04. – 07. DEZEMBER 2025
ROSTOCK / MECKLENBURG-VORPOMMERN

Vor der Rostocker Stadthalle,
anlässlich der 7 Show-Events von „Holiday on Ice“


„Leben ist da, wo Du noch nicht warst.“
– so Dieter Lange (einer der erfolgreichsten Choaches in Deutchland). Und ja, als Friedensinitiative haben wir so etwas noch nie gemacht – 4 Tage am Rande eines bedeutenden regionalen Kulturevents präsent zu sein. Die Idee dahinter: bei 7 Veranstaltungen werden wohl ca. 20.000 bis 24.000 Menschen auf dem Weg in und aus der Stadthalle Rostock sein. Wie werden die Menschen reagieren, wenn sie auf dem Weg zu Kultur, Ablenkung, Spaß und Fun sind und dann völlig unerwartet mit der historisch aktuellen Thematik „Krieg und Frieden“ konfrontiert werden?

Letztlich resümieren wir:
Es war richtig und wichtig, vor Ort analog, öffentlich, hör- und sichtbar gewesen zu sein. Wir wissen, dass ALLE Menschen, die an unserem leuchtend hellen sympathischen ORANGENEN Friedensinfostand vorbei kamen, uns registriert haben. Jeder einzelne wurde also mit der Thematik konfrontiert und hat für sich bewusst oder unbewusst eine eigene Entscheidung getroffen:
a) Ja, toll, natürlich unterschreibe ich
oder
b) ich laufe (ignorierend, wegsehend, scheinbar desinteressiert) vorbei.

Wir haben also ein Spiegelbild der heutigen Gesellschaft, der Menschen in diesem Land, wahrnehmen können. Und dies zeigt, wie groß die aktuelle Aufgabe für die vielen Friedensmenschen im Land noch ist.

Als doch nachdenklich machendes Bild:
Da gehen Menschen, Familien, Paare und auch sehr viele ältere Meenschen zu einem schönen, sympathischen, friedlichen Kulturevent und ganz viele Gesichter wirken wie versteinert, wirkten apathisch, lethargisch, abwesend … Als Außenbetrachter sah es vielfach so aus, als gehen die Menschen zu einer Trauerfeier. Und so haben wir am Freitagabend einfach mal den Menschen übers Mikro gesagt: Hey, Ihr Lieben, lächeln … Ihr geht doch nicht zu einer Trauerfeier … Und plötzlich haben einige ihr Lächeln wieder gefunden.

Beeindruckend war dann aber doch, dass einige Menschen NACH dem Ende ihrer Veranstaltung noch an unseren Stand kamen und unterschrieben haben.
Das war sehr schön. Das Feedback derer, die am Stand waren, entsprach unseren Erfahrungen der letzten Wochen. Und ja, es war auch wieder ganz viel Dankbarkeit zu spüren.

Und in welcher Gesellschaft wir leben – hierzu ein besonderes Erlebnis vom Tag 1:
Der Technische Leiter der GmbH, welche die Stadthalle bewirtschaftet, lies es sich nicht nehmen, ein total friedliches DIN A 1 – Infoplakat („1.000.000 Stimmen für den Frieden“) aus dem Weg zu räumen, welches wir etwas abseits auf dem Weg zum Eingang aufgestellt hatten. Man habe Premiere und es wäre die Fläche der GmbH (was so nicht stimmt, da wir schon öffentl. Versammlungen dort durchgeführt haben) und das Plakat müsse da weg, wir dürften das nicht. Höhepunkt war dann die total „friedliche Tat“ eines Wachmannes (ist privat bei einer Sicherheitsfirma angestellt, also keine staatlich angestellte Person), der ein an einem Begrenzungszaun angebrachtes orangenes Friedensbanner einfach mal aus ganz offensichtlich purem persönlichem Macht-Ego abgerissen hat.

Zeigt alles in allem:
Unser Wirken ist richtig, ist wichtig und notwendig. Wo wäre denn dieses ganz offensichtlich manipulierte Land, wenn WIR dem Frieden in unserem Land nicht Gesicht und Stimme geben würden? Und ja, hierzu bedarf es schon einer großen Protion Mut, Aufrichtigkeit und Überzeugung, das Richtige für unsere Kinder und Enkelkinder zu tun. These: Väter, Mütter oder Großeltern in beruflichen Funktionen, handeln eben diesen Funktionen gemäß. Ob dieses Handeln richtig, gut, logisch, menschlich oder gar friedlich ist – egal. Sie erfüllen Funktionen, sind also insofern dann wie „Schauspieler“ in einer Rolle auf irgendeiner Bühne.

Was bleibt:
WIR waren sichtbar. WIR waren positiv wirkungsvoll. WIR haben Menschen ins Nachdenken gebracht. WIR haben Menschen auch dazu gebracht, uns ganz sicher zu ignorieren. Nur hier steht halt die historisch belegte Wahrheit: WER SCHWEIGT STIMMT ZU. Ohne unsere Öffentlichkeit, wären einige eben weiterhin ungestört in ihrer unbewusst-passive Haltung zum Thema Frieden zu diesem „Spaß-Event gelatscht“. Durch uns kamen die Menschen ins Nach- und ggf. Umdenken. Und wir hoffen, dass dies dann in eine aktive, bewusste Handlung mündet, wenn sie uns wiedersehen – und sie dann unterschreiben.

Rostock