13. DEZEMBER2025
LANDSHUT / BAYERN

Am Samstag wollte Renate aus Landshut ihre Friedensmahnwache wie geplant vor dem Landshuter Christkindlmarkt abhalten. Trotz einer telefonischen Bestätigung am Freitag, dass ihre Versammlungsanzeige korrekt war, erhielt sie am Samstagmorgen eine überraschende Email der Polizei. Ihr wurde einfach ein anderer Versammlungsort zugewiesen – ohne vorherige Rücksprache.

Die Polizei erschien auch und forderte Renate auf, ihren angemeldeten Standort sofort zu räumen. Auf Nachfrage konnten die Beamten keine rechtlichen Grundlage nennen. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes erklärte, dass es um die Freihaltung von Rettungswegen (große Geräte … siehe unten) gehe.

Tatsache ist, dass bei anderen Demos, z.B. „Demos gegen Rechts“, offensichtlich eine andere „Priorität“ auf die Freihaltung von Rettungswegen für explizit schweres Gerät und deren Schwenkbereich (THW, Kran, LKW) von den ausführenden Beamten (Polizei) gelegt wird.

Nicht nur die Weihnachtslichter leuchten also im schönen Bayern, sondern auch ein nachdenklich stimmendes Licht der Behörden auf die Stellung des „Frieden“ in unserem Land und die Art und Weise, wie staatliche Institutionen mit Friedensengagement umgehen. (Kennt dieses Land dies möglicherweise aus seiner jüngsten Geschichte? These dazu: Geschihcte wiederholt sich nicht, aber, sie reimt sich, oder?)

Trotz der Präsenz der Polizeibeamten unterschrieben aber immer wieder friedliebende Menschen und sprachen unseren Friedensmenschen ermutigende Worte zu.

Unter Androhung von Strafverfolgung durch die Ordnungsbehörde und unter Beaufsichtigung der Polizei musste der Stand zum Hintereingang des Weihnachtsmarktes verlagert werden. Dort war die Frequentierung natürlich um ein Vielfaches geringer.

Doch unser Schild – und damit die Friedensbotschaft „1.000.000 Stimmen für den Frieden“ – zog einmal quer durch den belebten Christkindlmarkt.

Landshut