkel und eines Herrn Holland (damaliger franz. Präsident) wusste sie nichts. Auch nichts davon, dass die NATO Russland in wohl allen konventionellen Bereichen zwei-, drei- oder mehrfach überlegen ist und auch nicht, dass die NATO wohl das Zehnfache der Rüstungsausgaben Russlands ausgibt … Sie könne das nicht GLAUBEN. Ja, aber Glauben ist halt kein WISSEN.
Und so auch eine Erkenntnis: WISSEN ist und bleibt eine Holschuld.